Interviews mit Absolventen, Studierenden und Dozenten des Studiengangs Medieninformatik

Stefanie Müller,
Absolventin BA Medieninformatik

— Wie bist du auf deinen Studiengang Medieninformatik gekommen?
Ein guter Freund von mir studierte bereits im Studiengang Medieninformatik. Während meiner Schulzeit besuchte ich ihn an der Hochschule Harz und war sofort begeistert von den Projekten, die er während seines Studiums anfertigte. Für mich war es schon immer wichtig interdisziplinär zu arbeiten, daher war der Studiengang Medieninformatik genau das richtige: Als Student lernt man nicht nur alle wichtigen Aspekte des Programmierens, sondern kann gleichzeitig noch in 3D Animation, Film, Sounddesign, Visual Effects, Human Computer Interaction, Illustration etc. Projekte umsetzen.

— Was hat dich dazu bewegt, die Hochschule Harz in Wernigerode als Studienort zu wählen?
Für mich waren immer die Inhalte des Studiums und die Betreuung durch die Professoren wichtiger als ein bestimmter Standort. Natürlich sind Großstädte wie Berlin oder München als Standort attraktiver, allerdings ist das Mentoring durch die Professoren wirklich einzigartig an der Hochschule Harz weil die Studiengänge nur 20-30 Studenten pro Jahrgang haben und die Professoren daher immer Zeit haben falls man eine Frage hat. Das hilft enorm um sich schnell weiter zu entwickeln.

— Was hat dir an der Hochschule Harz am besten gefallen?
Die interdisziplinäre Arbeit im Studiengang, die Betreuung durch die Professoren, und der Zusammenhalt der Studenten bei Gruppenprojekten.

— Was war im Studium besonders spannend?
Es gibt sicher nur sehr wenige Studiengänge, die ein so breites Spektrum an Wissen vermitteln und bei denen man in so viele Berufsfelder Einblick erhält. Ich fand es außerdem sehr spannend, dass fast alle Prüfungsleistungen als praktische Projekte abgelegt worden, d.h. zum Beispiel für das Fach Computergraphik erstellen wir am Ende eine programmierte Anwendung mit OpenGL oder für das Fach 3D Animation einen 3D Film anstatt einer schriftlichen Prüfung. Das war zwar wesentlich mehr Arbeit als eine Klausur, hat aber allen Beteiligten am Ende viel mehr an Wissen gebracht und war auch gut für das Portfolio mit dem man sich am Ende des Studiums für einen Arbeitsplatz bewirbt.

— Wo und als was arbeitest du jetzt?
Ich bin derzeit Doktorandin am Lehrstuhl für Human Computer Interaction am Hasso Plattner Institut in Potsdam.

— Wie bist du dorthin gekommen?
Für das letzte Semester meines Bachelors hatte Professor Reckter (jetzt FH Mainz) mir einen Praktikumsplatz an der University of British Columbia in Vancouver, Kanada, organisiert. Ich habe dort sechs Monate im Media and Graphics Interdisciplinary Centre mit Professor Fels an einem Forschungsprojekt gearbeitet. Einen Teil meiner Bachelorarbeit habe ich dann als Poster auf einer internationale Konferenz eingereicht, die UIST (User Interface and Technology) auf der das Poster dann auch angenommen wurde. Dank der finanziellen Hilfe der Hochschule Harz konnte ich dann auch nach New York fliegen und meine Arbeit dort vorstellen. Auf der Konferenz habe ich dann Professor Baudisch vom Hasso Plattner Institute getroffen und er hat mich eingeladen in Potsdam am Human Computer Interaction Lab vorbeizuschauen. Ich habe dann dort einen Vortrag gehalten und Professor Baudisch meinte anschließend, dass ich doch den Master am Hasso Plattner Institut machen soll und wenn alles gut läuft ich dann als Doktorandin anfangen kann. Da ich langfristig schon immer eine Karriere an der Uni angestrebt habe, war das für mich eine tolle Chance und ich bin sehr froh dass alles so gut gelaufen ist.

— Was von dem, was du hier studiert hast, zeichnet dich dort besonders aus?
Das breite Wissen in verschiedenen Bereichen, interdisziplinäres Denken, gute Managementfähigkeiten, und die Fähigkeit auch in kurzer Zeit ein sehr gutes Ergebnis liefern zu können.

— Wem würdest du diesen Studiengang empfehlen und welche Voraussetzungen sollte man deiner Meinung nach mitbringen?
Dieser Studiengang ist ideal für jeden der sowohl technische Fähigkeiten mitbringt als auch kreativ arbeiten möchte. Medieninformatik ist weder ein reiner Designstudiengang noch ein reiner Informatikstudiengang, sondern eine fantastische Mischung aus beidem.

www.stefaniemueller.org

Martin Lingnau,
Absolvent Medieninformatik, Diplomstudiengang

Mein Name ist Martin Lingnau und ich war im allerersten MI-Jahrgang 1997. Ich arbeite momentan als Executive Creative-Director in der Agentur Holzhuber Impaction in Wien, Österreich.

– Welche Fähigkeiten aus dem Studium helfen dir heute noch?

Gerade in der Aufgabe, die ich heute ausübe, ist es sehr wichtig, einen möglichst großen Überblick über möglichst viele Bereiche des Mediensektors zu haben und das habe ich damals hier mitgenommen.

– Kannst du Tipps für den Arbeitsalltag geben?

Also, mutig sein ist ganz wichtig. Ich arbeite in einer Kreativagentur und das kommt natürlich immer drauf an, in welchen Bereich man nach dem Studium geht. Aber in Werbeagenturen ist es natürlich total wichtig, nicht mit zuviel Respekt in das Unternehmen zu gehen, in dem man startet, sondern mutig zu sein und voran zu gehen. Und man darf da nicht schüchtern sein, also man muss die Dinge anpacken. Ich meine, das hängt natürlich auch von der Agentur ab und wenn es eine gute Agentur ist, dann wird einem auch der Freiraum gegeben und den muss man sich einerseits auch einfordern, aber auch einfach mitbringen, das ist denke ich ganz wichtig.

– Hast du einen wertvollen Hinweis für Studienanfänger?

Insbesondere im Studium hat man natürlich viel, viel mehr Freiheiten und Freiraum, als nachher in der Arbeitswelt und sich auszuprobieren, das Angebot annehmen, die Chance in dem Ausmaß frei sich zu entfalten, hat man sicher nicht noch einmal. Später hat man immer Kunden, die viele gute Ideen halt beeinflussen, sagen wir es mal so, und die Zeit, das muss man sehr bewusst erleben, denke ich, und auskosten.

Christin Mainzer,
Studierende BA Medieninformatik

Ich bin Christin Mainzer, bin 24 Jahre alt, studiere im 4. Semester. Ich habe vorher schon eine Ausbildung gemacht als Mediengestalterin und hatte schon immer irgendwie überlegt, ob ich nochmal Informatik studiere. Und ich fand eigentlich, das Medieninformatik ein guter Mix dazwischen ist.


– Wie ist der Umgang untereinander? 

Ich find es sehr gut, dass es so kleine Studiengänge sind, dass man einfach jeden kennt und mit jedem irgendwie Kontakt hat, zumindest mit denen, die in der Vorlesung noch da sind. Und ich finde es schon gut, dass es alles so ziemlich persönlich ist.

– Drei Dinge, die man für das Studium braucht? 

Ich würde sagen, man braucht auf jeden Fall sehr viel Motivation, am besten genauso motivierte Kommilitonen und auf jeden Fall eine Versicherung bei der Medienleihe.

Denise Wenzel,
Studierende BA Medieninformatik

Mein Name ist Denise Wenzel. Ich bin 24 Jahre alt und ich bin mittlerweile im 6. Semester im Studiengang Medieninformatik.

– Wie bist du auf den Studiengang aufmerksam geworden?

Da ich schon beim Abitur Informatik als Schwerpunkt hatte, habe ich mich dafür entschieden Medieninformatik zu machen, weil ich auch in die Medienrichtung gehen wollte.

– Was war dein bisher spannendstes Projekt im Studium?

Das war im, ich glaube dritten Semester, und zwar Projektmanagement und Human Computer Interfaces. Da sollten wir als Gruppe zusammen ein Projekt aufstellen, mit einem Prototypen gekoppelt und dieses Ganze auch vermarkten usw. Für mich hat das bisher am meisten Spaß gemacht und war auch am spannendsten.

– Wie praxisnah ist der Studiengang Medieninformatik für dich?

Sehr praxisnah. Also man kann sehr viele Erfahrungen im praktischen Bereich bereits beim Studium sammeln, auch am Ende des Studiums hat man auf jeden Fall viel an Arbeitsvorlagen vorzuweisen, um sich gut bewerben zu können.

Sebastian Fick,
Studierender BA Medieninformatik

Mein Name ist Sebastian Fick. Ich studiere Medieninformatik hier an der Hochschule Harz im 4. Semester. Ich bin 19 Jahre alt und komme aus Nordrhein-Westfalen.

– Was hat dich dazu bewogen nach Wernigerode an die Hochschule Harz zu kommen?

Und zwar hatte ich eigentlich vorgehabt, Mediendesign zu studieren, weil ich dachte, dass mir das vielleicht ganz gut liegen würde. Mein Vater hat mich dann kurzerhand hierher an die Hochschule Harz entführt mit den Worten: "Die haben hier was Ähnliches, das gucken wir uns mal an." Ich fand einfach den Campus und die Atmosphäre am Campusfest, das war einfach so locker und schön. Der Fächermix bei Medieninformatik hat mich irgendwie angesprochen, obwohl ich überhaupt keinen Programmierhintergrund habe, da habe ich mir gedacht, hier musste hin.

– Wie bist du auf den Studiengang aufmerksam geworden?

Den Mix - den Fächermix finde ich eigentlich in sofern ganz gut, dass man halt einen Ausgleich hat. Je nachdem, in welche Richtung man veranlagt ist, muss man sich in der anderen Richtung mehr anstrengen. Man lernt Neues dazu, ich konnte zuvor noch nichts programmieren, ich hatte in der Schule kein Informatik gehabt, aber hier wird das von Anfang an einem richtig freundlich beigebracht. Man muss natürlich mitmachen und sich engagieren, sonst bleibt man auf der Strecke, aber wenn man die Übungen wirklich macht und sich reinhängt, dann geht das super weg, dann kriegt man das drauf.

– Wie praxisnah ist der Studiengang für dich?

Was jetzt so die praktische Anwendung des Lernstoffs angeht, ist es sehr praxisnah. Ich würde das Studium nicht als theorielastig beschreiben. Man kriegt viele Aufgaben und viele Projekte, die halt einfach einen dazu zwingen, sich mit dem Stoff zu befassen und es auch anzuwenden und das finde ich gut.

Marcel Wemmer,
Studierender BA Medieninformatik

Ich bin der Marcel Wemmer, im zweiten Semester, studiere Medieninformatik, bin 21 und mein Lieblingsfach ist eigentlich jetzt momentan Filmschnitt oder Filmtechnik.

– Was war dein bisher spannendstes Projekt?

Das spannendste aus dem ersten Semester fand ich jetzt irgendwie Audiotechnik, weil an sich kannte ich das eigentlich noch nicht und wir mussten ja Interviews durchführen und Gedichte mit Tönen unterlegen und das hat eigentlich ganz schön Spaß gemacht. Das fand ich am Ende ziemlich gelungen.

– Wie nah ist der Studiengang Medieninformatik an der Praxis?

Also, was wir zum Beispiel hatten, war Audiotechnik, da arbeiten wir mit ProTools oder Fototechnik, wo wir eine Fotoreihe von 20 Bildern abgeben müssen, die dann auch in Photoshop oder anderen Programmen bearbeitet werden müssen. Deswegen ist das eigentlich ziemlich praktisch.

– Drei Dinge, die man für das Studium braucht?

Also spontan würde ich jetzt auf jeden Fall sagen man sollte kreativ sein, dann zielstrebig, damit man die Aufgaben auch wirklich gut meistert und ja, man sollte auf jeden Fall Spaß haben am Studium.

Nils Mathias,
Studierender BA Medieninformatik

Ich bin Nils, bin 23 Jahre alt, studiere jetzt im 6. Semester und interessiere mich sehr für Film.

– Was war Dein bisher spannendstes Projekt im Studium?

Am anstrengendsten, aber auch am meisten Spaß hat es gemacht, glaub ich, den Film im 2. Semester zu drehen. Drehbuch zu schreiben, eine eigene Idee umzusetzen und das hat mir schon sehr viel Spaß gemacht. Und es war auch sehr spannend.

– Wie ist der Umgang mit den Dozenten?

Ja, man wird natürlich ziemlich gefordert, speziell von den Dozenten. Die merken natürlich auch, wenn mal einer ein bisschen weniger macht. Aber man wird auch oft gelobt, wenn man ein gutes Projekt abgeschlossen hat und das motiviert natürlich auch, weiter Vollgas zu geben.

– Wie praxisnah ist der Studiengang Medieninformatik für Dich?

Da ich neben dem Studium auch nebenberuflich tätig bin, kann ich schon einiges aus dem Studium direkt anwenden und das hilft mir schon sehr.

– Drei Dinge, die man für das Studium braucht?

Auf jeden Fall Durchhaltewille, Engagement und Interesse für den Studiengang.

Stefan Erhardt,
Studierender BA Medieninformatik

Mein Name ist Stefan Erhardt, ich bin 29 Jahre alt und im achten Semester der Medieninformatik.

– Was war dein bisher spannendstes Projekt im Studium?

Am spannendsten war für mich das Eigenprojekt, welches ich mir selbst aussuchen und präsentieren durfte. Mit diesem Projekt habe ich mich auch am ausführlichsten beschäftigt und am meisten dabei gelernt. Als Gruppenprojekt würde ich das Jahresprojekt nennen wollen. Es war ein Projekt, was von zwei Studiengängen bearbeitet wurde. Einmal von der Medieninformatik und einmal von der Wirtschaftsinformatik. Dort waren wir zehn Leute und es war das Projekt des Touch-Tisches in der Bibliothek.

– Wie ist der Umgang untereinander und mit den Dozenten?

Ich kann mich noch gut erinnern: Wir wurden zum Erstsemester-Grillen von den Dozenten, sowie den höheren Semestern begrüßt. Da fängt es schon an. Man sieht, hier ist ein sehr enger Kontakt zwischen den verschiedenen Jahrgängen, sowie ein bisschen ein familiäres Verhältnis, weil man sich oft begegnet. Dozenten laufen einem auf dem Campus über den Weg, es gab sogar schon gemeinsame Kneipen-Besuche.

Julia Wessle,
Studierende BA Medieninformatik

Ich heiße Julia Wessle, bin 31 Jahre alt, studiere jetzt mittlerweile im 8.Semester und mein Lieblingsfach ist alles was in Richtung Gestaltung geht und Projektarbeiten sind.

– Was war dein bisher spannendstes Projekt?

Das spannendste Projekt war für mich unser Jahresprojekt, da konnten wir unsere erworbenen Kenntnisse das erste Mal mit echten Auftraggebern ausprobieren, haben ganz viel im Team zusammengearbeitet und das hat mir unglaublich Spaß gemacht.

– Heute schon gegessen?

Ich hab mir heute einen leckeren Salat in der Mensa zusammengestellt und den mit meiner Freundin zusammen draußen in der Sonne gegessen.

– Was war deine größte Herausforderung im Studium?

Die größte Herausforderung war für mich definitiv die Programmierung, weil ich ganz ohne Vorkenntnisse ins erste Semester gestartet bin, aber durch die Unterstützung meiner Kommilitonen und ganz viel Fleiß, habe ich mittlerweile alle Prüfungen bestanden.

– Würdest du dich wieder für den Studiengang entscheiden?

Ja, weil mir besonders gut gefällt, dass wir hier in so viele verschiedene Bereiche, wie Film, Animation, Foto, Programmierung Einblicke bekommen.

– Wie ist der Umgang untereinander und mit den Dozenten?

Dadurch, dass wir so eine kleine Hochschule sind, ist der Umgang miteinander sehr familiär und unsere Dozenten haben immer ein offenes Ohr für uns.

Marlon Russ,
Studierender BA Medieninformatik

Ich heisse Marlon Russ bin 20 Jahre alt und studiere im 2. Semester.

– Heute schon gegessen?

Die Mensa ist auf jeden Fall sehr, sehr freundlich, also ich bin jetzt zwei Semester hier und die Cafeteria-Leute wissen jetzt schon, wie ich gerne am liebsten mein Gericht esse, also ich muss sagen, da zieh ich meinen Hut, dass die so viele Leute im Kopf behalten können.

– Wie ist der Umgang untereinander und mit den Dozenten?

Den Umgang unter den Studierenden finde ich sehr gut. Man hat auch von Anfang an Kontakt mit den höheren Semestern. Jeder hilft einem, es ist eine riesige Gemeinschaft, das ist wirklich so. Und mit den Dozenten ist es ähnlich. Man kann fast immer zu ihnen hingehen und sie helfen einem bei allen möglichen Problemen, auch wenn man ein Projekt hat, das gar nichts mit der Hochschule zu tun hat, helfen sie auch einem weiter. Wenn man sagt, man möchte das oder das privat machen und man hat dazu eine Frage, setzen sie sich auch mit einem hin und helfen, also es ist sehr offen.

– Würdest du dich wieder für den Studiengang entscheiden?

Immer wieder, also ich bin damit vollauf zufrieden und es ist genau das, was ich immer machen wollte.

Leonie Schulz,
Studierende BA Medieninformatik

Mein Name ist Leonie Schulz und ich bin 19 Jahre alt und jetzt im 2. Semester Medieninformatik.

– Was war dein bisher spannendstes Projekt?

Wir hatten die Aufgabe zum Thema "Empört euch!" eine Fotostrecke auszudenken. Und zwar, hatte ich mir das Thema Plastik ausgesucht. Weil es alltäglich bei uns jeden Tag im Leben vorkommt. Und ich hatte mir dann Gedanken gemacht, wo kommen wir damit in Berührung, wo fängt das ungefähr an, wie wird es weiter verarbeitet, wo benutzen wir es die ganze Zeit im Alltag und wo es dann letztendlich endet. Und während ich dieses Projekt gemacht habe und auch durch Supermärkte gegangen bin, durch unser Haus, ist mir aufgefallen, wie allgegenwärtig Plastik in unserem Leben ist. Und ich muss sagen, das hat mir echt Spaß gemacht, weil man sich überlegt, wie kann ich am besten darstellen, wie enorm unser Plastikkonsum ist.

– Wie ist der Umgang untereinander und mit den Dozenten?

Der Umgang miteinander gefällt mir sehr gut. Und zwar, habe ich das Gefühl, wir sind wirklich so eine ganze Gruppe, du kannst jeden ansprechen, jeder hilft jedem, wenn es Probleme gibt, da gibt es halt welche die sind eher gestalterisch fit oder eher in den Mathe- und Programmierbereichen. Und wie gesagt, wenn ich jetzt ein Problem habe, ich kann zu jedem gehen und nachfragen. Und das gefällt mir auch, da es auch auf die Dozenten zutrifft. Und zwar sind die echt immer sehr aufgeschlossen, was Fragen angeht und helfen immer auch gerne und ich habe auch das Gefühl, die freuen sich richtig, wenn man auf sie zukommt.

– Wie nah ist der Studiengang Medieninformatik an der Praxis?

Ich würde sagen, es ist schon sehr praktisch, was mir auch gefällt, weil man dann eigentlich schon sofort seine Ergebnisse sieht. Also, man lernt etwas, man setzt es um und man sieht sofort seine Ergebnisse. Bisher gefällt mir das sehr gut vom Praxisanteil und ich denke, da wird noch mehr Praxis kommen und darauf freue ich mich.

– Drei Dinge, die man für das Studium braucht?

Kreativität, Ehrgeiz und Spaß.

Annemarie Ellendt,
Dozentin BA Medieninformatik

Mein Name ist Annemarie Ellendt und ich unterrichte Englisch hier an der Hochschule. Nach dem Studium in Leipzig, wo ich Erwachsenenbildung studiert habe, war ich an der Uni in Jena und habe dort in der Englischlehrer-Ausbildung gearbeitet.

– Inwiefern lehren Sie spezielles Englisch für den Medienalltag?

Ich bin ja nicht alleine dort im Gange mit Englisch. Wir versuchen natürlich irgendwo das Medientechnische einzubringen. Allerdings muss man manchmal erstmal buddeln, was so da ist an Grundlagen, da die Vorkenntnisse der Studenten recht unterschiedlich sind. Aber man versucht es schon hinzubiegen, dass auch etwas in Teamarbeit gelernt und präsentiert wird und auch ich lasse mich da immer gern belehren. Es ist immer schön, etwas zu lernen.

– Wie nah ist der Studiengang an der Praxis?

Ich glaub schon, dass es viel besser geworden ist. Ich kenne den Studiengang schon seit Diplom-Zeiten und es wird heute viel mehr Wert auf Praxis und Teamarbeit gelegt, das gab es früher überhaupt nicht, diese Betonung der Projektarbeit und das finde ich gut, denn nachher im Beruf ist es auch so.

– Wie sehen bei Ihnen die Prüfungsleistungen aus?

Einmal müssen sie etwas Schriftliches bieten und einmal etwas Mündliches. Es ist bei der Sprache nun mal so, dass beide Seiten bedient werden müssen. Leider ist ja nur in den ersten zwei bis drei Semestern Englisch gefragt. Es bräuchte natürlich ein bisschen mehr, aber es wird halt alles erkundet. Zudem finden Präsentationen statt, eine Klausur wird geschrieben und eine mündliche Prüfung wird verlangt. Man hofft, dass man alles ein bisschen testet.

Dipl.-Des. Florian Fischer,
Dozent und künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter BA Medieninformatik

Mein Name ist Florian Fischer. Ich unterrichte Fotografie und bin auch für Grafikdesign zuständig an der Hochschule Harz. Ich arbeite immer noch freiberuflich als Fotograf, als Gestalter und auch als Filmemacher.

– Welche Berufsfelder kann man später ergreifen?

Unterschiedlichste Berufsfelder, auf die man sich spezialisieren kann, bieten sich da an. Also, ich rede jetzt in erster Linie in gestalterischen Richtungen und da kann man natürlich in Agenturen arbeiten. Sowohl als Art-Director als auch auf Konzeptebene. Also, man kann als Projektmanager verschiedene Dinge durchführen. Eine Weiterbildung macht natürlich auch Sinn, dass man einen Master macht, um sich weiter zu spezialisieren, dadurch dass die Medieninformatik ein sehr weites Feld ist und im Grunde genommen ein Spagatstudium, was erstmal die Bereiche der Informatik abdeckt und die Bereiche der Gestaltung. Aber es ist wie eine Eintrittskarte, um sich auf etwas zu spezialisieren, dabei aber eben auch die verschiedenen Sprachen der unterschiedlichen Sparten versteht und spricht.

– Wie nah ist der Studiengang Medieninformatik an der Praxis?

Ich denke, dass der Studiengang sehr nah an der Praxis ist. Das hat damit zu tun, dass wir in den Berufsfeldorientierungen Projekt anbieten, die häufig an die Wirtschaft gekoppelt sind. Beispielsweise arbeiten wir für Museen Konzepte aus, die sowohl gestalterische und informatikbezogene Ansprüche erfüllen. In diesen Projektgruppen übernimmt auch jeder der Studierenden auch verschiedene Aufgabenbereiche. Also, der eine ist eben eher für die gestalterischen Dinge zuständig, der andere für die informatikbezogenen. Uns es gibt jemanden, der die Projektgruppe leitet. Dadurch sind auch auf der psychologischen und sozialen Ebene viele Felder abgedeckt, die später im Beruf relevant sind.

– Was erwarten Sie von den Studierenden?

In allererster Linie erwarten wir Offenheit und Interesse. Ich spreche für die gestalterischen Fächer, hier gilt es die Wahrnehmung zu schulen. Ich denke, dass ist die wichtigste Grundlage für die Gestaltung, für die Fotografie, für den Film. Das man sich damit auseinandersetzt, wie man Dinge wahrnimmt. Dass man den Raum, in dem man sich aufhält, wahrnimmt und durch diese Sensibilität, die man dabei generiert, lernt man dies abzuleiten auf verschiedene andere Dinge der Gestaltung. Wenn man sich zum Beispiel mit Typografie auseinandersetzt, wie Buchstaben aufeinander reagieren, wie Worte im Verhältnis stehen oder wie in der Fotografie Linien, Formen und Strukturen ein Bild ausmachen oder welche Wirkung eine Person bei einem Portrait auf den Betrachter hat und wie das bildnerisch dargestellt wird.

Prof. Daniel Ackermann,
Dozent am BA Medieninformatik und MA Medien- und Spielekonzeption

Mein Name ist Daniel Ackermann. Ich unterrichte hauptsächlich innerhalb der Medieninformatik, d.h. die klassische Medieninformatik, Human-Computer-Interfaces und diverse Berfufsfeldorientierungen im Studiengang Medieninformatik.

– Welche Berufsfelder kann man später ergreifen?

Das hängt ein bisschen davon ab, was sich der Studierende innerhalb des Studiums aneignet, einige Studierende gehen ins klassische Webdesign, andere Studierende gehen ganz stark ins Projektmanagement – übergreifend über ein spezielles Gebiet hinaus und manche beschäftigen sich ganz speziell mit Dingen wie Animation, 3D-Animation, z.B. in der Spieleindustrie oder im klassischen Postproduction-Bereich.

– Wie nah ist der Studiengang Medieninformatik an der Praxis?

Es ist dadurch, dass wir ja ein sehr stark projektbezogenes Studium anbieten, sehr praxisnah. Das hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, dass die Studierenden rechtzeitig mit Projektierung von bestimmten Vorhaben konfrontiert werden und dann natürlich auch ihre Talente einbringen müssen und auch im Team arbeiten müssen. Der Nachteil ist ein wesentlich höherer Zeitaufwand, den wir dort betreiben müssen.

– Was erwarten Sie von den Studierenden?

Ich erwarte hauptsächlich ein hohe Engagement und darüber hinaus innerhalb dieses Engagements die Bereitschaft, sich in entsprechende Teilgebiete tiefer einzuarbeiten. Da es tatsächlich so ist, dass wir Dozenten in den unterschiedlichen Bereichen, die wir unterrichten, nur einen Einblick oder Überblick geben können, und wenn es dann speziell wird, ist der Studierende gefragt, sich in das Thema selber einzuarbeiten, teilweise auch tiefer zu gehen, als wir das vorher gemacht haben, um sich einen eigenen Erfahrungsschatz in einem Fach anzueignen, was wir in der Form und in der Breite gar nicht unterrichten können. Mit diesem Engagement, mit diesem auch fachbereichsübergreifenden Engagement ist es möglich, den Studierenden ein spezielles Wissen mitzugeben, was sie befähigt, im späteren Verlauf in Teams zu arbeiten, sich sehr gut einbringen zu können, in speziellen Feldern ihre Stärken und auch Schwächen zu kennen.

Prof. Martin Kreyßig,
Dozent am BA Medieninformatik und MA Medien- und Spielekonzeption

Mein Name ist Martin Kreyßig, ich bin Professor für digitales Bewegtbild. Die Fächer, für die ich zuständig bin, sind Fototechnik, Audiotechnik, audiovisuelle Gestaltung, also Film, Projektmanagement und verschiedene Berufsfeldorientierungen in den Bereichen Storytelling, Filmherstellung und Sounddesign.

– Welche Berufsfelder kann man später ergreifen?

In meinem Bereich arbeiten Absolventen im Bereich des Films, stellen Filme her, Marketing, Werbung etc. Eine ganze Reihe von Absolventen arbeiten im Bereich TV, Post-Produktion, Streaming, DVD, Blu-ray Herstellung, andere in der Animation, das geht fließend über in die Grafik oder ins Grafik-Design. Einige Ehemalige verdienen Geld mit Fotografie. Ich denke, Medieninformatik ist in der Hauptsache eine Querschnittsqualifikation. Die Absolventen arbeiten sicher zu Anfang in verschiedenen Bereichen, das differenziert sich aber weiter aus. Am Ende arbeiten sehr viele im Bereich des Projektmanagements.

– Wie nah ist der Studiengang an der Praxis?

Ich habe nicht den Einblick in alle Fächer, und natürlich sind mir die Fächer der Gestaltung näher als die der Programmierung oder Informatik, aber wir versuchen, die Praxis sehr hochzuhalten und sehr praxisorientiert zu arbeiten. Das gelingt vielleicht nicht immer, es ist vielleicht für die Studierenden oft nicht einsehbar, was das mit Praxis zu tun hat.

– Was erwarten Sie von den Studierenden?

Neugier, Engagement, soziale Verantwortung, Verantwortung auch für die Kommilitonen, dass man sich gegenseitig unterstützt. wenn man mehr weiß als andere. Viel intensiver in den Gruppen zusammenzuarbeiten, sich nicht zu stark zu vereinzeln, sondern lernen, was man später braucht. Nämlich in Gruppen zu arbeiten, in kleinen Projektgruppen erfolgreich zu sein und dort unterschiedliche Fähigkeiten miteinander zu verknüpfen.

– Was war das letzte Projekt, das Sie zusammen mit Studierenden erarbeitet haben?

Derzeit läuft gerade so ein richtig klassisches Medieninformatik-Projekt, bestehend aus Filmen, die anschließend in eine interaktive Lehr- und Lernplattform zur Ausbildung von Lehrern eingebunden werden. Also, ein sogenanntes CBT-Projekt, Computer-Based-Training, und klassisch, weil programmiert werden muss, gestaltet werden muss, es werden Filme hergestellt, man arbeitet mit Audio machen und so weiter und so weiter, also ein sehr breit gefächertes Thema, ganz typisch für die Medieninformatik.

Absolventen

Stefanie Müller, Stand 02/2015

Martin Lingnau, Stand 06/2015

Studierende

Christin Mainzer, Stand 06/2015

Denise Wenzel, Stand 06/2015

Sebastian Fick, Stand 06/2015

Marcel Wemmer, Stand 06/2015

Nils Mathias, Stand 06/2015

Stefan Erhardt, Stand 06/2015

Julia Wessle, Stand 06/2015

Marlon Russ, Stand 06/2015

Leonie Schulz, Stand 06/2015

Dozenten

Annemarie Ellendt, Stand 06/2015

Dipl.-Des. Florian Fischer, Stand 06/2015

Prof. Daniel Ackermann, Stand 06/2015

Prof. Martin Kreyßig, Stand 06/2015