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eHealth in der Pflege: Hochschulnetzwerk lädt zum Testen und Diskutieren ein

Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert
Wie kann hochmoderne Medizintechnik die Pflege verbessern?

Bewegungsüberwachung, Analyse physiologischer Größen durch Kamerasysteme, Einschätzung des kognitiven Zustands durch Sensorik – am 26. Juni lädt die Hochschule Harz mit ihren Partnern im Medizintechnik-Projekt „fast care“ auf den Campus Wernigerode ein. Von 10 bis 17 Uhr werden in der „Papierfabrik“ (Haus 9, 9.129, Am Eichberg 1) intelligente Assistenzsysteme vorgestellt, die sich in den vergangenen Jahren vor allem in eine Richtung entwickelt haben: die bessere Anwendbarkeit durch den Menschen. „Klobige Systeme, die in die Privatsphäre stark eingreifen, gehören eher der Vergangenheit an“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert, Hochschullehrer am Fachbereich Automatisierung und Informatik. Die neuen Techniken seien vergleichbar mit dem ABS im Auto: Man bemerkt es nicht, aber wenn nötig, greift es ein.

So konzipierte Technik kann insbesondere für Unternehmen der Pflegebranche nützlich sein, die am 26. Juni ausdrücklich zum Testen und Diskutieren aufgefordert sind. Welche Assistenzsysteme werden im Pflege-Alltag aktuell gebraucht? Wie sicher ist die Überwachung von Patienten durch Technik inzwischen? Welche Technik kann Pflegekräfte entlasten? Die Wissenschaftler und verschiedenen Medizintechnik-Unternehmen des Projekts „fast care“ erhoffen sich dabei weitere Hinweise aus der Praxis für ihr großes Ziel: ein echtzeitfähiges Sensorframework für intelligente Assistenzsysteme in den Bereichen Ambient Assisted Living, eHealth, mHealth, Tele-Reha und Tele-Care. Den Projekt-Partnern geht es darum, eine häusliche Umgebung mit integrierten Sensoren zu entwickeln, die beispielsweise den Gang und die Atmung von Reha-Patienten in Echtzeit überwachen, analysieren und bei Gefahr auch aktiv beeinflussen. „Den aktuellen Stand dazu präsentieren wir ebenfalls am 26. Juni und werden dazu das fast care-Labor öffnen“, so Fischer-Hirchert.

Das Projekt „fast care“ besteht seit 2017 und endet 2020. Zu den Partnern zählen neben der Hochschule Harz: Universität Rostock, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Technische Universität Dresden, HarzOptics GmbH, Ottobock Health GmbH, Exelonix und Bosch Sensortec GmbH. Ermöglicht wird „fast care“ durch die Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“.

Informationen dazu im Web: fastcare.hs-harz.de