
Wie hat deine Schullaufbahn die Wahl deines Studiengangs beeinflusst? Wie bist du auf deinen Studiengang gekommen?
Während meiner Schulzeit habe ich mich schon frühzeitig mit den Naturwissenschaften auseinandergesetzt. Schon ab der fünften Klasse habe ich an einer Arbeitsgemeinschaft "Mathematik" teilgenommen, durch die ich dann auf die Informatik gestoßen bin.
Als dann später an meiner Schule eine Informatik-AG angeboten wurde, war ich natürlich mit Interesse dabei. Hier konnte ich mein Wissen entsprechend vertiefen.
Für die Wahl meiner Leistungskurse musste ich nicht lang überlegen. Sie viel auf Mathematik und Physik. Aufgrund meines Interesses an Mathematik, Physik und Informatik war für mich relativ schnell klar, nach der Schule ein Informatikstudium aufzunehmen.
Was hat dich dazu bewegt, nach Wernigerode an die Hochschule Harz zu kommen?
Neben der Nähe zu meiner Heimatstadt Halberstadt war für mich vor allem ein Besuch zum "Tag der offenen Tür" ausschlaggebend. Hier habe ich mich von der hervorragenden technischen Ausrüstung der Labore und dem guten Studienklima überzeugen können.
Was war im Studium besonders spannend? Was findest du an der Hochschule Harz besser als anderswo?
Als einen der größten Vorteile empfand ich während meiner Studienzeit die relativ kleinen Studiengruppen. Dadurch hatten Vorlesungen oft Seminarcharakter, da sie Platz für Diskussionen und Rückfragen ließen. Besonders fasziniert hat mich während meines Studiums das Mobile Geocomputing, welches mein Interesse an der Geoinformatik geweckt hat.
Wo und als was arbeitest du jetzt?
Im Januar 2008 trat ich eine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) in Frankfurt am Main an. Dort arbeite ich in der Koordinierungsstelle Geodateninfrastruktur Deutschland (KSt. GDI-DE).
Wie bist du dort hingekommen?
Während ich meine Masterarbeit schrieb, stieß ich bei meiner Suche nach einem Koordinatentransformationsdienst auf die Seiten des BKG. Aus Neugier klickte ich auch auf die Stellenausschreibungen. Dort war eine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter ausgeschrieben. Daraufhin habe ich mich sofort hingesetzt und meine Bewerbung geschrieben. Einen Monat später bekam ich eine Einladung zum Bewerbungsgespräch. Als dann eine Woche später nach dem Gespräch der positive Anruf vom BKG kam, war meine Freude groß.
Was von dem, was du hier studiert hast, zeichnet dich dort besonders aus?
Eine meiner Tätigkeiten ist es, mich fast täglich mit technischen Papieren, wie bspw. Standards des Open Geospatial Consortium (OGC), auseinanderzusetzen. Das OGC erstellt Standards damit Geodaten über Systemgrenzen hinaus ausgetauscht werden können. Bereits während meines Studiums, vor allem aber während meiner Diplom- und Masterarbeit, habe ich mich mit einigen der Standards des OGC bereits sehr intensiv beschäftigt, was mir bei meiner Arbeit sehr hilft. Das Wichtigste - was ich für mich beim Studieren gelernt habe - ist, die Art und Weise Probleme zu lösen und sich selbst Wissen anzueignen.
(Stand 2008)