Der Weg zur Promotion ist ein spannender, aber auch anspruchsvoller Prozess, der präzise Planung und Unterstützung erfordert. Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen, um den ersten Schritt in Ihr Promotionsvorhaben zu gehen und den Weg durch das Promotionszentrum erfolgreich zu gestalten. Wir begleiten Sie auf diesem Weg mit klaren und strukturierten Prozessen – von der Auswahl Ihres Forschungsthemas bis hin zur offiziellen Annahme als Doktorand:in.
Erfahren Sie, wie Sie sich für eines unserer Promotionszentren bewerben können, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen und wie Sie den passenden Betreuer oder die passende Betreuerin finden. Nutzen Sie zudem die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten, die Ihnen während der gesamten Promotionsphase zur Verfügung stehen.
Wenn Sie Fragen haben oder eine individuelle Beratung wünschen, steht Ihnen Carolin Haupt, Referentin für wissenschaftliche Nachwuchsförderung, gerne zur Verfügung. Sie können unkompliziert einen Beratungstermin über unser Formular vereinbaren.
Sie möchten promovieren?
Bevor Sie in die Promotion starten, lohnt es sich, Ihre persönlichen Beweggründe zu reflektieren: Warum möchten Sie promovieren? Welche Ziele verfolgen Sie? Und welche Rahmenbedingungen bringt die Promotionszeit mit sich?
Informieren Sie sich umfassend über Anforderungen, Möglichkeiten und Herausforderungen – und suchen Sie aktiv das Gespräch mit Professor:innen, Promovierenden sowie mit Ihrer Familie und Ihrem Freundeskreis. Diese Perspektiven helfen Ihnen, eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Ein guter Einstieg in das Thema ist der „ZEIT Campus: Ratgeber Promotion 2023“, den wir Promotionsinteressierten sehr empfehlen.
Themenidee im Kopf – und nun?
Sie haben bereits eine Idee für ein Dissertationsthema und interessieren sich für eine Promotion an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Sachsen-Anhalt? Dann stehen Ihnen viele Wege offen!
Lassen Sie sich gerne individuell und unverbindlich beraten – Carolin Haupt, Referentin für wissenschaftliche Nachwuchsförderung an der Hochschule Harz, unterstützt Sie dabei sowohl bei allgemeinen Fragen als auch bei ersten konkreten Schritten.
Auf unserer Website finden Sie außerdem hilfreiche Informationen zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten während der mehrjährigen Promotionsphase.
Zulassungsvoraussetzungen: Was gilt für Ihre Promotion?
Bevor Sie offiziell in ein Promotionsverfahren starten, informieren Sie sich bitte über die konkreten Zulassungsvoraussetzungen des jeweiligen Promotionszentrums. Die Promotionsordnung bildet die rechtliche Grundlage für alle Promotionen. Sie beschreibt detailliert, welche formalen Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche Rechte und Pflichten Promovierende im Verlauf des Promotionsprozesses haben. Wir empfehlen, die jeweilige Promotionsordnung sorgfältig zu lesen – sie dient als zentraler Wegweiser für Ihre Promotion.
Betreuung finden: Wer begleitet Ihre Promotion?
Die Professor:innen der Hochschule Harz, die an den Promotionszentren beteiligt sind, können Ihre Promotion betreuen – vorausgesetzt, Ihr Thema passt zu ihrem jeweiligen Forschungsfeld. Eine Übersicht der betreuenden Professor:innen finden Sie auf den Seiten der beiden Promotionszentren SGW (Sozial-, Gesundheits- und Wirtschaftswissenschaften) und IWIT (Ingenieurwissenschaften und Informationstechnologien).
Nehmen Sie frühzeitig Kontakt zu einem:einer potenziellen Betreuer:in auf. Am besten vereinbaren Sie einen Gesprächstermin in der Sprechstunde, um Ihr Forschungsvorhaben persönlich vorzustellen. Für den Erstkontakt empfiehlt es sich, Ihre Idee so konkret und strukturiert wie möglich zu formulieren.
Falls Ihr:e Erstbetreuer:in an einer anderen Hochschule tätig ist, informieren Sie sich bitte auch über die beteiligten Partnerhochschulen: Hochschule Anhalt, Hochschule Magdeburg-Stendal und Hochschule Merseburg.
Ihr Forschungsvorhaben konkretisieren
Ein wichtiger nächster Schritt auf dem Weg zur Promotion ist das Verfassen eines Exposés, in dem Sie Ihr geplantes Forschungsvorhaben klar und nachvollziehbar darstellen. Ihr Exposé sollte den aktuellen Forschungsstand, Ihre Forschungsfragen, die Methodik sowie den zeitlichen Rahmen skizzieren. Überarbeiten Sie Ihren Entwurf gemeinsam mit Ihrer betreuenden Person – dieses Feedback ist wertvoll für die Schärfung Ihres Themas. Sobald das Thema abgestimmt ist, schließen Sie gemeinsam eine Betreuungs- bzw. Promotionsvereinbarung ab, um die Zusammenarbeit offiziell zu gestalten.
Offizielle Annahme als Doktorand:in beantragen
Sobald Ihre Promotions- bzw. Betreuungsvereinbarung unterzeichnet ist, können Sie die offizielle Annahme als Doktorand:in im jeweiligen Promotionszentrum beantragen.
Dazu füllen Sie bitte den Annahmeantrag (auch: Annahmegesuch) sowie den Erhebungsbogen für die Promovierendenstatistik aus. Fügen Sie außerdem Ihre Betreuungsvereinbarung, das Exposé sowie alle weiteren erforderlichen Unterlagen bei – orientieren Sie sich dazu an der Checkliste des jeweiligen Promotionszentrums.
Der Antrag mit allen geforderten Dokumenten muss postalisch und digital an die Ansprechperson der Hochschule gesendet werden, an der Ihre Erstbetreuung angesiedelt ist. Bitte achten Sie darauf, dass beide Versionen vollständig und identisch sind – das gilt insbesondere für beglaubigte Kopien der Zeugnisse und Urkunden (diese bitte einscannen).
Wenn Ihre betreuende Person an der Hochschule Harz tätig ist, senden Sie Ihre Unterlagen zur Vorprüfung zunächst digital – in einzelnen PDF-Dateien – an Carolin Haupt:
digital an
promotion@hs-harz.de
postalisch an
Hochschule Harz
z. Hd. Carolin Haupt
Friedrichstraße 57–59
38855 Wernigerode
Bitte reichen Sie die Unterlagen erst nach positiver Rückmeldung zur digitalen Vorprüfung auch postalisch ein.
Entscheidung über Ihre Annahme
Über Ihren Antrag auf Annahme als Doktorand:in entscheidet der Promotionsausschuss des jeweiligen Promotionszentrums. In manchen Fällen erfolgt die Annahme mit fachlichen Auflagen, die Sie im Verlauf der Promotionsphase erfüllen müssen.
Die Entscheidung wird Ihnen postalisch mitgeteilt. Sobald Sie offiziell angenommen sind, sind Sie als Doktorand:in im Promotionszentrum registriert und können mit Ihrer wissenschaftlichen Arbeit beginnen.
Immatrikulation und Unterstützung während der Promotion
Nach Ihrer Annahme als Doktorand:in haben Sie die Möglichkeit, sich an der betreuenden Universität als Promotionsstudierende:r zu immatrikulieren. Die Immatrikulation ist freiwillig, bringt jedoch einige Vorteile mit sich – etwa die Nutzung des Semestertickets, des Bibliothekszugangs und weiterer hochschulischer Angebote. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld direkt an der jeweiligen Universität über die genauen Bedingungen und Vorteile.
Die Hochschule Harz begleitet alle Promovierenden mit einem breit aufgestellten, fachrichtungsübergreifenden Angebot an Qualifizierungs-, Beratungs- und Coachingformaten. Nutzen Sie diese Angebote gezielt, um Ihre wissenschaftlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln und die Qualität Ihrer Promotion nachhaltig zu sichern.
Mit Ihrer Registrierung an der Hochschule Harz tragen Sie außerdem zur statistischen Erfassung von Promovierenden bei – ein wichtiger Beitrag für die Weiterentwicklung der Promotionsförderung auf Landes- und Bundesebene.
Ihre Promotionsphase beginnt
Mit der Annahme als Doktorand:in und der inhaltlichen Abstimmung Ihres Forschungsvorhabens beginnt nun die zentrale Phase Ihrer Promotion. Sie widmen sich intensiv Ihrer wissenschaftlichen Arbeit – unterstützt durch Ihr:e Betreuer:in, das Promotionszentrum und die Angebote der Hochschule Harz.
Für die Durchführung Ihrer Promotion steht Ihnen in der Regel ein Zeitraum von bis zu fünf Jahren zur Verfügung. Sollte Ihre Dissertation danach noch nicht abgeschlossen sein, entscheidet der Promotionsausschuss über die mögliche Fortführung des Promotionsverfahrens.
Im Austausch zum Erfolg
Besonders entscheidend für eine erfolgreiche Promotion ist der kontinuierliche wissenschaftliche Austausch mit Ihrer betreuenden Person. In regelmäßigen Gesprächen können Sie den Fortschritt Ihrer Arbeit reflektieren, Teilergebnisse diskutieren und gemeinsam Lösungsansätze für offene Fragen entwickeln. Dieser Dialog bildet die Grundlage für eine strukturierte Arbeitsweise und trägt wesentlich dazu bei, ein fundiertes und qualitativ hochwertiges Dissertationsergebnis zu erzielen.
Austausch unter Wissenschaftler:innen
Der fachliche Dialog mit anderen Forschenden ist ein wichtiger Bestandteil jeder Promotion. Der Austausch in einer Arbeitsgruppe, die Teilnahme an wissenschaftlichen Kolloquien sowie die Diskussion Ihrer Ergebnisse mit Peers und Expert:innen fördert nicht nur Ihre eigene wissenschaftliche Entwicklung, sondern stärkt auch die Qualität Ihrer Dissertation.
Besuchen Sie während Ihrer Promotionszeit mindestens zwei promotionsbegleitende Seminare oder Veranstaltungen des jeweiligen Promotionszentrums. Darüber hinaus gilt: Halten Sie sich beim Forschen und Schreiben konsequent an die Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis – sie bilden die Grundlage für vertrauenswürdige und verantwortungsvolle Forschung.
Die Hochschule Harz unterstützt alle Promovierenden mit einem breiten Angebot an fachrichtungsübergreifenden Qualifizierungs- und Beratungsangeboten. Als Referentin für wissenschaftliche Nachwuchsförderung steht Ihnen Carolin Haupt jederzeit für individuelle Beratung zur Verfügung und hilft Ihnen, Ihre Promotion erfolgreich zu gestalten.
Nutzen Sie diese Angebote, um die Qualität Ihrer wissenschaftlichen Arbeit zu sichern und Ihre Promotion zielgerichtet voranzutreiben. Bei Fragen zu spezifischen Programmen und Veranstaltungen oder zur Unterstützung im Promotionsprozess können Sie sich jederzeit an Carolin Haupt wenden.
Melden Sie sich auch für unseren Newsletter an, um regelmäßig über neue Angebote und Veranstaltungen zur Unterstützung von Promovierenden informiert zu bleiben.
Zulassung zum Promotionsverfahren
Sobald Ihre Dissertation fertiggestellt ist, stellen Sie beim Promotionsausschuss einen Antrag auf Zulassung zum Promotionsverfahren. Dafür reichen Sie Ihre Dissertation sowie alle weiteren erforderlichen Unterlagen sowohl in gedruckter als auch in digitaler Form ein. Bitte orientieren Sie sich dabei an der geltenden Promotionsordnung, um sicherzustellen, dass alle Anforderungen erfüllt sind.
Den Antrag zur Zulassung und Einleitung des Promotionsverfahrens erhalten Sie auf Anfrage bei Ihrer zuständigen Referentin für Nachwuchsförderung. Diese wird Ihnen auch bei der formalen Abwicklung des Verfahrens zur Seite stehen.
Im Zuge des Zulassungsantrags können Sie Gutachter:innen für Ihre Dissertation vorschlagen. Eine der Gutachter:innen wird Mitglied des Promotionszentrums und zu Ihrer Fachrichtung passen. Die zweite Gutachter:in wird extern sein, um Ihre Dissertation umfassend und unabhängig zu beurteilen. Bitte beachten Sie, dass Ihre betreuende Person nicht als Gutachter:in fungieren darf. Dies dient der Sicherstellung der Unabhängigkeit der Gutachten, wie es auch der Wissenschaftsrat empfiehlt.
Nach der Einreichung Ihres Antrags auf Zulassung zum Promotionsverfahren entscheidet der Promotionsausschuss, ob das Verfahren offiziell eingeleitet wird. Sollte dies der Fall sein, wird der Ausschuss eine Promotionskommission für Ihr Promotionsverfahren einsetzen und die Gutachter:innen für Ihre Dissertation festlegen.
Gutachter:innen und Entscheidung des Promotionsausschusses
Die Gutachter:innen haben anschließend acht Wochen Zeit, um Ihre Dissertation zu begutachten und einen Bewertungsvorschlag abzugeben. Sobald die Gutachten vorliegen, werden diese gemeinsam mit Ihrer Dissertation für zwei Wochen zur Einsichtnahme ausgelegt.
Nach Ablauf dieser Frist entscheidet der Promotionsausschuss auf Grundlage der Gutachten über die Annahme Ihrer Dissertation. In einigen Fällen kann es erforderlich sein, dass Sie auf Wunsch des Ausschusses noch Ergänzungen oder Änderungen an Ihrer Dissertation vornehmen müssen, bevor diese endgültig angenommen werden kann. In einem solchen Fall wird Ihnen eine entsprechende Frist für die Überarbeitung gesetzt.
Die Verteidigung Ihrer Dissertation (Disputation)
Spätestens drei Monate nach der Annahme Ihrer Dissertation müssen Sie diese hochschulöffentlich und mündlich vor der Promotionskommission verteidigen. In der Kommission sitzen neben anderen Professor:innen auch Ihre betreuende Person sowie die Gutachter:innen Ihrer Dissertation.
Im Vorfeld der Disputation halten Sie einen maximal 30-minütigen Vortrag, in dem Sie die wesentlichen Ergebnisse Ihrer Dissertation präsentieren. Im Anschluss folgt eine 60- bis 90-minütige Prüfung, in der der Inhalt Ihrer Dissertation sowie die Gutachten diskutiert werden. Die Disputation erstreckt sich jedoch über die Dissertation hinaus und behandelt auch verwandte Probleme des Faches, angrenzende Disziplinen und den aktuellen Forschungsstand in diesen Bereichen (vgl. der Promotionsordnungen von IWIT und SGW).
Direkt nach der Disputation erhalten Sie die Gesamtnote für Ihre Dissertation und die Disputation. Damit ist das Promotionsverfahren abgeschlossen.
Veröffentlichung der Dissertation
Nach der Disputation haben Sie innerhalb von zwei Jahren Zeit, Ihre Dissertation zu veröffentlichen. Achten Sie darauf, eventuelle Auflagen umzusetzen, die Ihnen die Promotionskommission nach der Disputation auferlegt hat.
Bevor Sie die Dissertation veröffentlichen, muss die veröffentlichungsreife Version vom Vorsitzenden des Promotionsausschusses genehmigt werden. Erst nach dieser Genehmigung können Sie Ihre Dissertation offiziell veröffentlichen.
Erhalt der Promotionsurkunde
Sobald Ihre Dissertation veröffentlicht wurde und die Pflichtexemplare beim Promotionszentrum eingegangen sind, erhalten Sie Ihre Promotionsurkunde. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Sie offiziell den Doktortitel führen.
Herzlichen Glückwunsch – Sie haben den letzten Schritt auf dem Weg zu Ihrer Promotion erfolgreich gemeistert!