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Erfahrungsberichte von Studierenden
Nachfolgend finden Interessenten des Studiengangs Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Harz Berichte von Studierenden, die dabei helfen können sich ein klareres Bild zu machen.
Ich studiere Wirtschaftspsychologie im Berufsfeld Personal im 5. Semester und gehöre zur „Nullserie“ der Bachelor. Nun geht es schon mit schnellen Schritten auf das Ende meines Studiums zu und das animiert mich öfter einmal dazu, die vergangenen Semester Revue passieren zu lassen. Mich und meine Kommilitonen ergreift stets die Melancholie beim Gedanken daran, dass alles bald vorbei ist. Hat das Studium nicht gerade erst angefangen? Ich bin direkt vom Abitur, mit den Leistungskursen Biologie und Deutsch, nach Wernigerode gekommen und hatte durchaus, trotz Grundwissen in Psychologie, ein paar Zweifel. Wie werden die anderen wohl sein? Bin ich vielleicht das Nesthäkchen, weil viele der anderen schon älter sind und einige bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung haben? Doch sowohl die Professoren als auch die Kommilitonen aus den höheren Semestern haben uns geholfen, uns einzuleben. Im Verlauf meines Studiums habe ich dann auch gelernt, dass Psychologen meist versuchen, eine positive, produktive Atmosphäre zu erzeugen und aufrechtzuerhalten. Dementsprechend wird zu Beginn des ersten Semesters ein Zusammenkommen auf dem „berühmten“ Armeleuteberg organisiert. Ziel ist es, dass sich die Neulinge die Älteren und sich untereinander kennen lernen. Dabei hat man gemeinsam Aufgaben zu bestehen und lacht und trinkt miteinander. Aber ich muss hier auch ganz klar sagen, dass dies keineswegs der Studienalltag ist! Als Wirtschaftspsychologe feiert man zwar auch mal, aber die Zeit dafür ist eher knapp bemessen. Das ist aber auch nicht unbedingt ein Nachteil. Denn man erkennt im Laufe des Studiums, dass die hohe Anwendungsorientierung in der Ausbildung zwar zeitaufwendig ist, aber auch von hohem praktischem Nutzen. Aber gerade weil der Theorie Praxisprojekte oder andere praktische Tätigkeiten folgen, hat wohl kaum einer von uns Angst vor der Praxis. Wir wissen, wie wir unser Wissen auf verschiedene Aufgaben und Situationen übertragen können und müssen. Wenn ich an die verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen meines Studiums zurückdenke, habe ich natürlich auch manche weniger begeistert verfolgt. Da hatten diejenigen, die beispielsweise schon einmal Erfahrungen mit Buchführung, VWL oder Finanzmathematik gesammelt hatten, zunächst weniger Schwierigkeiten. Dennoch habe ich festgestellt, dass man dies alles bewältigen kann. Und es ist, je nach individuellen Vorkenntnissen, für jeden etwas dabei. Das heißt natürlich auch, dass man kein Schubladendenker sein darf. Offenheit und Flexibilität sind genauso wichtig wie mathematisches Interesse, analytisches Denken und Einfühlungsvermögen. Generell spielen neben hard facts die so viel gepriesenen soft skills eine große Rolle für einen Wirtschaftspsychologen. Wer nun vor allem bei „mathematischem Interesse“ zusammenzuckt, dem möchte ich sagen, dass ich bis zum Abitur diesem Fach keinerlei Sympathie entgegenbringen konnte. Doch während meines Studiums habe ich den Spaß daran entdeckt. Insbesondere die Statistik finde ich heute hochinteressant, wohl auch, weil im Unterschied zur Schule der Nutzen direkt sichtbar ist. Die Berufsfelder Personal und Markt bieten dann die Möglichkeit, vertieft seinen Vorlieben nachzugehen. Ich freue mich nun auf meine Praxistätigkeit und kann zweifellos behaupten, dass ich mich im Laufe meines Studiums sehr weiterentwickelt habe und in Wernigerode mit meinen Kommilitonen sehr schöne Jahre verbracht habe. Ich stolz darauf, ein WiPsy zu sein. |
Hi, liebe Interessentin/ lieber Interessent am Studienfach Wirtschaftspsychologie. Ich bin ein 21 Jahre alter Wipsy- (= Wirtschaftspsychologie) Student im 3. Semester. An die HS Harz kam ich gleich nach der Schule (abgesehen von einem kurzen Zwischenstopp im Grundwehrdienst). Ursprünglich wollte ich Psychologie studieren und war schon auf dem besten Weg, mich an einer Uni einzuschreiben, als ich auf den Studiengang Wirtschaftspsychologie an der Hochschule in Wernigerode stieß. Und irgendwie schien das genau das zu sein, was ich brauchte, um später mal in der Marktforschung arbeiten zu können. Ich muss gestehen: Ich habe das 1. Semester erst mal auf mich zukommen lassen, denn so genau kannte ich mich mit dem Studienfach noch nicht aus. Inzwischen bin ich mir absolut sicher, dass ich mich für das richtige Studium entschieden habe. Auch wenn nicht alles so war, wie ich das im Vorfeld erwartet hatte. Ich musste zum Beispiel begreifen, dass Psychologie weniger mit schwammigem BLABLA zu tun hat, als vielmehr mit einer knallharten Wissenschaft. Und auch die ruhigen Abi- Zeiten waren vorbei. Das Abi hatte ich recht locker mit 1,5 und (fast) ohne zu lernen geschafft. Hier klappt das nicht mehr. Wer sich hier nicht reinkniet, hat schlechte Karten. Man muss wirklich richtig gut sein, um später mal auf einem Arbeitsmarkt mithalten zu können, der nur so von Psychologen, BWL- Absolventen und nun auch Wipsys wimmelt. Das Handwerkszeug kriegen wir jedenfalls sehr gut mitgeliefert. Wir arbeiten in Projektgruppen, machen sehr viele Referate und bekommen auch theoretisch eine ganze Menge mitgeteilt. Generell sollte man sich folgender Dinge bewusst sein, bevor man Wipsy studiert:
Am schwersten fiel es mir, mich zum Lernen zu motivieren - bis dahin war ich so was nicht gewohnt. Auch mit den BWL- Fächern bin ich nicht immer so ganz glücklich. Aber immerhin hat das meiste von dem, was man so lernt, Hand und Fuß. Am besten gefallen mir die Fächer Statistik und Marketing. Methodenlehre ist auch in Ordnung. (Methodenlehre befasst sich so ungefähr mit dem Problem: "Wie betreibe ich psychologische Forschung auf wissenschaftlicher Basis?") Und natürlich die gesamte Palette der Psychologie finde ich interessant. (Übrigens: Klinische oder therapeutische Teile der Psychologie wird man hier vergeblich suchen) Wie gesagt: Ich bin sehr zufrieden mit meiner Entscheidung. Das ist auf engstem Raum alles, was ich aus meiner Sicht zur Wirtschaftspsychologie sagen kann. Ich hoffe, du hast einen kleinen Einblick bekommen können. Vielleicht begegnen wir uns ja schon im nächsten Wintersemester auf dem Campus. Bis dahin: Viel Erfolg bei allem, was so ansteht. |
Hallo, ich bin 22 Jahre alt, Studentin hier an der HS Harz und studiere seit Oktober 2001 Wirtschaftspsychologie, also mittlerweile im 3. Semester. Nach dem Abitur, das ich 1999 gemacht habe, habe ich zunächst eine Ausbildung zur Bürokauffrau abgeschlossen. Dennoch war für mich von Anfang an klar, dass ich noch studieren werde. Zunächst hatte ich keine speziellen Vorstellungen, in welche Richtung das Studium gehen sollte. Während meiner Ausbildung stellte ich fest, dass mir der kaufmännische Bereich liegt, suchte jedoch nach einer Alternative zur BWL. Da ich ebenso Interesse an psychologischen Themen habe, entschied ich mich für Wirtschaftspsychologie. Die HS Harz war mein Favorit als Studienort. Ich hatte schon sehr viel Gutes darüber gehört. Ich hatte aber zu Beginn des Studiums keine psychologischen Vorkenntnisse aus der Schule o.ä. Ich informierte mich, unter anderem am Tag der offenen Tür, der regelmäßig im April stattfindet, über die Möglichkeiten, die sich mir später als Wirtschaftspsychologin bieten und stellte fest, dass ich im Anschluss daran sowohl im Marketing als auch im Personalbereich arbeiten kann. Beides sind Themenbereiche, die mich persönlich sehr interessieren. Außerdem reizte es mich, zu erfahren, inwieweit Wirtschaft und Psychologie miteinander kombinierbar sind. Insgesamt kann ich sagen, dass sich meine Erwartungen bisher erfüllt haben. Ich bekam die Möglichkeit, meine kaufmännischen Vorkenntnisse umzusetzen und zu vertiefen. Im psychologischen Bereich habe ich viel dazugelernt. Das Studium macht mir Spaß, hat sich als sehr interessant erwiesen und stellt hohe Anforderungen an die Studenten. Durch meine Ausbildung fielen mir die wirtschaftlichen Fächer zunächst etwas leichter als die psychologischen. Hier musste ich mich ganz neu einarbeiten. Ich war auch erstaunt, dass in unserem Studiengang schon in den ersten Semestern viel mit Referaten und Präsentationen gearbeitet wird. Hier tat ich mich anfangs etwas schwer. Wir "Wipsys" bearbeiten auch viele Aufgaben und Projekte in Gruppen. Dadurch erfolgt die Integration in die Seminargruppe recht schnell. Fremdsprachenkenntnisse werden in den psychologischen Fächern ab und zu benötigt, was mir selbst leicht fällt. Ein wichtiger Bestandteil des Studiums ist die Statistik, welche uns sowohl theoretisch als auch in Form von SPSS - einem PC-Programm für Statistik - vermittelt wird. Auch dieses Fach war für mich neu und teilweise nicht ganz einfach. Mittlerweile habe ich mich jedoch ganz gut eingearbeitet. Der Anwendungsbezug ist insgesamt hoch. Bereits ab dem ersten Semester wird im Fach "Methodenlehre" ein Projekt durchgeführt, worin die erworbenen Kenntnisse praktisch umgesetzt werden können. Dies finde ich sehr hilfreich zum Verständnis der Theorie, obwohl es sehr arbeitsaufwendig ist. Im Praxissemester besteht für "Wipsys" die Möglichkeit, sowohl ins Ausland zu gehen als auch in Deutschland zu arbeiten. Beim Einholen von Informationen über Praktikumsplätze ist mir aufgefallen, dass die meisten Betriebe den Studiengang "Wirtschaftspsychologie" zwar noch nicht so gut kennen, aber dieser Fachrichtung interessiert und offen gegenüber stehen. |
Ich bin eine 20jährige Wirtschaftspsychologie-Studentin im 5. Semester. Mein Studium habe ich im Oktober 2000 direkt nach dem Ablegen des Abiturs begonnen. Mein Studienschwerpunkt ist Personal. Erwartungen zu Beginn des Studiums: Für mich haben sich in der Oberstufe des Gymnasiums zwei mögliche Studienfächer herausgestellt: Psychologie und BWL. Durch einen Artikel in der Wirtschaftswoche erfuhr ich dann vom Studiengang Wirtschaftspsychologie und habe mich am Tag der offenen Tür über das Studium und die Studienbedingungen informiert. Danach stand für mich fest, dass ich diesen Studiengang auf jeden Fall belegen möchte. Die Studieninhalte, die Lernatmosphäre in Wernigerode und der Praxisbezug des Studiums entsprachen genau meinen Vorstellungen. Nachdem ich jetzt die ersten vier Semester absolviert habe, kann ich sagen, dass sich meine Erwartungen größtenteils erfüllt haben. Ich habe theoretisches Grundlagenwissen in den Bereichen Psychologie und BWL erlernt und konnte auch praktische Erfahrungen machen. Was ist schwer gefallen, was leicht? Schwierig war es, die vielen unterschiedlichen Fächer mit ihren Lernanforderungen unter einen Hut zu bekommen. So fühlte ich mich gerade im ersten Semester teilweise doch ein wenig überfordert. Allerdings gewöhnt man sich sehr schnell daran und erwirbt Handwerkszeug, um den Anforderungen gerecht zu werden. Durch die praktischen Beispiele, die in den meisten Vorlesungen gegeben werden, und die Übungen fällt es leicht, den Stoff in einen Bezugsrahmen einzuordnen und auch erste Vorstellungen davon zu erlangen, wie es in der Praxis ausschaut. Auf jeden Fall bin ich fest davon überzeugt, den richtigen Studiengang an der richtigen Hochschule gewählt zu haben und denke, dass ich das hier erworbene Wissen später auch gut in der Praxis einsetzen kann. |