Alena Bleicher - Soziologin aus Überzeugung

Alena Bleicher bekleidet seit Oktober 2020 die Professur für Kommunikations- und Sozialwissenschaften an der Hochschule Harz. An den Fachbereichen Automatisierung und Informatik sowie Wirtschaftswissenschaften lehrt sie wissenschaftliche Methoden – eine wichtige Säule im Studium. Lehrerfahrung sammelte sie bereits an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Bergakademie Freiberg und am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. Alena Bleicher liegt die Wissensvermittlung mit Seminarcharakter sehr am Herzen: „Ob online oder in Präsenz ist erstmal nicht so entscheidend. Es gibt in beiden Modellen Möglichkeiten, dies gut umzusetzen.“

Die Professorin betont: „Langfristig möchte ich meine Expertise aus den Sozialwissenschaften und der interdisziplinären Forschung stärker einbringen. Interdisziplinäres Arbeiten ist in allen Berufsfeldern sehr wichtig. Unterschiedliche Fachkulturen treffen in einem Unternehmen aufeinander. Für Studierende ist es unabdingbar, die übergreifenden Zusammenhänge zu verstehen, um im Berufsleben erfolgreich zu sein.“

Die 43-Jährige studierte Geografie in Dresden, Toulouse und Berlin. Sie promovierte an der Martin-Luther-Universität Halle im Bereich Soziologie. „Ich bin von den Möglichkeiten des Faches Soziologie zur Erklärung der Welt und dem Verständnis von Gesellschaften überzeugt“, erklärt Bleicher. Ab 2007 war die Wissenschaftlerin am Helmholtz-Zentrum tätig. Dabei setzte sie sich mit den Wechselwirkungen zwischen Technologieentwicklung und Gesellschaft und dem Verhältnis von Gesellschaften zu ihrer natürlichen Umwelt auseinander. Beispielsweise befasste sie sich mit Fragen zur Gewinnung sogenannter wirtschaftsstrategischer Rohstoffe und leitete bis September 2020 eine Forschungsnachwuchsgruppe zu diesem Thema. Auch in den Bereichen Altlastensanierung und erneuerbare Energie beschäftigte sie sich mit umwelt- und techniksoziologischen Fragestellungen.

In den Harz ist Alena Bleicher gern gewechselt. Mit ihrer Forschungsnachwuchsgruppe hat sie bereits mehrere Workshops zum Thema „Recyclingregion Harz“ organisiert und dabei die Region kennengelernt. „Wernigerode bietet eine ganz andere natürliche Umgebung als Leipzig. Ich finde es spannend, was im Hinblick auf den Waldumbau im Harz passiert – ein wichtiges Zukunftsthema, das genauso zu Wernigerode gehört wie die Dampflock oder die Bergbaulehrpfade, die mehr über die hiesige Rohstoffgewinnung erzählen.“

Alena Bleicher lehrt in nahezu allen Studiengängen am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften; zusätzlich vermittelt sie wissenschaftliche Methoden im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen am Fachbereich Automatisierung und Informatik.

01.12.2020
Author: Claudia Kepke
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Prof. Dr. Alena Bleicher

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