FB Wirtschaftswissenschaften
Studienangebote
Wirtschaftspsychologie
Bewerber & Anfragen
Schlüsselqualifikationen und BWL-Inhalte
Welche Fähigkeiten und Schlüsselqualifikationen sind für Wirtschaftspsychologen und das Studium der Wirtschaftspsychologie wichtig?
Als Wirtschaftspsychologe arbeiten Sie an der Schnittstelle zweier Wissenschaften, die durchaus unterschiedliche Herangehensweisen haben: BWL und Psychologie. Sie arbeiten mit Ihrem psychologischen Wissen im betriebswirtschaftlichen Bereich (z.B. als TrainerIn, UnternehmensberaterIn oder OrganisationsentwicklerIn), liefern als DienstleisterIn Daten und Ergebnisse (z.B. Marktforschung, Werbung) oder wenden beides direkt an (z.B. Personalleitung).
Dies erfordert
Ihre Dozenten bemühen sich, Ihnen alles, was Sie brauchen, mitzugeben. Sie als Studenten müssen Ihrerseits das entsprechende Engagement mitbringen, um sowohl Fachwissen als auch Schlüsselqualifikationen zu erwerben. Wir arbeiten im Studiengang Wirtschaftspsychologie kooperativ zusammen und versuchen, gemeinsam mit Ihnen, den Studenten, im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses den Studiengang immer weiter zu verbessern.
Wirtschaftspsychologie - der Link zwischen Psychologie und BWL
Ein Studium der Wirtschaftspsychologie (kurz: Wipsy) zu beginnen, bedeutet, sich für die Kombination zweier beliebter Studienfächer zu entscheiden: BWL und Psychologie. Das Studium vereint Fächer aus beiden Richtungen und vermittelt damit sowohl psychologisches als auch kaufmännisches Wissen. Warum aber ist es sinnvoll, beide Sachgebiete miteinander zu verbinden?
Für viele Bewerber mag zunächst die Psychologie im Vordergrund stehen. Ist doch der Studienabschluss (ob nun Diplom oder Bachelor) auch der eines Wirtschaftspsychologen und nicht der eines Kaufmannes. Im Hauptstudium besteht die Möglichkeit, zwischen den Vertiefungen Personal und Marketing zu wählen. Aber auch, wenn das Wipsy-Studium diese Bereiche aus einem psychologischen Blickwinkel betrachtet, so dürfen doch die BWL-Anteile im Studium nicht allzu sehr vernachlässigt werden.
Irgendwann im Studium (vielleicht im Prüfungsstress, beim Kampf mit Zahlen und Diagrammen ;-)) taucht beim Wipsy-Studenten möglicherweise die Frage auf: Wenn ich Wirtschaftspsychologe werden will, wofür brauche ich denn VWL, KLR oder Controlling???
Aber genau das ist das Besondere an den Wirtschaftspsychologen. Sie beschränken sich nicht auf Psychologie allein, sondern beherrschen die Gratwanderung zwischen BWL und Psychologie, was sie reinen Psychologen dann voraus haben und auch ihr USP ausmacht. Ein Wipsy sollte in der Praxis immer auch wirtschaftlich denken können und Begriffe wie Kostenrechnung, Return on Investment und Balanced Scorecard - um nur einige wenige zu nennen - sollten für ihn eine Selbstverständlichkeit sein. Die meisten Wirtschaftspsychologen arbeiten später in Wirtschaftsunternehmen und brauchen dann auch das entsprechende Wissen, um die Sprache der Organisation zu verstehen, sie selbst auch sprechen zu können und als gleichwertiger Partner akzeptiert zu werden.
Wer nicht über den eigenen Tellerrand hinausschaut, wird es schwer haben, ernst genommen zu werden. So müssen sich bspw. Personaler nicht allein um die Personalabteilung kümmern, sondern auch die anderen Bereiche des Unternehmens kennen und mit verschiedenen Begrifflichkeiten aus den Bereichen vertraut sein, denn schließlich geht es im Personalbereich um den Mitarbeiter - und der arbeitet in diesen anderen Bereichen! Auch im Marketingbereich ist betriebswirtschaftliches Wissen wichtig, um Produkte erfolgreich zu vermarkten und dabei die Erfordernisse der Organisation zu berücksichtigen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Für einen Wirtschaftspsychologen gilt es, psychologisches Wissen glaubwürdig in die Wirtschaft einzubringen. Dies kann nur dann geschehen, wenn der Bereich „Wirtschaft“ mit all seinen Teildisziplinen KEIN Buch mit sieben Siegeln darstellt, sondern als ein Gebiet verstanden wird, welches zum Wissen eines Wirtschaftspsychologen einfach dazugehört.
Anja Hübner, Feburar 2005