Claudia Hellwig

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Lego-Roboter programmieren im Zuge des Orientierungsstudiums

 

Am 5. Juni testeten sechs Studierende des Orientierungsstudiums ihre Programmierkünste mit Hilfe von Lego-Robotern.

 

 

Blickte jemand im Vorbeigehen zufällig in den Kursraum, fielen sofort die auf dem Boden hin und her fahrenden Roboter auf. Die Studierenden standen um sie herum und beobachteten stolz ihre Arbeit oder saßen am Computerbildschirm und versuchten Fehler im Code zu beheben.

 

Das Modul “Lego-Roboter programmieren” ist speziell darauf ausgerichtet, die praktischen Anwendungsmöglichkeiten der Informatik schnell und zugänglich zu vermitteln. Denn hat man schon den ersten Befehl geschrieben, erhält man ein sofortiges Bewegungsfeedback durch den Roboter. Praktischer funktioniert programmieren kaum. In früheren Veranstaltungen wie dem Girls’Day hat dies schnell zu strahlenden Gesichtern geführt. Wie auch wieder in diesem Kurs.

 

Nachdem die erste Zeile Code geschrieben war und die Roboter die ersten Zentimeter gefahren sind, war das Lächeln groß. Die anwenderorientierte auf C basierende Programmiersprache NXC nahm den Teilnehmern und Teilnehmerinnen schnell die Angst vor der für die meisten doch gewöhnungsbedürftigen Syntax.

Als letzte Aufgabe sollten Ultraschall-, Licht- und Bewegungssensoren verbaut und funktionsfähig gemacht werden. Alles bisher Gelernte konnte dadurch selbstständig angewandt werden und der eigene Lernfortschritt wurde umso deutlicher.

 

Der Kurs zeichnete sich durch eine lockere und konstruktive Arbeitsatmosphäre aus. Keine Frage war zu einfach oder unangebracht und jeder war motiviert, seinen eigenen Roboter dazu zu bewegen, in Vierecken zu fahren.

Der Arbeitsprozess gestaltete sich kollaborativer als man es vielleicht von einem Programmierkurs erwarten würde. Der Kurs fand dank der zuvor erlernten Grundlagen gemeinsam Lösungen für fehlerhafte Codes. So konnten die Lego-Roboter weiterhin ungestört ihre Runden drehen.

 

Das Modul ist ein Teil des Orientierungsstudiums der Hochschule Harz und richtet sich an alle, die sich noch nicht sicher sind, was sie studieren möchten. Auch wenn der Studiengang noch neu an der Hochschule ist, ist sein Potential nicht abzustreiten. Besonders hinsichtlich der geringen Bewerberinnenzahlen in den MINT-Studiengängen ist das Orientierungsstudium eine wichtige ergänzende Maßnahme, um mehr Frauen für diese Bereiche zu begeistern. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

 

Und wer einen Studiengang des Fachbereichs Automatisierung und Informatik studieren möchte, aber trotzdem noch Bedenken bezüglich des Workloads hat, dem hilft eine weitere Studienvariante der Hochschule, das Studium ++. In dieser Studienvariante wird die Regelstudienzeit in den Bachelorstudiengängen des Fachbereichs Automatisierung und Informatik um zwei Semester verlängert. Damit haben die Studierenden Zeit, sich intensiv und ausführlich mit den Grundlagen des Studiums - Mathe, Englisch und Informatik - auseinander zu setzen, um so ein solides Fundament für eigene Projekte im Verlauf des Studiums aufzubauen.