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Bachelorarbeit zum Thema „Geplante Obsoleszenz“ am Fachbereich Automatisierung und Informatik der Hochschule Harz

23. Mai 2017

In Kooperation mit dem Verein „Murks – nein danke e.V.“ hat Peter Schaper kürzlich seine Bachelorarbeit fertiggestellt und erfolgreich verteidigt. In seiner Bachelorarbeit beschäftigt sich der Informatiker mit der Konzeption und Umsetzung einer mobilen App, die das Melden von Elektrogeräten ermöglicht, bei denen geplante Obsoleszenz vermutet wird. Die Meldungen gehen in eine Datenbank ein, so dass darauf aufbauend ermittelt werden kann, welche Geräte inklusive der Hersteller besonders oft dem Vorwurf der geplanten Obsoleszenz ausgesetzt sind. Diese App stellt einen Startpunkt im Rahmen möglicher weiterer Entwicklungen dar, die u. a. in einem „Barometer“ münden könnten, dass entsprechende „Hitlisten“ vorzeitig schadhafter Geräte zeigt, oder auch einer Karte, die möglicherweise Hinweise auf geographische Schwerpunkte im Bereich der geplanten Obsoleszenz gibt. Zielsetzung ist die Sensibilisierung für diesen, wirtschaftlich durchaus bedeutsamen, Aspekt der bewussten Verkürzung der Lebensdauer von Elektrogeräten. Gleichzeitig soll eine Abwendung vom Paradigma der „Wegwerfgesellschaft“ gefördert werden. Viele Geräte – wie auch andere Produkte, z. B. Textilien, Möbel u.v.m. – könnten oft mit wenigen Mitteln repariert werden, bevor sie im Müll landen oder gar illegal ins Ausland geschafft und dort entsorgt werden. Die Einschränkung der Praxis der geplanten Obsoleszenz bedeutet somit eine Hinwendung zu nachhaltigeren Wirtschaftsweisen. Die Bachelorarbeit von Peter Schaper, bereut von Prof. Dr. Hardy Pundt und Dipl.-Betriebswirt Stefan Schridde, dem Begründer des o. g. Vereins und Verfasser des Buches „Murks – nein Danke!“, setzt Maßstäbe und wird hoffentlich zu weiteren Aktivitäten in diesem Bereich führen.