Gruppenbild zur Vergabe des VDI-Förderpreises, im Vordergrund: Preisträgerin Melanie Stolze

Von klein auf Fan der Automatisierung

Melanie Stolze erhält VDI-Förderpreis

Melanie Stolze darf stolz auf sich sein. Nicht nur, weil sie sich seit kurzem Bachelor of Engineering nennen darf, sondern auch, weil sie für ihre Bachelor-Arbeit ausgezeichnet wurde. Der Magdeburger Bezirksverein des Vereins Deutscher Ingenieure ehrte die 23-Jährige mit dem VDI-Förderpreis. Ihre Arbeit zählt also zu den besten Abschlussarbeiten in Sachsen-Anhalt im ingenieurwissenschaftlichen Bereich. Stolz darf die junge Absolventin auch darauf sein, damit etwas für die Umwelt getan zu haben. Es gelang ihr, eine mit Druckluft betriebene Anlage so zu optimieren, dass sie möglichst wenig Luft verbraucht und deshalb Strom spart. Unterstützt wurde sie dabei von Hochschulprofessor Dr. René Simon und den Mitarbeitenden der KSM Castings Group GmbH Wernigerode, wo sie schon als Werkstudentin tätig war.

Ihre Begeisterung für die Automatisierungstechnik entdeckte Melanie Stolze früh: „Meine Eltern sind selbstständig im Anlagenbau tätig.“ Interessiert schaute sie ihrem Vater als Kind bei der Arbeit zu und wollte mitmachen. „Mit zehn Jahren habe ich meinen ersten kleinen Schaltschrank verdrahtet. Er wurde später verbaut und die Anlage lief damit.“ Ein prägendes Erfolgserlebnis, das die Thüringerin zum Studium an die Hochschule Harz führte. Die Wahl, Smart Automation/Elektrotechnik zu studieren, traf sie wohlüberlegt, denn sie wollte inhaltlich bestens auf ein weiterführendes Master-Studium vorbereitet werden. Melanie Stolze will sich beruflich selbstständig machen. „Mein Plan ist, dass ich Unternehmen zu neuen, innovativen Lösungen im Bereich der Automatisierungstechnik verhelfe.“

Die Ferien für ein Praktikum nutzen

Dass sie als Frau in einer männerdominierten Arbeitswelt hier und da unter Beobachtung steht, nimmt sie gelassen hin: „Man muss sich erstmal beweisen, das ist ganz normal.“ Sie kennt die Bemühungen, mehr Frauen an technische Berufe heranzuführen und empfiehlt Mädchen, die Ferien für ein technisches Betriebspraktikum zu nutzen. „Dann merkt man schnell, ob es einem Spaß macht.“ Was Melanie Stolze außer der Automatisierungstechnik großen Spaß macht, ist das Puzzeln. Hierin sieht sie eine Verbindung zu ihrer beruflichen Leidenschaft: „Aus vielen keinen Teilen ein Gesamtes machen.“ Dabei nimmt sie sich gerne viel vor. Sage und schreibe 32.000 kleine Puzzleteilchen müssen zu einem sechs Meter breiten und zwei Meter hohen Foto von New York zusammenfügt werden. Ein echtes Großprojekt.

Dankbar blickt Melanie Stolze auf das schon Erreichte: „Mein Dank geht an alle, die es mir ermöglicht haben, meine Leistungen so erfolgreich erbringen zu können.“ Neben dem Studium seien Ehrgeiz, Selbstdisziplin und der eigene Wille weitere Bausteine im Fundament ihres Erfolgs gewesen.

Wer mehr über den Studiengang Smart Automation/Elektrotechnik erfahren möchte, kann sich hier umsehen: www.hs-harz.de/sat-elektrotechnik

25.08.2020
AutorIn: Katharina Reif
Bildrechte: © Viktoria Kühne

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