„Studierende müssen lernen, Fehler zu machen.“

Zum Wintersemester hat Dirk Oberschachtsiek eine Professur für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Harz aufgenommen.

Bereits in seinem Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg setzte er den Schwerpunkt auf die Volkswissenschaftslehre. Seine anschließenden wissenschaftlichen Interessen umschreibt er mit den Schlagworten „Unternehmen, Humankapital und Forschungsdatenentwicklung“. Der heute 46-Jährige setzte in diesen Bereichen mehrere Projekte um, u.a. an seiner Alma Mater, am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg, dem Wissenschaftlichen Zentrum für Sozialforschung in Berlin sowie für den Bayrischen Industrie- und Handelskammertag in München und Ingolstadt. „Ganz nebenbei habe ich noch an der Leuphana Universität Lüneburg promoviert“, so Oberschachtsiek. Unmittelbar vor dem Antritt der Professur an der Hochschule Harz lehrte der begeisterte Segler mehrere Jahre an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Schwerin.

„Als Norddeutscher, der gerne seinen Winterurlaub im Harz verbringt“, fühlt sich Dirk Oberschachtsiek sehr wohl in Wernigerode. „Kleine Hochschulen werden von manchen vielleicht unterschätzt, aber das Gegenteil ist richtig: Das Campusleben hat sich gut etabliert, es gibt einen kollegialen Zusammenhalt und eine gute Atmosphäre.“ Als besonders reizvoll empfindet Dirk Oberschachtsiek den gemeinsamen Beginn mit vier weiteren Professorinnen und Professoren. „Dieser Aspekt eröffnet Chancen, das Fach neu zu platzieren. Wir können uns als neue Gruppe finden und einbauen. Dabei können die Grundlagendisziplinen gemeinsam wertvolle Beiträge leisten – sowohl für die Ausbildung der Studierenden als auch für die Forschung und den regionalen Wissenstransfer.“

Zukünftig möchte er den Dialog mit den Studierenden stärken – auch, da das Fach VWL seiner Erfahrung nach mehr motivierende Unterstützung benötigt als andere Disziplinen. Die Lehre in Corona-Zeiten ist dabei eine besondere Herausforderung. „Die Volkswirtschaftslehre bringt es mit sich, dass man sich auf ein anderes Denken einlassen muss als man es aus dem Alltag gewohnt ist - für die meisten bedeutet das viel Training. Hier hilft es, wenn Studierende gezielter lernen, auch Fehler zu machen – und das fällt in Präsenz leichter.“

07.01.2021
Autor/Autorin: Claudia Kepke
Fotograf/Fotografin: © Claudia Kepke
Bildrechte: © Hochschule Harz

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Prof. Dr. Dirk Oberschachtsiek

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