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Studentin aus Weißrussland erhält 10. DAAD-Preis an der Hochschule Harz

Jekaterina Sporleder aus Dobrusch in Weißrussland (Mitte) erhielt den 10. DAAD-Preis an der Hochschule Harz. Rektor Prof. Dr. Folker Roland und Prorektorin Prof. Dr. Louisa Klemmer würdigten Leistung und Engagement der angehenden Unternehmensberaterin.
Angehende Unternehmensberaterin für Leistung und Engagement geehrt

Jekaterina Sporleder aus Dobrusch in Weißrussland ist Lehrerin, Dolmetscherin, studierte Touristikerin, Absolventin des Master-Studiengangs Business Consulting, Mutter und nun auch Trägerin des 10. DAAD-Preises, der an der Hochschule Harz verliehen wurde. „Der Deutsche Akademische Austauschdienst würdigt auf diesem Weg ausländische Studierende, die besondere akademische Leistungen erbringen und sich durch interkulturelles oder gesellschaftliches Engagement auszeichnen“, erklärt Prof. Dr. Louisa Klemmer, Prorektorin für Studium, Lehre und Internationalisierung, in ihrer Laudatio. Dotiert ist der Preis mit 1.000 Euro.

Die Laudatorin lernte die Preisträgerin bereits im Rahmen ihres Tourismusmanagement-Studiums kennen, betreute ihre Bachelor-Arbeit und erkannte früh ihr großes Potential. „Dass Jekaterina Sporleder eine extrem leistungsstarke Studentin ist, zeigt ihr gewichteter Notendurchschnitt von 1,49. Diese Leistung verdient auch deshalb besondere Anerkennung, da sie als junge Mutter alle Prüfungen im ersten Versuch bestanden hat“, so die Professorin für BWL/ Tourismusmanagement. Professorin Klemmer ist selbst international aufgewachsen und hat in den USA studiert und promoviert. Sie nutzte den feierlichen Rahmen in der Wernigeröder Rektoratsvilla, um den Stellenwert von Internationalität zu betonen: „Die ausländischen Studierenden sind nicht nur im Harz, sondern in ganz Deutschland eine Bereicherung.“

Bevor Jekaterina Sporleder ihr Studium in Wernigerode aufnahm, erlangte sie an einem staatlichen pädagogischen College in Weißrussland sowie der Staatlichen Linguistischen Universität Minsk Abschlüsse als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache. „Ich freue mich, dass ich mich damals für ein Studium in Wernigerode entschieden habe. Die Hochschule Harz habe ich als eine Stätte der Sozialisation und Integration kennengelernt. Durch Freunde und Kollegen fühle ich mich in Deutschland willkommen“, berichtet die Preisträgerin in fließendem Deutsch. Durch ihr Engagement möchte sie etwas zurückgeben: Sie war während eines Ärzteaustausches mit dem „Kinder von Tschernobyl der Region Halberstadt e.V.“ als Dolmetscherin tätig, hilft osteuropäischen Auszubildenden bei der Integration und unterstützt russischsprachige Eltern in der Kindertagesstätte ihres sechsjährigen Sohnes. Die Verleihung des DAAD-Preises bedeutet ihr viel: „Es gibt mir das Gefühl, in Deutschland angekommen zu sein.“