Berufswege unserer Absolvent/innen



Hardy Röthel – Studiengang Verwaltungsökonomie (B.A.), Abschluss 2016, Sachbearbeiter in der Landesverwaltung

Welchen Weg haben Sie nach dem Studium der Verwaltungsökonomie eingeschlagen?  Öffentlicher Dienst (Landesangestellter)  

Zu welcher Thematik haben Sie Ihre Abschlussarbeit geschrieben? Demografieorientierte Personalpolitik im öffentlichen Dienst  

Welche bleibenden Eindrücke hat das Studium bei Ihnen hinterlassen? Durch die hohe Prüfungsdichte in den ersten drei Semestern bleibt vom Lernstoff wenig hängen, da dieser auf die Schnelle nur auswendig gelernt wird. Das ist meines Erachtens nicht sinnvoll. Die  Anforderungen der Dozenten, die diese an die Studenten stellen, schwanken teilweise sehr stark.  

Wenn Sie auf Ihre Studienzeit zurückblicken, wie lautet Ihr Fazit?  Der Leistungsdruck ist teilweise immens und lässt kaum Spielraum für unerwartete Veränderungen (Kind, Erkrankung etc.). Dies brachte mich sowohl an die physische als auch an die psychische Belastungsgrenze und auch darüber hinaus. Zusammengefasst ließ die Studienzeit mich sehr stark reifen und zeigte mir wo meine Fähigkeiten und Grenzen liegen.  

Wie fühlen Sie sich, durch das Studium, auf die Praxis vorbereitet?  Ich denke sehr gut. Anhand der Praktika konnte ich mich, durch mein erlangtes theoretisches Wissen, sehr gute einarbeiten und dieses Wissen praktisch anwenden.  

Welche Ratschläge würden Sie den heutigen Studierenden mit auf den Weg geben?  Sie sollten lieber ein bis zwei Semester mehr einplanen und demnach ihr Studium besser aufteilen. Dadurch kann der Druck aus den ersten drei Semestern besser verteilt werden.    

Wie glauben Sie, werden die Absolventen des Fachbereichs Verwaltungswissenschaften in der Praxis aufgenommen?  Im öffentlichen Dienst sehr gut. Aus der Privatwirtschaft würde ich mir mehr Zuspruch wünschen.  

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?  Erstmal im Berufsleben ankommen und dann bei notwendigen Bedarf eventuell einen Master (berufsbegleitend).


Felix Albrecht - Studiengang Verwaltungsökonomie (B.A.), Abschluss 2015,
Stabsstelle zur Zusammenführung "Kinder und Bildung" bei der Senatorin für Kinder und Bildung, Freie Hansestadt Bremen

Als gebürtiger Nordhorner, aus dem Grenzgebiet zu den Niederlanden, war der Schritt zum Studium in Halberstadt nicht leicht. Aufgrund der großen Entfernung zwischen Nordhorn und Halberstadt waren Familie und Freundeskreis ziemlich skeptisch.

Im Nachhinein denke ich aber gerne an mein Studium an der Hochschule Harz zurück, die praktische Ausrichtung, aber auch der enge und persönliche Kontakt zu den Professoren war sehr überzeugend. Besonders der Mix im Studium aus Recht und Ökonomie war interessant. Sicherlich gab es auch mal Höhen und Tiefen, aber das ist wohl in jedem Studium so.

Nach meinem Abschluss an der Hochschule Harz war die Bewerbungsphase sehr bemerkenswert. So erhielt ich mehrere Zusagen mit dem Angebot der Verbeamtung. Die Absolventen des Fachbereichs Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz  sind sehr gefragt.

Letztendlich habe ich mich für das Nachwuchsprogramm der Hansestadt Bremen entschieden, da dort die Karrierechancen sehr gut sind und die zahlreichen Schulungsangebote überzeugen. Momentan bin ich bei der Senatorin für Kinder und Bildung in einer Stabsstelle beschäftigt. Dort arbeite ich im Projektmanagement und kümmere mich um die Gründung einer neuen Abteilung und die Integration von mehreren Referaten, die ehemals Bestandteil der senatorischen Behörde für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport waren. Dies ist eine sehr interessante und verantwortungsvolle Arbeit, so habe ich beispielsweise wöchentliche Besprechungen mit der Senatorin und dem Staatsrat.

Letztendlich war dies eine interessante Reise, von Nordhorn in Niedersachsen an der Grenze zu den Niederlanden über Halberstadt in Sachsen-Anhalt nach Bremen in den Norden von Deutschland.


Katja Pinkert – Studiengang Verwaltungsökonomie (B.A.), Abschluss 2014, Sachbearbeiterin kommunaler Finanzbereich

 

Welchen Weg haben Sie nach dem Studium der Verwaltungsökonomie eingeschlagen?

Ich habe relativ spät begonnen Bewerbungen zu schreiben, was sich rückblickend nicht als nachteilig erwie­sen hat. Es hat schnell mit der ersten Stelle geklappt. Ursprünglich habe ich meinen Interessen entsprechend eine Stelle im Bereich Personalentwicklung oder Öffentlichkeitsarbeit angestrebt. Seit Juni bin ich als Sachbearbeiterin im Finanzbereich einer Kommune tätig. Es kommt eben immer ganz anders als man denkt. Schlussendlich haben mich Aspekte wie die zwischen­menschliche Basis sowie die guten Arbeitsbedingungen überzeugt, doch zunächst einmal in einem anderen Bereich zu arbeiten.  

Zu welcher Thematik haben Sie Ihre Abschlussarbeit geschrieben?

Ich habe meine Bachelorarbeit zum Thema „Erfolgsfaktor behördliches Ge­sundheitsmanagement - Der Umgang mit psychischen Arbeitsbelastungen in der sächsischen Ministerialverwal­tung“ geschrieben. Ich habe mich im Rahmen meines Bachelorpraktikums in einem Unternehmen für Personal- und Organisationsentwicklung in Dresden mit psychischen Gefährdungsbeur­teilungen als Präventionsinstrument beschäftigen dürfen. In Bezugnahme auf das Studium hat sich daraus eine Kombination aus psychologisch-arbeitsrechtlichen Aspekten und der öffentlichen Verwaltung ergeben. Auch rückblickend finde ich es immer noch gut, ein für diesen Studiengang eher exotisches Themengebiet aufge­griffen zu haben.  

Wenn Sie auf Ihre Studienzeit zu­rückblicken, wie lautet Ihr Fazit?

Im Großen und Ganzen habe ich das Studium in Halberstadt genossen. Natürlich gibt es in jedem Studium Höhen und Tiefen. So war es bei mir auch. Meiner Ansicht nach spricht aber viel für ein Studium in Halberstadt. Die persönliche Atmosphäre, die Kommu­nikation innerhalb verschiedener Jahr­gänge und auch der direkte Kontakt zu den Dozenten. Ich hatte eine sehr schöne Zeit in Halberstadt und habe viele tolle Menschen um mich gehabt.  

Wie fühlen Sie sich durch das Studi­um auf die Praxis vorbereitet?

Diese Frage kann ich nicht pauschal beantworten. Natürlich bekommt man rechtliche Grundkenntnisse auf breiter Ebene vermittelt, die jedoch in der Praxis so nicht verlangt werden. Ich kann natürlich nur für mein derzeitiges Einsatzgebiet sprechen, wo selbst­verständlich auch haushaltsrechtliche Kenntnisse gefragt sind. Mir persönlich haben aber vor allem die zwischen­menschlichen Aspekte des Studiums weitergeholfen. Innerhalb der Projekte im Hauptstudium war man praktisch gezwungen, sich mit verschiedenen Menschen auseinanderzusetzen um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Das waren wichtige Erfahrungen, die sich in jedem Fall positiv auf die praktische Tätigkeit nach dem Studium ausgewirkt haben.  

Welche Ratschläge würden Sie den heutigen Studierenden mit auf den Weg geben?

Mir persönlich ist erst zum Ende Studiums bewusst geworden, welchen Sinn die vermeintlich „überflüssigen“ Module haben. Während meiner Bachelorarbeit habe ich die eine oder andere Unachtsamkeit meinerseits während der Vorlesungen verflucht. Am Ende ergibt alles irgendwie einen Sinn. Man sollte aus jedem Modul etwas für sich persönlich mitnehmen, was sicher jeder anders definiert. Neben den ganzen Pflichten sollte die freie Stu­dienzeit nicht aus den Augen verloren werden. Vielleicht bleibt neben dem Feiern auch noch ein bisschen Zeit für Engagement. Was auf den ersten Blick vielleicht wie ein „Streber-Dasein“ wirkt, kann so manche Türen öffnen.  

Können Sie sich vorstellen am Fachbereich ein berufsbegleitendes Masterstudium zu absolvieren?

Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Prinzipiell kommt ein berufsbegleitendes Master-Studium langfristig gesehen für mich in Frage. Momentan würde ich mich aber eher für einen Master in Human Resource Management entscheiden.  

Wie glauben Sie, werden die Absol­venten in der Praxis aufgenommen?

Das ist schwer zu sagen. Wenn ich das Verhältnis der Anzahl meiner Bewerbungen zur Anzahl der darauf folgenden Vorstellungsgespräche betrachte, würde ich sagen, dass die Chancen gut stehen. Andere Kommili­tonen hatten weniger gute Rückläufe. Es hängt meiner Ansicht nach weniger von der Abschlussnote als vielmehr von den Bereichen ab, in denen man sich bewirbt. Außerdem kann sich der Eine oder Andere aufgrund seiner Persönlichkeit gut oder weniger gut präsentieren.


Ulrike Fechner, Studiengang Verwaltungsökonomie (B.A.), Abschluss 2013, Projektkoordinatorin Hilfswerk ora international, Schweiz

"Mein Studium an der Hochschule Harz hat mir persönlich und fachlich sehr viel gebracht und mir in vielen Dingen die „Augen geöffnet“. In den Vorlesungen wurde uns immer wieder nahegebracht, dass das Nachhaltigkeitsprinzip für einen Verwaltungsökonom Grundlage jeglichen Denkens und Handelns darstellen sollte. So entschied ich mich, für ein Hilfswerk tätig zu werden. Dort, wo nachhaltiges Arbeiten essentiell ist und Ressourcen effizient genutzt werden müssen. Ich bin jetzt zuständig für Administration, Marketing und Projektkoordination des Hilfswerkes ora international in der Schweiz. Wirtschaftlich souverän agieren muss ich nicht nur von meinem Schreibtisch aus, sondern auch während meiner vor Ort Einsätze in den Projektländern."


Carsta Müller, Studiengang Verwaltungsökonomie (B.A.), Abschluss 2012

 "An meinem Studium haben mir besonders die Lehrveranstaltungen mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Bezug wie Marketing oder strategisches und operatives Controlling gefallen. Aufgrund dessen habe ich mich nach Beendigung des Studiums entschieden, einen Masterabschluss in der Studienrichtung Projektmanagement zu erlangen."

 

Absolvent/innen

Hardy Röthel, Abschluss 2016

Katja Pinkert, Abschluss 2014

Ulrike Fechner, Abschluss 2013

Carsta Müller, Abschluss 2012

 

 

 

 

 

*Die Texte wurden unverändert von der/dem Verfasser/in übernommen. Etwaige Unstimmigkeiten liegen in der Verantwortung der/des Verfassers/in.