Prof. Dr. Oliver C. Ruppel im neuen Gebäudeteil am Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz

„Frieden und Wohlstand sind keine Selbstverständlichkeit“

Ein Gespräch über Welthandel, Sicherheit und Geopolitik

Die Gewissheiten der vergangenen Jahrzehnte geraten zunehmend ins Wanken. Globale Lieferketten werden neu geordnet, geopolitische Rivalitäten verschärfen sich und wirtschaftliche Entscheidungen sind längst zu Fragen der nationalen und internationalen Sicherheit geworden. Die Welt befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess – doch wohin führt dieser Wandel?

Im Rahmen eines Gastvortrags an der Hochschule Harz, der von Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen initiiert wurde, widmete sich Prof. Dr. Oliver C. Ruppel genau dieser Frage. Der international tätige Wirtschafts- und Völkerrechtler beleuchtete die Auswirkungen geostrategischer Machtverschiebungen auf Welthandel und internationale Ordnung. Im Anschluss an die Veranstaltung sprachen wir mit ihm über die Zukunft Europas, die Rolle Deutschlands in einer multipolaren Welt und die Frage, welche Aufgaben auf Verwaltungen und ihre Fachkräfte zukommen.

Zwischen Deglobalisierung und neuer Blockbildung

Herr Professor Ruppel, die internationale Ordnung befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Wandel. Neue Machtzentren entstehen, bestehende Bündnisse werden infrage gestellt und globale Krisen überlagern sich. Welche Rolle kann Deutschland in einer zunehmend multipolaren Welt einnehmen?

Wir erleben tatsächlich keine bloße Verschiebung von Gewichten, sondern eine fundamentale Umkonfiguration der internationalen Ordnung. Die regelbasierte Nachkriegsarchitektur des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (Englisch: General Agreement on Tariffs and Trade, GATT) und der Welthandelsorganisation (WTO) bis hin zur Nordatlantischen Allianz (NATO) steht unter einem Druck, wie wir ihn schon sehr lange nicht erlebt haben. Für Deutschland ist das eine ernste Herausforderung, zugleich aber auch eine historische Chance. Deutschland ist als exportabhängige Volkswirtschaft in besonderer Weise auf offene Märkte, stabile Handelsregeln und verlässliche Bündnisse angewiesen. Diese Grundlagen werden gerade erschüttert. Beispielsweise durch Zölle, die als sicherheitspolitische „Waffe“ eingesetzt werden, territoriale Ansprüche, die wieder auf der außenpolitischen Agenda erscheinen oder multilaterale Institutionen wie die WTO, die an Durchsetzungskraft verlieren. All das kann die deutsche Wirtschaft existenziell treffen.

Andererseits eröffnet diese Lage auch Gestaltungsspielräume. Zusammen mit seinen europäischen Partnern kann Deutschland eine wichtige Stimme für ein reformiertes, multilaterales Handelssystem sein. Nicht als Verteidigung eines überholten Status quo, sondern als Angebot an jene Länder, die weder dem westlichen noch dem chinesisch dominierten Block angehören wollen: der Globale Süden, also Indien, Brasilien, die Türkei, oder große Teile Afrikas. Wer diese Länder nicht als Empfänger von Konditionalkrediten betrachtet, sondern als echte Partner gewinnt, prägt die Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Deutschland hat hier historisch gewachsene Beziehungen, muss ggf. aber gleichzeitig auch historische Schulden anerkennen. Deutschland sollte strategisch denken, ohne ideologisch zu erstarren, und kurzfristige Interessen gegen langfristige Stabilität abwägen. Das ist zwar leichter gesagt als getan, es gibt aber dazu eigentlich keine Alternative.

Ihr Vortrag stellt die Frage „Deglobalisierung oder Reglobalisierung?“. Welche Entwicklungen sprechen aktuell stärker für die eine oder die andere These?

Weder das eine noch das andere trifft es wirklich. Was wir erleben, ist etwas Komplizierteres, nämlich im Sinne einer strukturellen Umkonfiguration des Welthandels, bei der geopolitische Logik die marktökonomische Logik als dominantes Ordnungsprinzip ablöst.

Eine vollständige Deglobalisierung, also ein echter Rückzug aus dem Welthandel, findet nicht statt. Auch Trump will keine USA, die gar nicht mehr handeln; er will vielmehr ein Amerika, das unter anderen Bedingungen handelt. Und Reglobalisierung im Sinne einer neuen, offeneren, regelbasierten Ordnung entsteht ebenfalls nicht. Die WTO liegt zwar am Boden, neue multilaterale Institutionen sind jedoch noch nicht absehbar. Die WTO bedarf zwar zahlreicher Reformen, wird aber auch ohne diese bis auf Weiteres weiter funktionieren, zumindest bestmöglich.

Was aber entsteht, ist ein System handelspolitischer Blöcke: ein westlicher Block aus USA, EU, Japan, Südkorea und Australien, ein chinesisch dominierter Block mit Russland und zentralasiatischen Ländern und dazwischen eine wachsende Gruppe von Ländern, die mehr strategische Autonomie verfolgen. Der Preis als Entscheidungskriterium wird zunehmend verdrängt durch Fragen wie: Wem vertrauen wir? Von wem dürfen wir abhängig sein? Was müssen wir selbst produzieren oder produzieren können?

Das ist eine fundamentale Verschiebung, bei der der Freihandelsgedanke in den Hintergrund rückt. Wir können beobachten, dass die Schlagadern des globalen Handelssystems, also Lieferketten, Seewege und Rohstoffströme derzeit unter sicherheitspolitischen Vorbehalt geraten. Grönland, die Nordostpassage, der Suezkanal, die Straße von Hormus etc...: Das sind machtpolitische Schlüsselpunkte.

Europa auf der Suche nach strategischer Handlungsfähigkeit

Viele Beobachter haben den Eindruck, dass internationale Politik heute stärker von kurzfristigen Interessen und individuellen Führungsstilen geprägt wird als von langfristiger Diplomatie und stabilen Institutionen. Ein Symptom unserer Zeit oder strategische Ausrichtung?

Beides, würde ich sagen; und das macht die Diagnose so schwer. Es wäre bequem, alles auf einen einzelnen Akteur zu reduzieren. Aber die Erosion multilateraler Institutionen ist ein langfristiger Prozess, der bereits weit vor Trump begann. Was wir bei Trump und ähnlichen Führungsfiguren beobachten, ist eine kohärente, wenn auch anfechtbare, weltpolitische Logik: Nationale Interessen gehen vor multilateralen Verpflichtungen. Stärke ersetzt Regelwerk. Das zeigt sich in der US-amerikanischen Blockade des WTO-Berufungsgremiums, in der Weigerung, WTO-Urteile umzusetzen, und in der Neuinterpretation von Sicherheitsausnahmen als Universalschlüssel für beliebige (nationalistische) Handelspolitik.

Hinzu kommt: Wenn eine Großmacht wie die USA diese Sicherheitsausnahme als Universalschlüssel benutzt, lädt sie jedes andere Land ein, dasselbe zu tun. China, Europa, Indien könnten nun ebenfalls beliebige Handelsbarrieren mit nationaler Sicherheit rechtfertigen. Das ist eine Blaupause für eine Welt, in der das Faustrecht der Starken wieder an die Stelle verlässlicher Regeln tritt. Institutionen, die nicht mehr den Realitäten der Zeit entsprechen, müssen reformiert werden. Die WTO war für eine Welt ohne tiefgreifende systemische Rivalitäten gebaut. Die Herausforderung besteht nun darin, neue Regeln zu schaffen, die den Realitäten der Zeit besser gerecht werden, ohne die Errungenschaften der Nachkriegsordnung leichtfertig zu opfern.

Die Europäische Union sieht sich zunehmend zwischen den Interessen großer Machtblöcke wie den USA, China und Russland positioniert. Welche Chancen und Risiken ergeben sich aus dieser Entwicklung für Europa – und wie könnte die EU ihre strategische Handlungsfähigkeit stärken?

Europa steckt in einer strategischen Zwickmühle. Sicherheitspolitisch ist es nach wie vor auf die USA und die NATO angewiesen; und genau diese Verlässlichkeit wird zunehmend infrage gestellt. Wirtschaftspolitisch ist es tief mit China verflochten, einem Land, das zugleich Partner, Wettbewerber und systemischer Rivale ist. Und an seiner Ostflanke führt Russland einen Krieg, der nicht nur eine militärische, sondern auch eine ordnungspolitische Herausforderung darstellt. Das Risiko liegt in der Handlungsunfähigkeit durch Zerrissenheit. Wenn die EU nicht mit einer Stimme spricht, wenn Mitgliedstaaten unterschiedliche Interessen gegenüber China, den USA oder Russland verfolgen, dann verliert sie an strategischem Gewicht. Ein Europa, das zwischen den Blöcken laviert, ohne eigene Position, wird zum Spielball.

Die Chance liegt darin, dass Europa eine genuine Alternative anbieten kann: ein regelbasiertes, multilaterales Modell, das weder dem amerikanischen Unilateralismus noch dem chinesischen Staatskapitalismus folgt. Das setzt aber voraus, dass Europa seine strategische Handlungsfähigkeit ernst nimmt. Das heißt, die Verteidigungsausgaben sollten steigen und die Zusammenarbeit der europäischen Rüstungsindustrie gestärkt werden. Wichtige Abhängigkeiten, besonders bei Halbleitern, pharmazeutischen Wirkstoffen, seltenen Erden, Energie und digitaler Souveränität, gilt es zu verringern. Vor allem aber sollten die Bemühungen verstärkt werden, den Globalen Süden nicht nur als Rohstofflieferant zu sehen, sondern ihn als echten Partner zu gewinnen.

Wir erleben in Europa derzeit die stärkste Militarisierung seit dem 2. Weltkrieg und dem Kalten Krieg. Deutschland hat sein Verteidigungsbudget deutlich erhöht, Schweden und Finnland sind der NATO beigetreten. Das ist ein Signal. Aber militärische Stärke allein reicht nicht. Strategische Handlungsfähigkeit erfordert darüber hinaus auch institutionelle Kohärenz und da hat die EU noch Nachholbedarf.

Welche Entwicklungen werden die internationale Ordnung bis 2035 Ihrer Einschätzung nach am stärksten prägen?

Bis 2035 werden aus meiner Sicht eine Vielzahl von Entwicklungen die internationale Ordnung prägen. Dazu gehört, dass sich die Rolle des Handels grundlegend verändern wird. Wirtschaftliche Beziehungen werden zunehmend nicht mehr allein nach ökonomischen Kriterien gestaltet, sondern stärker von sicherheits-, macht- und geopolitischen Interessen beeinflusst. Das wirkt sich auf Lieferketten, Investitionsentscheidungen und die Struktur des globalen Austauschs aus. Hinzu kommt die wachsende Bedeutung des Globalen Südens. Staaten wie Indien, Brasilien, die Türkei, Südafrika, Nigeria oder Indonesien entwickeln sich zu eigenständigen Akteuren mit eigenen Interessen. Statt sich eindeutig einem der großen Machtzentren zuzuordnen, verfolgen sie zunehmend eine Politik strategischer Autonomie. Ihre Positionierung wird erheblichen Einfluss auf die zukünftige Weltordnung haben.

Aber auch der Klimawandel wird zu einem immer wichtigeren geopolitischen Faktor. Das Abschmelzen des arktischen Eises eröffnet neue Handelsrouten und macht bislang schwer zugängliche Rohstoffvorkommen verfügbar. Die Diskussionen um Grönland zeigen bereits heute, welche strategische Bedeutung Ressourcen, Transportwege und Energieversorgung künftig haben werden.

Gleichzeitig verschärft sich der technologische Wettbewerb. Ob Halbleiter, künstliche Intelligenz, Quantencomputing oder militärische Drohnensysteme; in diesen Bereichen entscheidet sich zunehmend, welche Staaten ihre wirtschaftliche und politische Handlungsfähigkeit ausbauen können. Der Ausgang dieses Wettbewerbs wird die Machtverhältnisse des 21. Jahrhunderts maßgeblich beeinflussen.

Über all diesen Themen stellt sich die Frage nach neuen Formen internationaler Zusammenarbeit. Viele Institutionen der bestehenden Ordnung geraten unter Druck oder verlieren an Wirksamkeit. Damit wächst die Bedeutung neuer Regeln, Kooperationsmodelle und institutioneller Strukturen. Historische Erfahrungen zeigen, dass tiefgreifende Krisen oft den Ausgangspunkt für politische und institutionelle Erneuerung bilden. So entstand das GATT nach den Verwerfungen des Zweiten Weltkriegs, und auch die Europäische Union entwickelte sich aus den Trümmern des 2. Weltkrieges und dem Bestreben, Konflikte des europäischen Nationalismus endlich zu überwinden.

Verwaltungen als Gestalter der Transformation

Wir befinden uns am Fachbereich Verwaltungswissenschaften. Welche Rolle spielen öffentliche Verwaltungen in einer Welt, die von geopolitischen Spannungen, wirtschaftlichen Umbrüchen und neuen Sicherheitsanforderungen geprägt ist?

Eine zentrale Rolle, wenngleich sie häufig unterschätzt wird. Die großen geopolitischen Weichenstellungen, die wir diskutieren, also insbesondere Handelsregulierung, Exportkontrollen, strategische Rohstoffreserven, Rüstungsexportregelungen, Energiesicherheit, etc., all das wird wesentlich durch öffentliche Verwaltungen implementiert. Ohne eine leistungsfähige, gut ausgebildete und adaptionsfähige Verwaltung bleiben politische Strategien Papiertiger. Öffentliche Verwaltungen sind letztlich das Bindeglied zwischen politischen Entscheidungen und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Wenn die internationale Ordnung sich verschiebt, müssen Verwaltungen in der Lage sein, diese Verschiebungen zu antizipieren, zu analysieren und in konkrete Maßnahmen zu übersetzen. Das ist keine bürokratische Routineaufgabe – das ist strategische Gestaltungsarbeit.

Die geoökonomische Zeitenwende, die ich beschrieben habe, hat unmittelbare Konsequenzen für Verwaltungen. Sie müssen zunehmend wirtschaftliche, technologische und sicherheitspolitische Fragen zusammendenken. Dies umfasst Bereiche, die traditionell in unterschiedlichen Ressorts verankert waren. Wenn EU-Agrar-, Energie- und Industriepolitik zusehends mit Technologie-, Rohstoff- und Sicherheitspolitik verzahnt werden, dann braucht es Verwaltungsapparate, die diese Komplexität bewältigen können und zwar unter der besonderen Herausforderung der Geschwindigkeit. Geopolitische Krisen entwickeln sich schnell. Eine Verwaltung, die nur in „tradierten Zuständigkeiten und langwierigen Verfahren“ denkt, wird der Dynamik moderner Krisen nicht gerecht. Das erfordert neue Formen der interministeriellen Koordination, agilere Entscheidungsprozesse und eine stärkere Vernetzung zwischen lokaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene.

Welche Kompetenzen sollten junge Menschen – insbesondere angehende Verwaltungsfachkräfte – entwickeln, um den Herausforderungen einer sich wandelnden Weltordnung begegnen zu können?


Was mir in diesem Zusammenhang besonders wichtig erscheint, ist die Fähigkeit des strategischen Denkens unter Unsicherheit. Die Welt ist zu komplex geworden für einfache Antworten, die formulargerecht abgearbeitet werden können. Wir brauchen nachdenkende Köpfe und keine Algorithmen. Wer künftig Verwaltungsverantwortung trägt, muss in der Lage sein, mit Ambiguität umzugehen, Szenarien zu entwickeln, kurzfristige Interessen gegen langfristige Stabilität abzuwägen. Das erfordert analytische Tiefe, historisches Wissen und die Bereitschaft, etablierte Annahmen zu hinterfragen.

Interdisziplinäres Denken ist unerlässlich. Die alten Trennlinien zwischen Wirtschafts-, Sicherheits-, Umwelt- und Sozialpolitik lösen sich auf. Wer nur in seiner Fachlogik denkt, wird der Komplexität moderner Governance im Mehrebenensystem nicht gerecht. Angehende Verwaltungsfachkräfte brauchen also zumindest gute Grundkenntnisse in Geopolitik, Wirtschaftspolitik, Technologieentwicklung und internationalem Recht; nicht als Spezialisten in allem, aber als kompetente Gesprächspartner über Disziplingrenzen hinweg.

Dies setzt auch die Fähigkeit zum reflektierten Perspektivwechsel voraus. Eine Welt, in der der Globale Süden an Gewicht gewinnt, in der verschiedene Kulturen und politische Systeme nebeneinander existieren und konkurrieren, erfordert ein echtes Verständnis eigener und anderer Sichtweisen. Zum einen als diplomatische Höflichkeit, aber insbesondere auch als epistemische Grundhaltung. Wer die Interessen Brasiliens, Nigerias oder Indonesiens nicht zu verstehen lernt, wird die Weltordnung des 21. Jahrhunderts nicht gestalten können.

Und vielleicht noch ein übergeordneter Punkt: Das Projekt einer regelbasierten, kooperativen internationalen Ordnung ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist eine historische Errungenschaft, die immer wieder erkämpft und verteidigt werden muss. Das Bewusstsein, dass Frieden und Wohlstand nicht einfach da sind, sondern durch individuelles Engagement, kollektive Anstrengung und kluge Politik gestaltet werden, gehört zu den wichtigsten Haltungen, die wir jungen Menschen mitgeben können.

Prof. Dr. Oliver C. Ruppel

Professor für Wirtschafts- und Völkerrecht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Stellenbosch University, Südafrika. Er ist Leiter des Instituts für Entwicklung und Rechtsstaatlichkeit an der School for Climate Studies der Stellenbosch University sowie des Forschungszentrums für Klimaschutzrecht an der Universität Graz, Österreich. Ruppel ist Honorarprofessor an zahlreichen Universitäten weltweit. Während seiner vielseitigen beruflichen Laufbahn war er u.a. als Gründungsdirektor des Regionalprogramms der Konrad-Adenauer-Stiftung für Klimawandel und Energiesicherheit in Subsahara-Afrika; als Gründungsinhaber eines von weltweit vierzehn Lehrstühlen der Welthandelsorganisation; sowie als Direktor des nationalen Menschenrechts- und Dokumentationszentrums von Namibia tätig. Von 2015 bis 2025 war er Fellow am Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management- und Wissensökonomie in Leipzig. Er war koordinierender Leitautor des fünften Sachstandsberichts im Weltklimarat (IPCC) der Vereinten Nationen, welcher die wissenschaftliche Grundlage für das Pariser Übereinkommen von 2015 darstellte.

16.06.2026
Author: Tim Bruns
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Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen

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