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Neuzugang am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften: Interview mit Claudia Kepke

Tourismus studieren
Claudia Kepke ist seit dem Sommersemester 2019 am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Dozentin für den Bereich Tourismus mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit, Destinationsmanagement und Kulturtourismus.

Wenn Sie an Ihre ersten Tage an der Hochschule Harz denken – welche Eindrücke haben Sie gewonnen?

An der Hochschule war das Frühlingserwachen regelrecht zu spüren. Zeitgleich mit den ersten Sonnenstrahlen kamen auch die Studierenden aus ihren Semesterferien zurück und es herrschte ein wohliges Gewusel auf dem Campus. Die ersten Vorlesungen haben mir viel Spaß gemacht – und ich hoffe den Studierenden auch. Ich fühle mich wohl und bin von netten Kollegen und Studierenden umgeben.

Was unterrichten Sie an der Hochschule?

In diesem Semester halte ich die Vorlesung International Sustainable Tourism und die Vorlesung Spezielle Tourismuslehre zum Thema „100 Jahre Bauhaus – Touristische Vermarktung eines weltweiten Jubiläums“. Ebenfalls betreue ich zwei Praxisprojekte, bei denen unsere Studierenden im direkten Kontakt mit regionalen touristischen Anbietern stehen. Hierbei handelt es sich um das Projekt „Marketingkonzept einer Ausstellung am Beispiel des Kriminalpanoptikums Aschersleben“ und „Tourismusförderung und Kooperationsentwicklung von Städten am Beispiel der Vorharzregion Aschersleben – Seeland – Arnstein – Falkenstein“. Zum Abschluss werden die Projektgruppen ihren Praxispartnern die Ergebnisse und ausgearbeiteten Konzepte präsentieren.

Wie sieht Ihr akademischer und beruflicher Werdegang aus?

Ich bin selbst Absolventin der Hochschule Harz und habe hier im Bachelor Tourismusmanagement und im Master Tourism and Destination Development studiert. Nach meinem Studium zog es mich nach Aschersleben, wo ich als Destinationsmanagerin für die Stadt Aschersleben und später als Leiterin der Tourist-Information bei der Ascherslebener Kulturanstalt gearbeitet habe. Im Fokus stand der Auf- und Ausbau des touristischen Angebotes in Aschersleben. Wir haben die älteste Stadt Sachsen-Anhalts auf die touristische Landkarte gesetzt und sehr viel Netzwerkarbeit betrieben. Die Qualität stand bei meiner Arbeit immer im Vordergrund. So habe ich zum Beispiel den „Tourismustag Aschersleben“ ins Leben gerufen. Eine Veranstaltung, die sich an touristische Akteure aus der Region wendet und die Möglichkeit bietet, sich zu vernetzen und über Themen und Vorhaben auszutauschen, mit dem Ziel den Qualitätsgedanken auch in alle Betriebe zu tragen. In den insgesamt neun Jahren konnte ich mein Wissen und meine Kompetenzen aus dem Studium sehr gut in die Praxis umsetzen und viele Erfahrungen im Bereich Destinations- und Veranstaltungsmanagement sammeln.

Konnten Sie die Stadt schon kennenlernen? Was gefällt Ihnen an Wernigerode?

Wernigerode ist meine persönliche Studentenstadt, in der ich sechs Jahre gelebt habe. Ich verbinde sehr viele schöne Erinnerungen mit der bunten Stadt am Harz und freue mich, wieder hier zu sein. Ich mag kleinere Städte, denn sie haben oft einen ganz besonderen Charakter. An Wernigerode mag ich besonders, dass man ein gemütliches Stadtleben hat, dem man sich aber auch schnell entziehen kann, um die Natur zu genießen. Wernigerode bietet so viele Möglichkeiten auf relativ kleinem Raum. Einfach liebenswert.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft an der Hochschule?

Ich wünsche mir für die Hochschule Harz, dass sie weiterhin den guten Ruf für das Tourismusstudium behaupten kann und sich viele Studierende für die Hochschule mit dem besonderen familiären Charme entscheiden werden. Des Weiteren wünsche ich mir, dass die Hochschule noch stärker als Ideen- und Impulsgeber von der Wirtschaft wahrgenommen wird und die Region noch mehr von dem Know-how der drei Fachbereiche profitiert.

Von Martina Richter