Neuigkeiten

Erste virtuelle Vernissage an der Hochschule Harz

Noch bis zum 26. November
Die Ausstellung „Phantastischer Realismus“ von Dr. Horst-Werner Schneider ist noch bis zum 26. November in der Wernigeröder Rektoratsvilla zu besichtigen. Der Künstler präsentiert seine Werke auch auf dem YouTube-Kanal der Hochschule.
Die Ausstellung „Phantastischer Realismus“ von Dr. Horst-Werner Schneider ist noch bis zum 26. November in der Wernigeröder Rektoratsvilla zu besichtigen. Der Künstler präsentiert seine Werke auch auf dem YouTube-Kanal der Hochschule.
Das Bild „Kreuzbrucher Schwemmgraben“ (2010, Öl auf Leinwand) von Dr. Horst-Werner Schneider erinnert daran, dass der Mensch Eingriffe in die unberührte Natur vorgenommen hat; mit Regenwasser gefüllte Spuren eines Traktors weisen den Betrachter auf die heutige Zeit hin. Fotos (2): privat
Das Bild „Kreuzbrucher Schwemmgraben“ (2010, Öl auf Leinwand) von Dr. Horst-Werner Schneider erinnert daran, dass der Mensch Eingriffe in die unberührte Natur vorgenommen hat; mit Regenwasser gefüllte Spuren eines Traktors weisen den Betrachter auf die heutige Zeit hin. Fotos (2): privat
Ausstellung „Phantastischer Realismus“ noch bis Ende November geöffnet

Kunst online erleben? Das gilt erstmals auch an der Hochschule Harz. Da die traditionelle Vernissage zur Ausstellung „Phantastischer Realismus“ in der Wernigeröder Rektoratsvilla pandemiebedingt ausfallen musste, stellt Dr. Horst-Werner Schneider seine Gemälde auf dem YouTube-Kanal der Hochschule vor. Der gebürtige Harzer führt in einem kurzen Video durch ausdrucksstarke Motive, wie die australischen Olga-Felsen, das schottische Eilean Donan Schloss oder das heimische Harzgebirge. In ihren wuchtigen antiken Bilderrahmen sind die leuchtenden Landschaften wie geschaffen für die altehrwürdige Villa. Genaues Hinschauen lohnt: Die klassischen Motive werden durch kleine moderne Details gebrochen, die den Zuschauer zurück ins Hier und Jetzt katapultieren.

Zu finden ist das Video auch auf der Hochschul-Webseite unter: www.hs-harz.de/hochschule/offener-campus/kunst-und-kultur/. Noch bis zum 26. November können die Bilder zudem persönlich bewundert werden. Die Rektoratsvilla ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist wie immer frei, die aktuell geltenden Hygieneregeln müssen eingehalten werden.

210 Werke in 56 Jahren – das beschreibt das künstlerische Schaffen von Horst-Werner Schneider. Die Kunst des Malens hat der promovierte Ingenieur nicht studiert, sondern sich mühsam in einem Lernprozess erarbeitet. Der 76-Jährige malt menschenleere Landschaften in Lasurtechnik, die in ihrer Formensprache an die der Romantiker des 19. Jahrhunderts erinnern. Jedem Bild wird eine real existierende, aber oft fantasievolle Komponente unserer Zeit hinzugefügt. „Ich bezeichne dies als meinen ‚phantastischen Realismus‘, der sich jedoch nicht an der gleichnamigen surrealistischen Strömung Anfang des 20. Jahrhundert orientiert. Es ist eine Hommage an die Schönheit der Natur“, so Schneider. Wiederholt porträtiert er seine Brandenburgische Wahlheimat, unter anderem den „Kreuzbrucher Schwemmgraben“. Das Bild erinnert daran, dass der Mensch Eingriffe in die unberührte Natur vorgenommen hat; mit Regenwasser gefüllte Spuren eines Traktors weisen den Betrachter auf die heutige Zeit hin.