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DAAD-Förderung im Rahmen internationaler Vernissage überreicht

Studierende aus China erhalten Anerkennung für Leistung und Engagement

Die vielfältigen internationalen Verbindungen der Hochschule Harz wurden jüngst im gemütlichen Kaminzimmer der Wernigeröder Rektoratsvilla deutlich. Dr. Karl Felix Oppermann, Jurist und Sohn des bekannten Kunststifters Prof. Karl Oppermann, hielt eine beeindruckende Rede in deutscher und katalanischer Sprache. Diese zog mit Leichtigkeit und Ernst zugleich wortgewandt die Verbindung zwischen den Ländern vor dem Hintergrund aktueller politischer Ereignisse. Und sie galt einem engen Freund seines Vaters: Josep Lluís Jubany. Der Maler aus Barcelona war zur Vernissage seiner Ausstellung „Interiors Impossibles – Undenkbare Stillleben“ extra angereist, überließ aber gern anderen die Bühne.

Einnehmen durften diese – neben Hochschulrektor Prof. Dr. Folker Roland und Prof. Dr. Andrea Heilmann, Dekanin des Fachbereichs Automatisierung und Informatik – vor allem Studierende aus dem Reich der Mitte. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert und prämiert ausländische Studierende, die besondere akademische Leistungen erbringen und sich durch interkulturelles oder gesellschaftliches Engagement auszeichnen. Xiao Zhang, Studentin des Bachelor-Programms Smart Automation, nahm den DAAD-Preis, der mit 1.000 Euro dotiert ist, begeistert entgegen und bedankte sich herzlich bei der Hochschule Harz. Zwei Jahre lang hat sie in Wernigerode gekellnert, um ihr Budget aufzubessern, die Würdigung ist ihr auch finanziell sehr willkommen. Ab dem Sommersemester erhält die 26-Jährige zusätzlich ein Deutschlandstipendium.

Neben ihren hervorragenden akademischen Leistungen – die Studentin gehört zu den Besten ihrer Studiengruppe – machte Xiao Zhang besonders durch ihr Engagement außerhalb des Hörsaals auf sich aufmerksam. „Sie hat an Forschungsprojekten, u.a. zu Multikoptern mitgearbeitet, das Online-Marketing des Studiengangs unterstützt und betreut seit zwei Jahren die Studierenden unseres Kooperationspartners, der Chinesisch-Deutschen Hochschule für Angewandte Wissenschaften der renommierten Tongji-Universität in Shanghai“, betonte Professorin Heilmann in ihrer Laudatio.

Diese intensive Betreuung hat sich bezahlt gemacht, denn nicht nur haben sich Xiao Zhangs Schützlinge gut eingelebt und genießen ihre Zeit in Deutschland. Yizhen Li (21), Weihua Huang (22) und Chonghao Zhong(22) glänzen auch mit ihren Studienleistungen und kommen ebenfalls in den Genuss einer DAAD-Förderung; die drei Studierenden erhalten ein Stipendium über jeweils sechs mal 500 Euro, die über das gesamte Wintersemester ausgezahlt werden.

Die Hochschule Harz kooperiert seit 2009 mit der Chinesisch-Deutschen Hochschule für Angewandte Wissenschaften (CDHAW) der Tongji-Universität in Shanghai. Chinesische und deutsche Studierende können während eines Auslandssemesters ihr Wissen in Bereich Mechatronik oder Wirtschaftsingenieurwesen an der Partnerhochschule vertiefen, bevor sie anschließend ihr Praktikum in einem deutschen oder chinesischen Unternehmen absolvieren und dort ihre Bachelor-Arbeit verfassen.

Die Ausstellung „Interiors Impossibles – Undenkbare Stillleben“ ist noch bis Ende Februar 2020 zu sehen. Der Maler Josep Lluís Jubany aus Barcelona gehört zur avantgardistischen Generation um Miró und Barceló. Sein Stil ist durch geometrische Strenge sowie klare Formen geprägt und wird durch kompromisslose Farbkontraste in einem ästhetischen Kanon charakterisiert. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei; geöffnet ist die Rektoratsvilla montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr; vom 23. Dezember bis einschließlich 1. Januar bleibt die Hochschule allerdings geschlossen.