25 Jahre Fachbereich Automatisierung und Informatik

Hochschulrektor Prof. Dr. Folker Roland (rechts) gratuliert dem Dekan Prof. Dr. Bernhard Zimmermann zum Jubiläum des Fachbereichs Automatisierung und Informatik. Foto: Tim Bruns
Festveranstaltung zum Jubiläum an der Hochschule Harz

Der Fachbereich Automatisierung und Informatik der Hochschule Harz feierte am 25. Oktober 2017 sein 25-jähriges Bestehen. „Feiern ist die schönste Form der Erinnerung.“ Mit diesen Worten lud Dekan Prof. Dr. Bernhard Zimmermann die Gäste der Jubiläumsfeier zu einer Zeitreise in die Geschichte des Fachbereichs ein. 1992, ein Jahr nach der Gründung der Hochschule Harz in Wernigerode, startete dieser mit 29 Studierenden in zwei Studiengängen. Zimmermann dankte dem verstorbenen Gründungsdekan Prof. Dr. Walter Gießler für die Pionierarbeit: „Es wurden Konzepte geschmiedet, Ideen entwickelt, erste Studienpläne erstellt, Lehrkräfte und Laboringenieure eingestellt sowie Professoren berufen.“

Dem Bedarf der Wirtschaft folgend, änderte der Fachbereich im Lauf der Jahre seine Ausrichtung von der Elektrotechnik zur Informatik hin. Neue Studiengänge und steigende Studierendenzahlen erforderten mehr Räumlichkeiten für Labore, Hörsäle und Büros. So wurde der Umbau der ehemaligen Papierfabrik an der Holtemme beschlossen und das Gebäude im April 2004 eingeweiht. In sieben Bachelor- und zwei Master-Studiengängen sind heute knapp 620 Studierende am Fachbereich Automatisierung und Informatik eingeschrieben.

Prof. Dr. Bernhard Zimmermann machte jedoch auf die Problematik der in den letzten Jahren sinkenden Studierendenzahlen aufmerksam. Bei der Wahl des Studiengangs sollten junge Leute auf persönliche Interessen und Zukunftschancen achten, betonte Dr. Jürgen Ude, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt in seiner Rede über die Zukunft technischer Studiengänge im Land. „Am besten heute studieren, was morgen gefragt ist“, sagte er und fügte hinzu: „Und das sind die MINT-Fächer.“

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) waren auch Inhalt des Fachvortrags von Matthias Prinzen, Mitarbeiter des baden-württembergischen Unternehmens Festo, das auf Automatisierungstechnik spezialisiert ist. Matthias Prinzen sprach zum Thema Bionik und präsentierte dem Publikum den BionicCobot, einen pneumatischen Leichtbauroboter. Er sei dem menschlichen Arm nachempfunden und in der Lage, durch feinfühlige Bewegungen direkt mit dem Menschen zusammenzuarbeiten.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von der Wernigeröder Band Triple B. Die Gäste feierten bis spät in den Abend hinein im Foyer der „Papierfabrik“.