Porträt des Monats

Katja Betker

Katja Betker

Leiterin des Akademischen Auslandsamtes bringt Beruf, Familie und Studium unter einen Hut

Der Beginn des Wintersemesters markiert alljährlich auch für das Akademische Auslandsamt eine ereignisreiche Zeit. „Anfang September reisen unsere ‚Incomings‘ an. Aktuell begrüßen wir 58 Austauschstudierende aus 13 Ländern, die ein bis zwei Semester bleiben. Dazu kommen noch einige ‚Regelstudierende‘, also junge Ausländerinnen und Ausländer, die ihr gesamtes Studium an der Hochschule Harz absolvieren“, berichtet die Leiterin Katja Betker. „Damit schon der Semesterstart erfolgreich verläuft, bietet die Hochschule Harz Orientierungstage an. Die Neuankömmlinge lernen noch vor Beginn der Lehrveranstaltungen Hochschule und Campus kennen. Die 34-Jährige erklärt: „Die Abend- und Freizeitaktivitäten verbringen die internationalen Studierenden gemeinsam mit ihren deutschen Kommilitonen, sie sind also sofort nicht nur willkommen sondern auch integriert.“

Die junge Mutter – Töchterchen Florentine feiert demnächst ihren zweiten Geburtstag – wurde mit nur 26 Jahren Chefin des Akademischen Auslandsamtes. „Ich mag den Abwechslungsreichtum meines Jobs, wir unterstützen die Arbeit der Fachbereiche, begleiten internationale Studierende in einer spannenden Lebensphase und ebnen jährlich über 120 ‚Outgoings‘ den Weg. So bezeichnen wir die einheimischen Studierenden, die meist für ein Semester an einer unserer 76 Partnerhochschulen studieren“, erklärt die gebürtige Sangerhäuserin. Das Angebot ist groß: Aus bis zu 30 Ländern können junge Weltenbummler wählen.

Katja Betkers Karriereweg begann mit dem Studiengang Öffentliche Wirtschaft in Wernigerode, dem Vorgänger des heutigen Bachelor-Programms BWL/Dienstleistungsmanagement. Sie konzentrierte sich auf Bildungs- und Kulturmanagement, wollte ursprünglich in einem Museum arbeiten und interessierte sich für Eventmanagement. „Nach meinem Abschluss begann ich an der Hochschule Harz in einem Forschungsprojekt zu arbeiten, es ging um die Entwicklung einer Planspielplattform – immerhin mit Bezug zu Museen“, erinnert sich die Blankenburgerin. Es folgten weitere Projekte – nun mit internationalem Charakter und Fokus auf Marketing. Wenig später übernahm sie die Führungsposition, die sie bis heute bekleidet. Sie ist stolz auf die gute Sichtbarkeit ihrer Abteilung im Hochschulgefüge und die starke Serviceorientierung.

Entspannung und Ausgleich findet Katja Betker bei ihrer kleinen Familie. „Es wird viel gegrillt im Hause Betker. So ist das eben, wenn man einen Thüringer geheiratet hat“, erzählt sie lachend. Das Kennenlernen von Ehemann Lutz verdankt sie übrigens auch der Hochschule Harz: „Meine jetzige Schwägerin war damals meine Kommilitonin, wir freundeten uns an und auf ihrer Hochzeit stellte sie mir ihren Bruder vor.“ Der gelernte Tischler baut heute Züge in Salzgitter. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist beiden wichtig. „Meine Kolleginnen und ich sind ein tolles Team, dadurch kann ich in Teilzeit arbeiten so lange Florentine klein ist. Sowohl privat als auch beruflich ist Arbeitsteilung, Kommunikation und Vertrauen wichtig“, betont die Diplom-Kauffrau. Das Akademische Auslandsamt konnte unter ihrer Leitung die Anzahl der Hochschulkooperationen und Austauschstudierenden beträchtlich steigern. Kein Grund sich auszuruhen: Katja Betker ist im berufsbegleitenden Studiengang Bildungs- und Wissenschaftsmanagement an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg eingeschrieben. Der Abschluss ist zum Greifen nah. Sie verrät: „Meine Master-Arbeit wird sich natürlich um Internationalisierung drehen.“