Prozess- und Produktionsleittechnik


Laborräume 9.305, 9.306, 9.307 und 9.308


Die Prozessleittechnik- und Fertigungsautomatisierungs-Labore stellen ein über vier Räume verbundenes Gemeinschafts-Labor mit industriellen Modellanlagen und Bearbeitungsmaschinen dar.

Das Labor für Prozessleittechnik besteht aus der Leitwarte mit PCs und Großbild-Projektionssystemen und verschiedenen Modellanlagen aus den Bereichen der Verfahrenstechnik und der Fertigungstechnik/Stückgutfertigung.

Eine Modellanlage stellt eine kleine Taktstraße mit gekoppelten Steuerungssystemen und einem kleinen Roboter dar. Sie bildet damit einen typischen fertigungstechnischen Ablauf ab, in der Werkstücke produziert werden können.

Eine hochgenaue 3D-Messeinrichtung kann zum Vermessen der im fertigungstechnischen Bereich produzierten Werkstücke eingesetzt werden.

Eine weitere Anlage besteht aus gekoppelten Reaktor-Gefäßen, in denen flüssige Produkte hergestellt und in einer nachfolgenden Teilanlage abgefüllt und in Auslieferungscontainer verpackt werden. Leergut wird zurückgenommen, gereinigt und der Abfüllung erneut zugeführt. In dieser Anlage ist eine komplette digitale Fabrik realisiert, so wie sie in der chemischen, der pharmazeutischen und der Lebensmittel-Industrie vorzufinden ist. Diese Anlage wird über ein Prozessleitsystem und verschiedene gekoppelte Steuerungssysteme automatisiert.

In die verfahrenstechnische Anlage ist zusätzlich eine voll funktionsfähige biologische Kläranlage integriert, an der die Automatisierung von Abwasser-Kläranlagen erprobt werden kann.

Wie in einem großen verfahrenstechnischen Unternehmen wird die gesamte Produktionsanlage zentral von der Leitwarte aus gesteuert. Hier hat man einen Überblick über alle Vorgänge in der Anlage, die auf verschiedenen Detailstufen dargestellt werden können. Die Daten werden mit Hilfe von Industrie-Kommunikationssystemen aus der Anlage in die Leitrechner übertragen und dort mit Datenbanksystemen verwaltet. Die Leitwarte wird ebenso zur zentralen Auslegung aller Automatisierungen verwendet. Die erstellten Programme können über speziell eingerichtete Rechnernetzwerke in die Steuerungen geladen werden.

Die Anlagen werden durch die Studierenden im Laufe eines Semesters im Team automatisiert. Dabei können die Studierenden die vielfältigen Aspekte der modernen Automatisierung verfahrenstechnischer und fertigungstechnischer Produktionsanlagen praktisch erproben. Sie werden auch erstmals an komplexe Automatisierungs- und Visualisierungsaufgaben, wie sie in der Praxis auftreten, herangeführt.

Für die Studierenden besteht Sichtkontakt über Fensterflächen, die in die Verbindungswände eingelassen wurden. Damit sind die Auswirkungen von Aktionen, die z.B. in der Leitwarte auf eine der Modellanlagen geschaltet wurden, direkt sichtbar.

Prof. Dr.-Ing. Günter Bühler

Ansprechpartner

FB Automatisierung und Informatik
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Sprechzeiten nach Vereinbarung per Email

Edgar Kanneberg

Laboringenieur

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