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Hochschule Harz und Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg kooperieren

Wer am Wernigeröder Standort der Hochschule Harz den Bachelor-Studiengang Ingenieurpädagogik belegt, lernt anhand neuester Technik und macht den ersten Schritt auf dem Weg ins Lehramt an berufsbildenden Schulen. Foto: Hochschule Harz
Wer am Wernigeröder Standort der Hochschule Harz den Bachelor-Studiengang Ingenieurpädagogik belegt, lernt anhand neuester Technik und macht den ersten Schritt auf dem Weg ins Lehramt an berufsbildenden Schulen. Foto: Hochschule Harz
Ingenieurpädagogik studieren – Lehrer an berufsbildenden Schulen werden

Sachsen-Anhalt sucht Lehrerinnen und Lehrer – auch an berufsbildenden Schulen, und dort verstärkt in den ingenieurpädagogischen Fachrichtungen. Hier setzt ein gemeinsames Studienangebot der Hochschule Harz und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg an. Wer am Wernigeröder Standort der Hochschule Harz den Bachelor-Studiengang Ingenieurpädagogik belegt, macht den ersten Schritt auf dem Weg ins Lehramt an berufsbildenden Schulen. In sechs Semestern qualifizieren sich die Studierenden in den Fächern Informationstechnik und Elektrotechnik mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik. Die begleitende pädagogische Ausbildung erfolgt durch die Universität Magdeburg, wobei alle Lehrveranstaltungen in Wernigerode stattfinden. Das Angebot steht auch Interessierten ohne Hochschulzugangsberechtigung offen. Die Bewerbung ist noch bis zum 31. August für das kommende Wintersemester möglich; weitere Informationen unter www.hs-harz.de/ingenieurpaedagogik.

Ingenieurpädagogik ist an der Hochschule Harz eines der jüngsten Studienangebote. „Die Uni Magdeburg hat nach Kooperationspartnern bei der Lehramtsausbildung gesucht, um diese dezentral anbieten zu können – dort, wo die berufsbildenden Schulen sind“, erläutert Prof. Dr. Andrea Heilmann, Dekanin des Fachbereichs Automatisierung und Informatik der Hochschule Harz. „So können Interessierte gesucht werden, die in der Region bleiben wollen.“ Der Bachelor-Abschluss in Ingenieurpädagogik qualifiziert bereits für außerschulische Lehrtätigkeiten. „Der aufbauende Master-Studiengang ‚Lehramt an berufsbildenden Schulen‘ führt zur Beamtenlaufbahn. Er endet mit dem Abschluss Master of Education und wird an der Universität Magdeburg angeboten“, schildert Prof. Dr. Klaus Jenewein, Leiter des dortigen Lehrstuhls Ingenieurpädagogik und gewerblich-technische Fachdidaktiken. Er fügt hinzu: „Im Referendariat an einer berufsbildenden Schule des Landes Sachsen-Anhalt wird das zweite Staatsexamen erworben. Unterrichtet werden kann an Berufsschulen, Berufsfachschulen, Beruflichen Gymnasien, Fachoberschulen oder Fachschulen.“

Professorin Heilmann ergänzt: „Das Angebot ist auch interessant für alle, die beruflich schon mit Auszubildenden zu tun haben und sich vorstellen können, sich ganz für die Ausbildung des Nachwuchses zu engagieren.“ Interessierte ohne Hochschulzugangsberechtigung, die beruflich besonders befähigt sind, können über eine so genannte Immaturenprüfung ihre Studierfähigkeit nachweisen. Auch eine berufliche Aufstiegsfortbildung, wie die Techniker- oder Meisterausbildung, qualifiziert für den Weg ins Lehramt an berufsbildenden Schulen.