Am 04.07.2007 fand an der HS Harz der zweite Workshop zu den Schwerpunktbereichen innerhalb des Kompetenznetzwerkes für angewandte und transferorientierte Forschung (KAT) mit der Wirtschaft statt. Diese Veranstaltungsreihe basiert auf einer Empfehlung des Programmbeirates des WZW und soll der weiteren Professionalisierung das Konzept des Netzwerkes dienen.
Prof. Dr. Willingmann begrüßte als Rektor die Teilnehmer und stellte die Hochschule kurz vor. Die Hochschule verfügt derzeit über 1,3 Mio € Drittmittel, was 10 % des Gesamtbudgets entspricht. Trotz der Erfolge steckt auch nach Aussagen des Stifterrates die Vermittlung der Forschung nach Außen noch in den Kinderschuhen. Dies spiegelt sich in der Entwicklung des KAT- Zentrums an der Hochschule wieder.
Der Vorsitzende des Programmbeirates des WZW Prof. Frank reflektierte in seiner Rede auf die bereits durchgeführte Veranstaltung an der Hochschule Anhalt (FH) und verwies erneut auf die Anforderungen für eine erfolgreiche Gestaltung der KAT- Initiative.
Prof. Dr. Fischer-Hirchert (Prorektor Forschung und Wissenstransfer HS Harz) vermittelte im Anschluss die grundlegenden Eckdaten des KAT- Kompetenzzentrums der Hochschule. Insgesamt befindet man sich am Anfang einer Entwicklung. Es ist jedoch eine positive Entwicklung in Gang gebracht worden. Wichtig ist dabei, dass nach Außen jeweils ein Ansprechpartner die entsprechenden Kontakte innerhalb des KAT- Netzwerkes organisiert und vermittelt. Ein wesentlicher Punkt ist die Erhöhung der Innovationsrate der Wirtschaft in der Region, um mit eigenen Produkten eine Unabhängigkeit zu schaffen. Die Kompetenzzentren sollen in diesem Sinn Kristallisationspunkte der Entwicklung sein. Der Personaltransfer und das Halten von hochqualifizierten Mitarbeitern in Sachsen-Anhalt nimmt hierbei eine Schlüsselfunktion ein. Die Kompetenzen der Hochschule Harz liegen in den Informations- und Kommunikationstechnologien, dem Tourismus und im Dienstleistungssektor. Als Beispiele für die Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft wurden u. a. MAHREG, Siemens AG, Harzer Schmalspurbahnen, Stadt Wernigerode, die Wernigerode (Harz) AG, die tti GmbH Wernigerode, das IGZ Wernigerode, das Polykum e.V. InnoMed und die IHK genannt. Im Anschluss stellte der Prorektor die Teilprojekt des Zentrums kurz vor und verwies auf das neu gegründete Graduiertenkolleg. Bei letzterem wurde seitens der Fachhochschule auf die Probleme beim Zugang von FH- Absolventen zur Promotion hingewiesen und um Unterstützung durch das Kultusministerium geworben.
Im Anschluss stellten einige Vertreter aus der Wirtschaft, der Tourismusbranche und Verwaltung ihre bisherige und geplante Zusammenarbeit mit der Hochschule Harz vor. In der darauffolgenden Postersession hatten die Teilnehmer des Workshops die Möglichkeit sich vor Ort mit den Mitarbeitern der am KAT-Netzwerk beteiligten Hochschulen auszutauschen. Für Interessierte standen zudem einige Labore zur Besichtigung offen.
Im Rahmen des Workshops fand eine Besprechung mit Vertretern der Hochschule, des WZW und der Wirtschaft zur Veranstaltung und den Anforderungen an das Kompetenzzentrum statt. Diskutiert wurden u. a. die Aussagen des Programmbeirates zur Verwendung der Mittel im Sinn der Weiterentwicklung des Transferbereichs. Seitens der KMU besteht unter anderem der Bedarf der Finanzierung einer Demonstrationseinrichtung. Dieser Bedarf sollte an der Hochschule diskutiert und nach Abstimmung in die weitere Finanzierungsplanung aufgenommen werden.
Wie bereits in der Veranstaltung in Köthen zum Zentrum Life Sciences betonten auch hier die Vertreter der KMU, dass für die Kooperation mit der Hochschule persönliche Kontakte entscheidend für die Zusammenarbeit waren und sind. Eine wichtige Rolle nimmt dabei der Personaltransfer ein.
Seitens MK und WZW wurde nochmals die Konzentrierung des Kompetenzzentrums an der Hochschule thematisiert. Hierzu sollte ein abstimmendes Gespräch zwischen Hochschule, Kultusministerium und WZW zur weiteren Entwicklung des Kompetenzzentrums stattfinden. So könne das abgelehnte InnoProfil-Projekt der Hochschule ein Kristallisationspunkt für ein neues Innovationscluster sein.