Familiengerechte Hochschule

Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie auf dem Prüfstand


„audit familiengerechte hochschule“ an die Hochschule Harz verliehen


Nachdem die Hochschule Harz bereits seit 15 Jahren den Ausbau familienfreundlicher Maßnahmen für Studierende und Mitarbeiter voranbringt, wurde dieses Engagement erstmals 2012 mit der Zertifizierung „audit familiengerechte hochschule“ durch die berufundfamilie gGmbH, einer Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, gewürdigt. Die Re-Akkreditierung erfolgte 2015, die offizielle Übergabe des Zertifikats im Beisein von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig wurde Mitte des Jahres 2016 in Berlin nachgeholt.

Der Audit-Verleihung vorausgegangen waren Datenerhebungsprozesse sowie ein ganztägiger Auditierungsworkshop mit Vertretern der Studierenden, der Hochschulleitung sowie MitarbeiterInnen unter externer Moderation einer erfahrenen Auditorin. Im Ergebnis dieses Erfahrungsaustauschs wurden der Bestand an vorhandenen Angeboten begutachtet und weiterführende Ziele familiengerechter Studienbedingungen sowie einer familienbewussten Personalpolitik definiert. Die daraus resultierenden Maßnahmen werden nun innerhalb der folgenden drei Jahre umgesetzt.

„Für die aktuelle Laufzeit des ‚audit familiengerechte hochschule‘ bis zum Herbst 2018 haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere familienbewusste Hochschulkultur weiter zu etablieren, ergänzende Verbesserungspotenziale zu identifizieren sowie Informationen über unsere familiengerechten Maßnahmen stärker zu bündeln und intern sowie extern zu kommunizieren“, fasst Hochschul-Rektor Prof. Dr. Folker Roland zusammen. So wurde – orientiert am Beispiel des Wernigeröder Standortes – eine vertraglich abgesicherte Kinderbetreuung während der Tagesrandzeiten für die Studierenden am Halberstädter Fachbereich Verwaltungswissenschaften erreicht. „Wir zielen mit unserem Engagement darauf ab, die Bedingungen für studierende Eltern sowie MitarbeiterInnen mit Familienpflichten weiter zu verbessern, um die Situation für alle Hochschulangehörigen mit Familienaufgaben zu erleichtern und die Attraktivität der Hochschule durch ein familienbewusstes Image zu steigern“, so Roland, selbst zweifacher Familienvater.

Weitere kürzlich erfolgte Maßnahmen reichen von einer angepassten Prüfungsordnung zur besseren Vereinbarkeit von Studium und Familie über die Integration von Themen aus den Bereichen Prävention, Gesundheit und Pflege in der monatlich stattfindenden Vortragsreihe „GenerationenHochschule“ hin zur Einrichtung von Still- und Wickelräumen an beiden Hochschulstandorten und deren Erweiterung durch das Aufstellen von attraktiven Spieleboxen.

„Darüber hinaus ist es uns wichtig, die Zufriedenheit unserer MitarbeiterInnen zu stärken sowie die Attraktivität der Hochschule als familienfreundlicher Arbeitgeber weiter zu erhöhen“, erklärt Hochschulleiter Roland. Eine flexible Gleitzeitregelung, kurze Abstimmungswege zwischen Mitarbeitern und Führungskräften sowie ein buntes Veranstaltungsprogramm mit einem hohen Anteil familienfreundlicher Angebote – von der KinderHochschule, über das Campusfest, bis hin zur GenerationenHochschule – sind schon jetzt tragende Säulen einer familienbewussten Atmosphäre. Darauf aufbauend sollen das betriebliche Gesundheitsmanagement an der Hochschule weiter ausgebaut sowie Rahmenvereinbarungen zur Nutzung eines flexiblen Arbeitsortes aus familiären Gründen festgeschrieben werden.

"Wir zielen mit unserem Engagement darauf ab, die Bedingungen für studierende Eltern und Mitarbeiter(innen) mit Familienpflichten weiter zu verbessern",

 

Prof. Dr. Folker Roland, Rektor

Cornelia Volkert

Referentin für die Gleichstellungsarbeit

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