Seit Mitte der 90er Jahre boomt die junge deutsche Literatur. Junge Schriftstellerinnen und Schriftsteller haben den Status von Popstars erreicht, und ihre Bücher sind Bestseller. Selbst die Feuilletons der großen Zeitungen beschäftigen sich mit dieser erfolgreichen Literatur der "jungen Wilden", die vor "Unbekümmertheit" strotzt (Der Spiegel). Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Halberstädter VorLesung holen wir bevorzugt junge Autorinnen und Autoren nach Halberstadt. Dabei suchen wir nach Stimmen von den Rändern, von den jugendlichen Subkulturen, von schillernden Einzelgängern und ebensolchen Außenseitern.
Zu dieser Grundidee der Halberstädter VorLesung ist in den bald neun Jahren, die die Veranstaltungsreihe existiert, eine historische Komponente hinzu gekommen. Viele Lesungen junger und älterer Autoren haben sich seither mit der Vergangenheit und deren Folgen für die Gegenwart beschäftigt - sei es die des Dritten Reichs, der DDR oder der Bundesrepublik.
Die Lesungen finden in der Regel zweimal im Winter- und einmal im Sommersemester während des Semesters um 19.00 Uhr in der Bibliothek des Fachbereichs Verwaltungswissenschaften am Domplatz 16 statt. Der Eintritt ist frei, die Lesungen sind auch für die Öffentlichkeit. Anregungen und Vorschläge nimmt das Dekanat gern per E-Mail entgegen.
Mehr über die 28. VorLesung am 9. Juni 2011