
Wie hat deine Schullaufbahn die Wahl deines Studiengangs beeinflusst? Wie bist du auf deinen Studiengang gekommen?
Zugegebenermaßen wollte ich anfangs eigentlich gar kein Abi machen. Kann mich aber noch genau an den Tag erinnern als mein Lehrer bei uns zu hause war und meinte, "Wenn André kein Abitur machen möchte, dann lassen Sie ihm doch diese Entscheidung". Da meine Mutter das nun aber ganz anders sah, wurde einmal kräftig auf den Tisch gehauen und die Entscheidung stand fest.
In der Schule galt schon ein großes Interesse den Computern. Informatik AG war dafür dann ein Muss. Leider war Mathe nicht gerade mein Superfach, was ja für Informatik eine gewisse Grundlage bildet. Zunächst wollte ich was mit Wirtschaft und Informatik machen. Da schien Wirtschaftsinformatik ja eigentlich die beste Wahl zu sein.
Auf Kommunikationsinformatik kam ich dann, als ich auf www.studieren.de nach "Informatik" suchte. Zunächst hatte ich auch keine Präferenzen für Uni oder Fachhochschule. Da sich der Studiengang aber für mich so interessant anhörte, habe ich mich in diese Richtung informiert. Am Tag der offenen Tür habe ich mich dann auch erfolgreich für diesen Studiengang immatrikuliert.
Was hat dich dazu bewegt, nach Wernigerode an die Hochschule Harz zu kommen?
Ganz ehrlich gesagt war es das Angebot des Studienganges und die Lage. Da meine Wurzeln in Magdeburg liegen, wäre dies auch immer nur ein Katzensprung dorthin.
Durch den Tag der offenen Tür hatte man einen sehr guten Einblick in die Hochschule bekommen können, was die Ausstattung, die Freizeitangebote und die Unterbringungen betraf. Vorrangig aber war es der Studiengang, die inhaltliche Beschreibung des Studienganges und die Fächer, die darin gelehrt werden, was mich dazu leitete mich dort zu immatrikulieren.
Was war im Studium besonders spannend? Was findest du an der Hochschule Harz besser als anderswo?
Spannend? Da würde ich in erster Linie unsere Prüfungsvorbereitungen ansehen, die wir in einer ca. 12 bis 13 Mann großen Gruppe durchgezogen haben. Es war immer eine unglaubliche Atmosphäre. In der Runde waren immer welche dabei, die die Rolle des Tutors übernommen haben und die anderen mit Informationen versorgt haben, sodass wir gut vorbereitet in die Prüfung konnten. Nachdem dass abgeschlossen war, trat Ruhe ein, bis dann wieder die Nerven angespannt wurden, wenn wir zu den Notenlisten gingen -
Aber zum Glück war diese Gruppe nicht nur zum Lernen da ;-) - Nach dem Studium sieht man dann wie toll die Zeit war - unvergesslich!
Außerdem war natürlich die Größe der Studiengruppen und somit der Kontakt zu den Professoren besonders gut. Dies ermöglichte ein entspannendes Studieren und erlaubte auch Rückfragen an die Professoren, die sich dann dem Annehmen konnten.
Einen Vergleich zu anderen Hochschulen habe leider nicht, bin ja schließlich nicht fremdgegangen ;-).
Wo und als was arbeitest du jetzt? (kurze Beschreibung des Unternehmens und deiner Tätigkeitsbereiche)
Aktuell bin ich bei der "IT Services and Solutions GmbH" - einer 100% Tochter der IBM.
Die it´ wie sie auch genannt wird, ist ein komplettes IT-Dienstleistungsunternehmen mit über 1000 Mitarbeitern in Deutschland.
Dort bin ich in der Geschäftseinheit "Security" tätig.
Für das Unternehmen sind wir als Consultents oder in der "Körpervermietung" (Bodyleasing) unterwegs. Je nachdem wo unsere Skills dann benötigt werden, unterstützen wir unsere Kunden in kurz- oder mittelfristigen Projekten. Bei einigen Projekten kann es dann sogar sein, dass wir nicht nur Wochen- oder Monatsweise unterstützen, sonder sogar Jahre dort tätig sind.
Die Arbeit ist wirklich toll und ermöglicht mir mich in genau dem Feld auszubreiten, wo ich mich wohlfühle. Den Job als Consultant habe ich auch schon *grübel* fast immer im Kopf gehabt. (Bis auf den Schiffskapitän wenn man 6 ist...)
Ich mag es von Projekt zu Projekt zu kommen, die verschiedenen Netzarchitekturen der Kunden kennenzulernen und somit das eigene Wissen in den Bereichen stetig zu erweitern. Zunächst wollte ich meine Spezialisierung in die Richtung IT-Netzwerke legen, doch durch bestimmte Vorlesungen an der HS wurde der Wunsch verstärkt, auch zusätzlich sich der IT-Security anzunehmen.
Aktuell bin ich bei einem großen Energieunternehmen in Deutschland und unterstütze dort im operativen Betrieb. Dabei geht es vorrangig um Intrusion Prevention Systeme (IPS) und Firewalls.
Wie bist du dort hingekommen? (Werdegang nach dem Studium)
Nach dem Studium habe ich zunächst 3,5 Monate an der Hochschule noch als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Prof. Dr. Strack gearbeitet. Aus persönlichen Gründen wollte ich mich jedoch dann in Richtung Hannover orientieren und habe mich daher bei der IBM umgeschaut. Eigentlich habe ich nur aus Neugier auf den Link der it´ geklickt - wo ich mich dann auf eine Stelle beworben habe. Diese habe ich zwar nicht bekommen, hatte jedoch Glück, da der Einstellungsstop der IBM gerade aufgehoben wurde.
Nach dem Vorstellungsgespräch wurde mir dann der Arbeitsvertrag angeboten.
Was von dem, was du hier studiert hast, zeichnet dich dort besonders aus?
Ich denke mal dass es in erster Linie die guten, gemischten Verhältnisse zwischen Theorie und Praxis sind. Durch die Labore in der Hochschule haben wir frühzeitig praktische Erfahrung mit den technischen Komponenten sammeln können. Die gute Ausstattung u.a. des Netzwerklabors ermöglicht über das ganze Studium hinweg direkt mit den Systemen zu arbeiten, die auch in den Firmen eingesetzt werden. Bei der Jobsuche nach dem Studium machen sich derartige Fertigkeiten bzw. Kenntnisse schon gut.
Aufgrund der praxisnahen Tätigkeiten denke ich deswegen, dass man eine gute Rolle zwischen den reinen Technikern und den reinen Theoretikern in den Firmen einnehmen kann.
(Stand 2008)