1. Symposium "Tourismus und Entwicklungszusammenarbeit"

1. Symposium „Tourismus und Entwicklungszusammenarbeit“

1. SYMPOSIUM „TOURISMUS UND ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT
4gewinnt: Tourismusförderung und -politik als Chance für Wirtschaft, Entwicklungszusammenarbeit, Wissenschaft und Gesellschaft in Zentral- und Ostasien“

4./5. Juni 2018 an der Hochschule Harz

mit Unterstützung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

 

Der Tourismus ist einer der stärksten Wirtschaftszweige der Welt. Dabei liegen Wachstumspotentiale und Risiken oft eng nebeneinander. In einer sich ständig ändernden Welt unterliegt gerade der touristische Dienstleistungssektor permanent erheblichen Schwankungen. Bei der Reiseentscheidung von Touristen spielen grundsätzlich kulturelle Authentizität, die Unversehrtheit naturräumlicher Gegebenheiten, eine perfekte Servicequalität der Angebote, die einfache Zugänglichkeit zur Destination, aber auch das persönliche Bedürfnis nach Sicherheit und politische Strömungen in Zieldestinationen eine immer entscheidendere Rolle.

Gerade für Entwicklungs- und Schwellenländer (EL und SL) ist eine nachhaltige Tourismusentwicklung über alle Ebenen hinweg von großer Bedeutung, um Perspektiven für die Bevölkerung vor Ort zu schaffen, die Landflucht zu minimieren und um Armut zu bekämpfen sowie das natürliche und kulturelle Erbe zu bewahren. Hier kann die Entwicklungszusammenarbeit (EZ) im Rahmen ihrer Projekte und unter Nutzung ihres Wissens und ihrer Netzwerke als Schnittstelle zwischen der Tourismuswirtschaft und Anbietern vor Ort entscheidende Hilfestellungen geben und Zusammenarbeit ermöglichen, um entsprechende Mehrwerte für alle handelnden Akteure zu schaffen.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, touristische Leistungsträger, Investoren, Hochschulen, Wirtschafts- und Kulturattachés von Botschaften von EL und SL, Vertreter aus Politik, Verwaltung und Nichtregierungsorganisationen mit Projekten der EZ zum Nutzen und Vorteil aller Beteiligten zusammenzubringen und zu vernetzen. Hierbei geht es um Erweiterung des Kenntnisreichtums, den Willen zur Kooperation, eine zielgerichtete Kommunikation und die Konzentration auf Kernaufgaben.

Zur Erreichung dieser Ziele lädt die Hochschule Harz zum 1. Symposium „Tourismus und Entwicklungszusammenarbeit“ ein. Die Veranstaltung wird unterstützt von der GIZ. Das Symposium soll dazu beitragen, Schnittstellen zu bilden. Zudem soll es sich als Kommunikationsplattform für die verschiedenen Akteure etablieren. Auf dem Symposium soll es möglich sein, sich über bereits bestehende und vorgesehene Maßnahmen auszutauschen und neue Vorhaben auf den Weg zu bringen.

Da eine Konzentration für den Erfolg von Maßnahmen wichtig ist, steht das Symposium unter einem regionalen Bezug. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf Zentralasien (ZA) und in Teilen auf Ostasien (OA). Die deutsche EZ hat in der Vergangenheit Vorzeigeprojekte der Tourismusentwicklung in der Region etabliert und die Hochschule Harz konnte in den vergangenen Jahren intensive Kontakte nach Tadschikistan ins Pamir-Gebirge pfl egen. Zudem werden diese Länder zu den sich entwickelnden Zukunftsmärkten gerechnet. Folgende Länder in ZA und OA sind im Fokus: Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan sowie Laos und Kambodscha. Vietnam wird im Rahmen von Praxisbeispielen eingebunden.

4GEWINNT – MEHRWERTE SCHAFFEN FÜR:

Wirtschaft

  • Eintrittsmöglichkeit in neue Märkte (Türöffner) bzw. besserer Marktzugang / Investitionsmöglichkeiten in touristische Infrastruktur und darüber hinaus
  • Qualifizierung von Dienstleistern vor Ort – Qualitätsverständnis, Fachkräftegewinnung
  • Sensibilisierung / Soziales Gewissen, Förderung nachhaltiger Strukturen in den Unternehmen

Wissenschaft

  • Festigung und Ausbau der Internationalisierung
  • Kooperationen zwischen Hochschulen bspw. in Form eines Studierendenaustausches, Praktika in der Privatwirtschaft als auch in der EZ und deren Partnerorganisationen
  • Wissenschaftliche Begleitung von EZ Maßnahmen, wie z.B. Machbarkeitsstudien, Umsetzung von Pilot-Maßnahmen zwischen EZ, Wirtschaft und den Partnerländern
  • Wissenstransfer von Deutschland in die EL und SL, aber auch zurück
  • Duale Ansätze zur Ausbildung von Studierenden aus EL und SL in Zusammenarbeit mit deutschen Reiseveranstaltern, um somit Fachkräfte vor Ort zu sichern

Entwicklungszusammenarbeit

  • Plattform für Tourismus als wichtiger Bestandteil in der EZ
  • Entwicklung und Implementierung von Maßnahmen (u.a. develoPPP.de)
  • Steigerung der Bekanntmachung der Regionen im deutschen Kontext
  • Armutsreduzierung und Schaffung von Perspektiven, Verankerung von Einkommensstrukturen für lokale Bevölkerung

Gesellschaft / Politik

  • Kooperation zwischen Unternehmen aus Deutschland und Partnern aus SL und EL – neue Perspektiven schaffen, Sichtweisen ändern
  • Studentenaustausch sowie Fort- und Weiterbildung von Fachkräften
  • Tourismusentwicklung in EL und SL als Stabilisator der Wirtschaft und der Gesellschaft
  • Investitionen in EL und SL

PROGRAMM*

Das vollständige Programm finden Sie hier.

Programmpunkte

Individuelle Anreise der Teilnehmer nach Wernigerode

Montag, 4. Juni 2018

12.00 Uhr       Eintreffen der Teilnehmer, Registrierung und gemeinsamer Mittagsimbiss

13.30 Uhr       Eröffnung und Einführung in das 1. Symposium „Tourismus und Entwicklungszusammenarbeit“

14.15 Uhr       Deutsche Entwicklungszusammenarbeit und Gesellschaft

15.30 Uhr       Zentralasiatische Teepause

16.15 Uhr       Reiseveranstalter - Nachhaltigkeit - Aus- und Weiterbildung

Ab 19 Uhr       Abendveranstaltung auf Einladung des Ostdeutschen Sparkassenverbandes

Dienstag, 5. Juni 2018:

09.00 Uhr       Entwicklungspartnerschaften - Gemeinsam erfolgreich

09.30 Uhr       Best Practice Beispiele:
                          • Private Public Partnership
                          • Internationale Kommunalpartnerschaften
                          • Produktentwicklung für Reisen in Entwicklungs- und Schwellenländer. Herausforderungen für Reiseveranstalter
                          • Gesellschaft und Tourismus

10.55 Uhr        Zentralasiatische Teepause

11.30 Uhr        "Zugehört, Nachgefragt und Mitgemacht" - interaktive Plenumsdiskussion, Ausblick und Abschlussstatement zum 1. Symposium

13.00 Uhr        Ausklang bei einem gemeinsamen Mittagsimbiss

Wir freuen uns über Ihr Interesse am Symposium. Leider sind Anmeldungen aktuell nicht mehr möglich. Sie haben jedoch die Möglichkeit, sich auf die Warteliste setzen zu lassen. Senden Sie bitte dazu eine Email an mpoeschel(at)hs-harz.de.

*Programm unter Vorbehalt: Stand 11. April 2018

Fragen zur Organisation und Durchführung richten Sie bitte an:
Matthias Poeschel
Projektkoordinator Tourismus und Entwicklungszusammenarbeit
Institut für Tourismusforschung

Tel.: +49 3943 – 659-750
Fax: +49 3943 – 659-5750
Mobil: +49 160 4818-268
E-Mail: mpoeschel(at)hs-harz.de

Projektverantwortung
Prof. Dr. Axel Dreyer und Prof. Dr. Sven Groß
Institut für Tourimusforschung
www.hs-harz.de/itf

Hochschule Harz
Friedrichstraße 57-59
38855 Wernigerode

Übernachtungsmöglichkeiten

Im Hotel am Anger und im HKK Hotel Wernigeode stehen den Teilnehmern des Symposiums Abrufkontingente zur Verfügung. Informationen finden Sie hier. Kurtaxe fällt nicht an.


Hochschule Harz

Die Hochschule Harz ist eine der führenden Tourismushochschulen in Europa und liegt in der Mitte Deutschlands am Nordrand des Harzes in Wernigerode, bekannt auch als die „Bunte Stadt am Harz“. Mehr als 700 Studierende sind am Standort Wernigerode in vier verschiedenen touristischen Bachelor- und Master-Studiengängen eingeschrieben. Für die Lehre in diesen Studiengängen, für Forschung und Beratung wurde außerdem bereits 2013 das Institut für Tourismusforschung gegründet. Es fungiert seither als bewährte und anerkannte Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und ermöglicht in Projekten und Kooperationen einen reibungslosen Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis.

Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Zusammen wirken weltweit - Als Dienstleister der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und internationalen Bildungsarbeit engagieren wir uns weltweit für eine lebenswerte Zukunft. Wir haben mehr als 50 Jahre Erfahrung in unterschiedlichsten Feldern, von der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung über Energie- und Umweltthemen bis hin zur Förderung von Frieden und Sicherheit. Das vielfältige Know-how des Bundesunternehmens GIZ wird rund um den Globus nachgefragt – von der deutschen Bundesregierung, Institutionen der Europäischen Union, den Vereinten Nationen, der Privatwirtschaft und Regierungen anderer Länder. Wir kooperieren mit Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Akteuren und wissenschaftlichen Institutionen und tragen so zu einem erfolgreichen Zusammenspiel von Entwicklungspolitik und weiteren Politik- und Handlungsfeldern bei. Unser Hauptauftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).