
Daniela Stark hat gerade ihre Diplomarbeit im Studiengang Medieninformatik geschrieben und arbeitet seit kurzem bei der Werbeagentur Juwi MacMillan als technische Projektleiterin für Webdevelopment.
Wie hat deine Schullaufbahn die Wahl deines Studiengangs beeinflusst? Wie bist du auf deinen Studiengang gekommen?
Ich habe schon in der Schule Informatik belegt und hatte Spaß dabei, wollte aber nichts zu technisches studieren, da mir Physik zum Beispiel gar nicht liegt. Eine Kombination von Kreativität und Technik schien mir passender und dann kam ich auf den Studiengang Medieninformatik.
Was hat dich dazu bewegt, nach Wernigerode an die Hochschule Harz zu kommen?
Ich habe mich an verschiedenen Hochschulen für Medieninformatik beworben. Das erste Kriterium war ehrlich gesagt der Campus. Ich fand die Anlage in Wernigerode toll und wesentlich ansprechender als beispielsweise in Leipzig die HTWK, ein Betonklotz mitten in der Innenstadt. Als ich mir dann die Zusammenstellung des Studiengangs angeschaut und die einzelnen Hochschulen dabei verglichen hab, konnte es nur noch Wernigerode sein. Hier war der Anteil der praktischen Arbeiten höher und auch der gestalterische, kreative Part.
Was war im Studium besonders spannend? Was findest du an der Hochschule Harz besser als anderswo?
Besonders spannend waren die Projekte und Teamarbeiten. Filme drehen, 3D Animationen und Spieleprogrammierung kann man eben nicht nur theoretisch lernen. Das passt an der HS Harz. Zwar hatte man zu Beginn auch ein paar theoretische Kurse und musste sich mit Recht und Grundlagen der BWL beschäftigen, aber geschadet hat es wohl keinem. Der nächste Punkt ist die Möglichkeit zur doch sehr flexiblen Zeiteinteilung. Da es viele Projekte gab und der Stundenplan nicht wahnsinnig vollgerammelt war, konnte jeder nach eigenem Belieben arbeiten, wann er wollte und am produktivsten war. Anschließend gab es dann Erholung und Ablenkung im Blue, der allseits beliebten Studentenkneipe. Sehr angenehm empfand ich außerdem die Größe der Hochschule. Man kennt die Professoren, duzt sich teilweise sogar. Auf Mensapartys kennt man jedes zweite Gesicht. Ich glaube nicht, dass es an größeren Hochschulen oder gar Universitäten ähnlich familiär zugehen kann. Für mich persönlich ein großer Pluspunkt!
Wo und als was arbeitest du jetzt?
Ich arbeite bei Juwi MacMillan, einer Werbeagentur in Walsrode (zwischen Hannover und Hamburg). Die Position nennt sich technische Projektleiterin für Webdevelopment. Juwi MacMillan arbeitet hauptsächlich für Pharmaunternehmen, vom Consulting über Gestaltung der Werbemittel und Umsetzung von Softwarelösungen und Websites. Meine Abteilung ist hauptsächlich von jungen Mitarbeitern besetzt und das Arbeitsklima ist toll. Ich habe erst vor wenigen Monaten angefangen und bin derzeit noch damit beschäftigt, mir die technischen Details und Strukturen zu Gemüte zu führen, rutsche aber immer mehr schon in den Part der Projektleitung. Für Medieninformatiker einfach der richtige Job.
Wie bist du dort hingekommen?
Nach meiner Diplomarbeit hab ich angefangen Bewerbungen zu verschicken - räumlich nicht begrenzt und Stellenangebote gab es genügend. Die Firma kannte ich über Bekannte von Bekannten, wie das eben so ist mit Beziehungen. Ich war dann erst zum Vorstellungsgespräch und anschließend zum 3-tägigen Probearbeiten. Das war ganz gut, man merkt dann schon mal, ob es menschlich zusammenpasst und die Fachrichtung stimmt, auch wenn man natürlich nicht viel reißen konnte an 3 Tagen und ohne Kenntnisse des hauseigenen CMS. Juwi ist wirklich eine tolle Firma. Der Chef ist Schotte, es wird viel wert gelegt auf Mitarbeitermotivation - es gibt Massagen, Sportkurse, Grillabende und Teammeetings im Ausland. Das Geld stimmt natürlich auch.
Was von dem, was du hier studiert hast, zeichnet dich dort besonders aus?
Ich würde sagen der überblick über sämtliche Phasen des Projektablaufs. Durch den stark praktisch ausgelegten Studiengang Medieninformatik hat man in dieser Hinsicht beste Voraussetzungen für den Arbeitsalltag. Das umfassende Verständnis für das Zusammenspiel der Medien ist sicherlich auch ein Vorteil. Viele hier in der Firma sehen nur ihren Teil des Projekts. Der Grafiker die Gestaltung, der Programmierer den Programmcode. Aber wie am Ende alles zusammenpasst interessiert beide vorerst nicht und am Ende ist die Panik groß. Da bedarf es dann einem Medieninformatiker, der das wieder gerade zieht :)
Auch wenn ich das vor 6 Jahren noch nicht wissen konnte, aber Medieninformatik war der beste Studiengang, den ich für mich wählen konnte. Medieninformatik an der HS Harz! Ohne Werbung machen zu wollen, es war einfach toll!
(Stand 2008)