Forschungsnews

„eIDAS-Erweiterungen für eID-Szenarien“ in Hochschulen, Wirtschaft und Verwaltungen“, Berlin 8.6.2017

TREATS Workshop
Prof. Hermann Strack & Olaf Rohstock (Governikus KG)
LSA Finanz - Staatssekretär Michael Richter
TREATS/eIDAS-Workshop in der Berliner Landesvertretung des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Hermann Strack

Von Zielen, Vorhaben sowie ersten Ergebnissen und Anwendungsmöglichkeiten des Projektes TREATS (Trans-European-AuThentication Service), im Kontext der europäischen eIDAS-Umsetzung, konnten sich interessierte Besucher am 8. Juni 2017 in der Berliner Landesvertretung des Landes Sachsen-Anhalts im Rahmen eines Workshops überzeugen. Acht deutsche Projektpartner haben sich zu einem Konsortium, unter Leitung der Governikus KG zusammengeschlossen und das Projekt TREATS ins Leben gerufen. Projektgegenstand des EU-CEF-geförderten Projektes, ist die Herbeiführung einer Interoperabilität zwischen europäischen eID-Infrastrukturen und -Anwendungen. Die Strategie Europa 2020 unterstützt mit der Connecting Europe Facility (CEF) Vorhaben, die transeuropäische Netze stärken. Mit Inkrafttreten des eID-Teils der eIDAS-Verordnung (EU) zum September 2018 wird die eID-Nutzung europaweit anerkannt und harmonisiert, so wird es zukünftig leichter mit Behörden, Ämtern und Hochschulen zu interagieren – und das europaweit. Erste Ergebnisse der einzelnen Projektpartner wurden auf dem Workshop am 8. Juni 2017 vorgestellt. Dr. Hermann Strack, Professor für Netzwerkmanagement und praktische Informatik an der Hochschule Harz, stellte im Rahmen des Workshops in der sachsen-anhaltischen Landesvertretung in Berlin erste Ergebnisse des TREATS Teilprojektes an der Hochschule Harz vor. Die eIDAS-Umsetzung bietet rechtskonforme -europäische Erweiterungen für eID-Applikationen, die über den Hochschulkontext hinaus sinnhaften Nutzen für Bewerber/Studierende, Hochschulen, Wirtschaft und Verwaltungen stiften können. Dazu gehörten Szenarien, wie eID-gestützte Immatrikulation oder Gastaufenthalte/Praktika ausländischer Studienbewerber, gesicherte Passwort/Credential-Erneuerungen aus der Ferne oder eine Echtzeitverifikation von Studierenden während einer Prüfung, wie auch die damit europaweit mögliche elektronische Vorbereitung von F&E-Kooperationen aus der Ferne. Im weiteren Rahmen wurden auf dem Workshop, auch vor dem Hintergrund aktueller gesetzlicher Anpassungen in Deutschland, entsprechende eIDAS-Anwendungsbereiche der öffentlichen Verwaltung wie im Meldewesen, bei Servicekonten bzw. -portalen, im Rahmen von E-Government-Strategien des Landes, sowie von Hochschulen und im Bereich Qualifikation vorgestellt und weitere Lösungsvorschläge zur Erweiterung von eIDAS-Anwendungsbereichen mithilfe der eID erarbeitet und Synergien aufgezeigt. Es gab einen lebendigen Austausch über die derzeitige Stellung der eID innerhalb der Gesellschaft auch bzgl. europäischen Sicherheits- und Datenschutz-Kontexten und Stärkung entsprechender Kompetenzen. Darüber hinaus wurden zugeordnete Impulse zur weiteren Verbesserung u.a. im Bildungsbereich erarbeitet werden. Weitere Anwendungsszenarien mit eIDAS-Umsetzungen, die weit über das Campusmanagement hinausreichen (z.B. im Kontext der sogenannten Wirtschaft 4.0) werden an der Hochschule Harz erforscht.

Die Vortragsfolien können unter folgendem Link heruntergeladen werden:

https://netlab.hs-harz.de/TREATSWS/

Weitere interessante Links zu diesem Thema finden Sie unter:

europa.eu/!YU89Yj

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektronische-Identifizierung-eIDAS-ist-die-Chance-fuer-ein-selbstbewusstes-Europa-3739714.html

https://www.bundesdruckerei.de/de/4642-deutsche-eid-infrastruktur-wird-eidas-faehig

http://netlab.hs-harz.de/research/PM__TREATS_EU-CEF-eIDAS-Jan2017.pdf

http://www.die-bank.de/news/eid-funktionen-europaweit-nutzen-8568/

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektronische-Signaturverordnung-eIDAS-ist-gestartet-wie-geht-es-weiter-3252396.html