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Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) fördert Projekt „Virtual Exchange+“

Hochschule Harz vernetzt Lehrangebot mit Partner-Hochschulen

Studierende der Hochschule Harz können sich ab diesem Wintersemester in mehreren Kursen virtuell mit Kommilitonen an amerikanischen Hochschulen vernetzen. Dabei stehen aktuelle politische Diskurse und die Stärkung interkultureller Kompetenzen im Mittelpunkt. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert das digitale internationale Lehrangebot für 13 Monate.

Prof. Dr. Louisa Klemmer, Prorektorin für Studium, Lehre und Internationalisierung, leitet das Projekt „Virtual Exchange+“ im Harz und berichtet: „Die Idee der Hochschule Harz und ihrer nationalen und internationalen Partner ist eines von 50 geförderten Projekten. Wir freuen uns, neue Wege beim Studierenden-Austausch zu testen“. Seit der Corona-Pandemie sind Reisen im akademischen Bereich stark eingeschränkt. „Mehr digitale Angebote sind uns grundsätzlich wichtig, denn nicht jeder hat die Möglichkeit, ins Ausland zu gehen“, erklärt die Professorin. Von der „Internationalisierung@Home“ könnten viele Studierende fachlich und im Hinblick auf ihre Persönlichkeitsbildung profitieren.

Wer sich in die Kurse des Projekts „Virtual Exchange+“ einloggt, tritt in Austausch mit Kommilitonen der Wayne State University, der Iowa State University und der Michigan State University. Die Hochschule Ruhr West ist der zweite deutsche Hochschul-Partner. Jedes Thema wird jeweils von einer deutschen und einer amerikanischen Dozentin verantwortet. Von der Hochschule Harz bieten neben Louisa Klemmer (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften) auch Prof. Dr. Andrea Heilmann (Fachbereich Automatisierung und Informatik) und Prof. Dr. Katja Michalak (Fachbereich Verwaltungswissenschaften) Kurse an, weitere Lehrkräfte haben ihr Interesse bereits bekundet.

Vorträge, Diskussionen oder auch gemeinsame Projektarbeiten sind zunächst per Videokonferenz-Software geplant. „Die Abstimmungen laufen sowohl fachlich als auch technisch sehr gut“, erklärt Suntje Ehmann, die Mitarbeiterin im Forschungsbereich der Hochschule Harz gehört zu den Initiatorinnen des Projekts. Mit Hilfe der eingeworbenen Mittel – insgesamt 221.974 Euro für alle beteiligten Hochschulen – werden die Dozentinnen durch Studierende aller Fachbereiche personell unterstützt, etwa bei der Erstellung digitaler Präsentationen oder bei der Moderation von internationalen Workshops.

Seit ihrer Gründung hat die Hochschule Harz zu mehr als 80 Hochschulen aus 30 Ländern enge Kooperationen aufgebaut und fördert den Studierenden-Austausch über verschiedene Programme. „Das aktuelle Projekt ist Teil des DAAD-Programms ‚International Virtual Academic Collaboration (IVAC)‘ und ein weiterer Schritt in unserer Strategie. Eine Verstetigung wäre wünschenswert“, betont Louisa Klemmer.

Das Projekt „Virtual Exchange+“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.