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GenerationenHochschule beleuchtet Flüchtlingsströme zur Wendezeit

Bild: Dr. Axel Hartmann, Botschafter a.D. und Bürgermeister von Bad Sachsa, berichtete bei der November-Vorlesung der GenerationenHochschule „Von der Zuflucht in deutschen Botschaften zur Deutschen Einheit“.
Bild: Dr. Axel Hartmann, Botschafter a.D. und Bürgermeister von Bad Sachsa, berichtete bei der November-Vorlesung der GenerationenHochschule „Von der Zuflucht in deutschen Botschaften zur Deutschen Einheit“.
Botschafter a.D. begeistert Publikum mit Zeitzeugenberichten

Am Dienstag, dem 15. November, lautete das Thema der <link internal-link internal link in current>GenerationenHochschule „Von der Zuflucht in deutschen Botschaften zur Deutschen Einheit“. <link http: www.bad-sachsa.com magazin external-link-new-window external link in new>Dr. Axel Hartmann, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland a.D. und Bürgermeister von <link http: www.bad-sachsa.de external-link-new-window external link in new>Bad Sachsa, betrachtete Weltgeschichte als Zeitzeuge.

Als Leiter der Rechts- und Konsularabteilung kam der Referent 1982 an die deutsche Botschaft in Budapest. „Vom ersten Tag an hatte ich täglich Besuch von DDR-Bürgern. Wir hielten das geheim, es wurde nie etwas darüber publiziert“, so der Rechts- und Staatswissenschaftler. Zur ersten großen Flüchtlingswelle kam es 1984, nachdem sich die Nichte des DDR-Politikers und Armeegenerals Willi Stoph in der Prager Botschaft festgesetzt hatte und anschließend in den „Westen“ ausreiste. „Danach strömten die DDR-Bürger auch in die <link http: www.budapest.diplo.de vertretung budapest de startseite.html external-link-new-window external link in new>Budapester Botschaft. Unter diesem Druck ließ man insgesamt 34.000 Bürger innerhalb eines Jahres ausreisen“, so der Dozent.

Am 2. Mai 1989 berichtete das ZDF von der ungarischen Grenze, an der Soldaten die Befestigungen abbauten. Schnell kam es zu einem Massenansturm; „die DDR-Bürger galten nach einer heimlichen Überarbeitung der Genfer Konventionen als anerkannte Flüchtlinge und durften nicht zurückgeschickt werden“, erklärte Hartmann. Er berichtete weiterhin über das „Paneuropäische Picknick“, eine Friedensdemonstration an der österreichisch-ungarischen Grenze, die als Meilenstein auf dem Weg zur endgültigen Zerschlagung des Eisernen Vorhangs gilt. Auch von der Grenzöffnung in Ungarn am 10. September 1989 und der damit verbundenen prekären Flüchtlings-Situation in der <link http: www.prag.diplo.de vertretung prag de startseite.html external-link-new-window external link in new>Prager Botschaft konnte er aus erster Hand berichten.

Abschließend gab der ehemalige Diplomat einen persönlichen Einblick in „seinen“ 9. November 1989, den er als stellvertretender Leiter des Ministerbüros des Chefs des Bundeskanzleramts, <link http: www.kas.de wf de external-link-new-window external link in new>Rudolf Seiters, in <link http: www.bonn.de external-link-new-window external link in new>Bonn erlebte: „Meine Tochter Brigitta feierte ihren sechsten Geburtstag und ich wurde daheim gebraucht. Minister Seiters meinte sinngemäß ‚Gehen Sie nur, heute passiert sowieso nichts mehr‘; vier Stunden danach fand die berühmte Pressekonferenz von Günter Schabowski statt, die zur ungeplanten, historischen Öffnung der Mauer führte.“

Der nächste Vortrag der <link internal-link internal link in current>GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 6. Dezember, von 17 bis 19 Uhr im AudiMax („Papierfabrik“, Haus 9) auf dem <link internal-link internal link in current>Wernigeröder Campus statt. <link https: www.hs-lu.de hochschule organisation hochschulkommunikation news artikel dr-dieter-wagner-ist-erster-ehrensenator-der-hochschule-ludwigshafen-am-rhein.html external-link-new-window external link in new>Dr. Dieter Wagner, ehemaliger Personalleiter von <link https: www.basf.com de company about-us sites ludwigshafen.html external-link-new-window external link in new>BASF Ludwigshafen, berichtet „Aus dem Leben eines Managers – Zufall – Schicksal – Management“. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei, die Anmeldung erfolgt unter <link http: www.generationenhochschule.de external-link-new-window external link in new>www.generationenhochschule.de.