Mittwoch, 17. Juni 2026 | 9:00 bis 16:30 Uhr
Hochschule Harz | Friedrichstr. 57-59 | Haus 9 | 38855 Wernigerode
In ganz Deutschland engagieren sich tausende Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich in Stadt- und Gemeinderäten und Ortsvertretungen. Sie tragen Verantwortung – neben Beruf, Familie und Ehrenamt. Sie sind systemrelevant. Ohne Ehrenamt keine kommunale Selbstverwaltung. Doch die Bereitschaft zur Kandidatur sinkt. Frauen sind unterrepräsentiert. Viele Menschen in der „Rushhour des Lebens“ können kaum noch erreicht werden.
Unsere Fachtagung geht daher der Frage nach: Wie gewinnen wir Menschen für kommunalpolitisches Engagement – und wie schaffen wir Bedingungen, unter denen sie bleiben?
Gemeinsam wollen wir nach Antworten suchen.
Verschiedene Impulsvorträge, eine Podiumsdiskussion und unterschiedliche Workshops bieten dabei die Möglichkeit, konkrete Aspekte zu beleuchten.
| ab 9:00 | Anmeldung und Registrierung |
| 09:30 |
Begrüßung und Einführung ins Thema Prof. Dr. Oliver Junk, Hochschule Harz Christian Höcke, vhw |
| 09:45 |
Impulsvortrag Dr. Katrin Cholotta, Arbeitsstab der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Leiterin Referat AO6 „Demokratie und Engagement“ |
| 10:15 |
Einordnung des vhw zu Zahlen und Entwicklungen Christian Höcke |
| 10:30 |
Studienpräsentation „Trends und lokale Muster des Kandidaturverhaltens bei den Kommunalwahlen am Beispiel Sachsen“ Prof. Dr. Astrid Lorenz, Universität Leipzig Dr. Hendrik Träger, Universität Leipzig |
| 11:00 |
Podiumsdiskussion Inga Otte-Sonnenschein, Stellv. GF Städte- und Gemeindebund LSA Prof. Dr. Astrid Lorenz, Universität Leipzig Tobias Kascha, Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode Julia Angelov, Mitglied im Rat der Stadt Wernigerode |
| 12:00 | Mittagsimbiss |
| 13:00 |
Parallele Workshops 1 und 2 Workshop 1: Starkes Mandat Workshop 2: Gemeinsam stark: Rat und Verwaltung in guter Zusammenarbeit |
| 14:00 | Wechsel der Workshops |
| 14:15 |
Parallele Workshops 3 und 4 Workshop 3: Kulturwandel in Räten: Von Tradition zu innovativer Zusammenarbeit Workshop 4: Realitätscheck: Nachfolge im Ehrenamt und Gremienarbeit unter schwierigen Rahmenbedingungen |
| 15:15 | Kaffeepause |
| 15:45 |
Plenum: Zusammenfassung der Workshops und Ausblick Prof. Dr. Oliver Junk, Hochschule Harz Christian Höcke, vhw |
| 16:30 | Veranstaltungsende |
Wie können wir ehrenamtliche Mandatsträger im Amt konkret stärken?
Bericht und Diskussion zum Aktionsprogramm "Starkes Mandat"
Norman Wegner, stellvertr. Bürgermeister der Stadt Blankenburg
Yannik Roscher, Körber-Stiftung
Gemeinderäte und Verwaltung brauchen sich gegenseitig. Gute Stadtentwicklung gelingt dort, wo beide Seiten konstruktiv zusammenarbeiten. Wie kann gute Zusammenarbeit funktionieren? Wie kann sie verbessert werden? Wer kann was dazu beitragen?
Arkadiusz Szczesniak, Unternehmerbüro der Stadt Halberstadt
Die Attraktivität von Engagement in Gemeinderäten hängt auch von der Arbeitskultur und Offenheit der in den Gremien handelnden Personen selbst ab. Dabei geht es um Dinge wie Offenheit für flexible Sitzungszeiten, offensive Nachwuchsarbeit, Möglichkeiten der Qualifizierung, das Zulassen von neuen Ideen.
Prof. Dr. Oliver Junk, Hochschule Harz
Michael Ohse, Mitglied im Rat der Stadt Goslar
Die strukturelle Lage und Entwicklung der Kommunen, Veränderungen in der
Zusammensetzung der Gemeinderäte sowie das Interesse der Bevölkerung an
Kommunalpolitik beeinflussen auch die Entwicklung der Kandidaturen und die
Arbeitsprozesse in den Gremien. Wie kann damit langfristig umgegangen werden?
René Schernikau, Bürgermeister Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck
Andreas Brohm, Bürgermeister Einheitsgemeinde Tangerhütte