Das Gleichstellungsbüro der Hochschule Harz lädt am Dienstag, dem 7. April, um 19 Uhr, zur Eröffnung der Ausstellung „Mutmacherinnen – Wege aus der Gewalt“ in die „Papierfabrik“ (Haus 9) auf den Wernigeröder Campus ein. In der Wanderausstellung des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung erzählen acht Frauen ihre Geschichte der Gewalterfahrung und des Neuanfangs in der Hoffnung, andere Frauen zu bestärken, Schutz und Unterstützung zu suchen. Anlässlich der Vernissage liest die Gleichstellungsbeauftragte Sarah Piper aus dem Buch „Eine Hymne an das Leben“ von Gisèle Pelicot. „Mutmacherinnen“ ist bis Ende April zu sehen und kann montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr besucht werden; der Eintritt ist wie immer kostenfrei.
Gewalt gegen Frauen kann unterschiedliche Erscheinungsformen haben – zuhause, am Arbeitsplatz, im öffentlichen Raum und im Internet. Die Ausstellung macht deutlich: Gewalt beginnt nicht erst mit körperlichen Übergriffen, sondern oft bereits mit Bedrohungen, Beschimpfungen, Kontrolle und Entwürdigung. Für Betroffene ist es häufig sehr schwer, sich aus der Gewalt zu lösen. Ein entscheidender erster Schritt kann sein, sich jemandem anzuvertrauen, Scham- und Schuldgefühle zurückzulassen und Rat sowie Unterstützung anzunehmen. In Sachsen-Anhalt steht dafür ein engagiertes Hilfenetzwerk zur Verfügung: Frauen und ihre Kinder erhalten kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym Hilfe. „Zugleich richtet die Ausstellung einen klaren Appell an die Gesellschaft: Ob in der Nachbarschaft, im Kollegium oder im Freundeskreis – wir alle sind gefordert, hinzusehen und einzuschreiten, wenn erste Anzeichen von Gewalt erkennbar werden. Es gibt Auswege – es braucht Mut und Ermutigung, diese zu gehen“, betont Stefanie Krebs vom Gleichstellungsteam der Hochschule Harz.