
Wie hat deine Schullaufbahn die Wahl deines Studiengangs Ingenieur-Informatik (heute Industrie-Informatik) beeinflusst? Wie bist du auf deinen Studiengang gekommen?
In der Schule haben mir die mathematischen Fächer Spaß gemacht und ich habe auch mein Abitur mit den Leistungskursen Mathe und Physik geschrieben. Die Entscheidung Ingenieur-Informatik zu studieren, beruhte zum einem darauf, dass ich mich in meiner Freizeit sehr mit Computern beschäftigt habe - und das nicht nur zum Spielen! Zudem hab ich genauso gerne an meinem Rechner herumgebastelt und mich dafür interessiert, wie die Hardware aufgebaut ist. Aus diesem Grund entschied ich mich für eine Kombination von Informatik und Ingenieurwesen - was mir dieser Studiengang bot.
Was hat dich dazu bewegt, nach Wernigerode an die Hochschule Harz zu kommen?
Ich hatte mich informiert, wo ich diesen Studiengang studieren kann, und bin zum Tag der offenen Tür nach Wernigerode gefahren. Dort wurde ich sowohl von der Ausstattung und Professoren als auch vom Inhalt des Studiengangs und der tollen Umgebung überzeugt. Außerdem wollte ich ungern an eine Universität, bei der ich mehr mit Assistenten als mit Professoren zu tun gehabt hätte. An dieser wäre ich nur einer unter vielen Studenten gewesen. An Fachhochschulen ist dies anders. Dort hat man in den überschaubaren Seminargruppen direkten Kontakt zu den Professoren.
Was war im Studium besonders spannend? Was findest du an der Hochschule Harz besser als anderswo?
Besonders spannend waren die Labore in denen man selbst ausprobieren konnte, was man in den Vorlesungen theoretisch gehört hatte. Wobei mir die Semesterarbeit über die Steuerung einer Modellanlage per Handy besonders gefallen hatte, da man dort Wissen aus mehreren Vorlesungen (Netzwerke, Java-Programmierung, C/C++ Programmierung, Echtzeitbetriebssysteme) anwenden musste und nicht im Schubladendenken festsaß. Was, glaub ich, jedem an der Hochschule Harz gefallen wird, ist die tolle Campus-Umgebung, die besonders im Sommer dazu einlädt, draußen zu lernen. Zudem ist alles nah bei einander und man muss nicht erst durch die ganze Stadt, um von einem Gebäude zum anderem zu kommen. Eben klein - aber fein!
Wo und als was arbeitest du jetzt?
Im Moment arbeite ich als Software-Engineer für die "namics ag" in Zürich. Namics ist ein führender Dienstleister für die Erstellung von Web- und Intranet-Auftritten in der Schweiz. Mein Aufgabenbereich dort liegt hauptsächlich bei der Java-Programmierung von Server-Anwendungen. Meine Programme organisieren das Informationsmanagement zwischen Datenbanken und den dargestellten www-Seiten. Zudem habe ich auch eine Rendering-Engine für die optimierte Darstellung von Browser-Inhalten auf Mobiltelefonen entwickelt und im Rahmen meiner Diplomarbeit eine Java-Anwendung für mobile Dienstleistungen auf Handys geschrieben.
Wie bist du dort hingekommen?
Ich habe über die Studentenorganisation AIESEC ein Auslandspraktikum bei Namics gemacht. Eigentlich war es als sechsmonatiges Praktikum vor dem Diplom geplant, in dem ich auch persönlich neue Erfahrungen sammeln wollte. Dann ergab sich aus der spannenden Arbeitsaufgabe ein interessantes Diplomthema. Nach dem erfolgreichen Diplomabschluss habe ich mir die angebotene Festanstellung nicht entgehen lassen und wurde direkt übernommen.
Was von dem, was du hier studiert hast, zeichnet dich dort besonders aus?
Mein Wissen über mobile Endgeräte und deren Programmierung mit Java wird im Unternehmen auf Grund der zunehmenden mobilen Nutzung von Applikation auf dem Handy sehr geschätzt. Diese Kenntnisse habe ich während der soliden Programmierausbildung und bei zwei Projekten mit mobilen Anwendungen während des Studiums aneignen können. Zudem habe im Studium viel über Netzwerke und deren Architektur gelernt, was mir bei der Analyse von Kommunikationsproblemen sehr hilfreich ist.
(Stand 2008)