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17. Stifterabend der Hochschule Harz: Drei Premieren in der Feuerstein Arena

31 Stipendien von 22 Förderern konnten diesmal vergeben werden
31 Stipendien von 22 Förderern konnten diesmal vergeben werden
Die Schierker Feuerstein Arena war die stimmungsvolle Kulisse für einen ganz besonderen 17. Stifterabend.
Die Schierker Feuerstein Arena war die stimmungsvolle Kulisse für einen ganz besonderen 17. Stifterabend.
Stipendiatin Alexandra Bonk bedankte sich stellvertretend für alle Stipendiatinnen und Stipendiaten.
Stipendiatin Alexandra Bonk bedankte sich stellvertretend für alle Stipendiatinnen und Stipendiaten.
Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft, Verbundenheit zwischen den Generationen

Anlässlich des 17. Stifterabends kamen Ende September rund 140 geladene Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur in der Schierker Feuerstein Arena zusammen. „Man hat das Gefühl, zu Festspielen zu gehen“, fasste Rektor Prof. Dr. Folker Roland die Stimmung bei der Eröffnung des Abends in der luftigen Arena zusammen. Gleich drei Premieren standen an: Zum ersten Mal wurde pandemiebedingt mit der Tradition gebrochen, auf dem Campus zu feiern und es gab einen Livestream für alle Gäste, die nicht vor Ort sein konnten. Die dritte Besonderheit war die Kooperation mit dem Wirtschaftsclub Wernigerode, der mit Prof. Dr. Dr. Nils Ole Oermann einen gefragten Wirtschaftsethiker von der Leuphana Universität Lüneburg für einen inspirierenden Vortrag in den Oberharz lockte.

„Wir haben in diesem Jahr – und da sind wir sehr dankbar in Coronazeiten – sehr wenig Ausfälle an Stipendien, unsere Stifter standen uns auch unter diesen Umständen zur Seite“, so der Rektor. Vergeben wurden insgesamt 31 Deutschlandstipendien durch 22 Förderer. Drei neue Stifter sind in diesem Semester an Bord: die Investitionsbank Sachsen-Anhalt, die Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt in Kooperation mit der Westermann Gebäudetechnik in Ballenstedt sowie Ludwig Hoffmann, ehemaliger Oberbürgermeister von Wernigerode. „Ich möchte ein Zeichen setzen, dass Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Harz nicht nur gute Fachexperten sind, sondern auch gemeinwohlorientiert denken und handeln sollten“, so Ludwig Hoffmann über seine Motivation.

Auch Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt sowie ehemaliger Rektor der Hochschule Harz, begrüßte alle Gäste und nutzte die Gelegenheit, einen Rück- und Ausblick auf die Situation in Sachsen-Anhalt zu geben. „Es freut mich zu hören, dass im letzten Sommersemester an der Hochschule Harz nur drei Lehrveranstaltungen trotz Pandemie ausgefallen sind oder verschoben wurden. Das ist ein großartiges Ergebnis“, meinte Willingmann und ergänzte: „Das Wintersemester wird normaler und ein Stück Normalität wagt die Hochschule auch heute.“

Stellvertretend für alle Stipendiaten bedankte sich Verwaltungsökonomie-Studentin Alexandra Bonk bei den Stiftern. Sie betonte: „Mit dem Stipendium habe ich Zeit gewonnen, um mich weiterhin ehrenamtlich zu engagieren und Kindern im Vor- und Grundschulalter das Schwimmen beizubringen.“

Gastredner Prof. Dr. Dr. Nils Ole Oermann lobte die Idee des Deutschlandstipendiums. „Wenn Sie die besten Leute haben wollen, müssen Sie auch die mit der besten Leistung fördern und nicht die mit dem schönsten Namen“, so der Hochschullehrer für Ethik mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit und nachhaltiges Wirtschaften. Vom Harzer Deutschlandstipendium im Kleinen, schloss der Professor aufs Große in seinem Vortrag „Von richtigen und falschen Eliten – Wirtschaftsethische Reflexionen im Lichte der Deutschen Einheit“. Am besten werde etwas für das Gemeinwesen getan, wenn junge Leute identifiziert und gestärkt werden, die in der Lage sind, die aktuellen Probleme zu lösen. „Damit wird die höchste Rendite erwirtschaftet“, fasste Oermann zusammen.

Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgte Ricarda Erbe, die den Spätsommerabend – mit herbstlichen Temperaturen – am Piano begleitete. Die Sängerin ist Studentin im Masterprogramm Tourism and Destination Management und in Teilzeit als Eventmanagerin an der Hochschule tätig. Im Anschluss an die Veranstaltung wurde zum Empfang unter Einhaltung aller Hygienerichtlinien geladen, bei dem sich alle Gäste in besonderer Atmosphäre austauschen konnten.