ERASMI (Empowering Regional Actors & Stakeholders for Migrant and Refugee Inclusion)

Im Projekt ERASMI werden Good-Practice-Beispiele für netzwerkbasierte Kooperationsformen im Kontext der Integration von Geflüchteten und Migranten kompiliert und vergleichend analysiert, um auf diese Weise Erfolgsfaktoren für eine gelingende Formierung, Etablierung und Weiterentwicklung lokaler/regionaler Integrationsnetzwerke zu identifizieren. Die Hochschule Harz arbeitet dabei in einem transnationalen Konsortium mit Partnern aus Deutschland, Italien, Dänemark, Türkei und Irland zusammen.

Aktuelles

20.05.2020 | Hochschulforschung zu betrieblicher Integration von Geflüchteten in Sachsen-Anhalt in Sammelband veröffentlicht

 

Eine wichtige Grundlage der Arbeit in ERASMI sind eigene wissenschaftliche Studien der Projektmitarbeiter zu Fluchtmigration in Sachsen-Anhalt. Im Rahmen einer im Jahr 2019 eingereichten Bachelorarbeit an der Hochschule Harz legte ERASMI-Projektmitarbeiter Stefan Apitz seine auf der Grundlage empirischer Erhebungen gewonnenen Forschungsergebnisse zur betrieblichen Integration von Geflüchteten im Bundesland vor. Auf der Basis dieser Studie erarbeiteten der Verfasser und die Projektleiterin der beiden Hochschulprojekte IntegriF II und ERASMI, Prof. Dr. Birgit Apfelbaum, einen Beitrag mit den wichtigsten Erkenntnissen, der kürzlich im ersten Band zur Prämierung hervorragender Abschlussarbeiten unter dem Titel „Zwischen innovativer Polizeiarbeit und neuem Management. Herausragende Abschlussarbeiten der Hochschulen für den öffentlichen Dienst 2019“ im NOMOS-Verlag veröffentlicht worden ist.

Der Herausgeber Prof. Dr. Jürgen Stember, Präsident der Rektorenkonferenz der Hochschulen für den öffentlichen Dienst, hat das Konzept der Reihe so angelegt, dass die Beiträge der Absolventen gemeinsam mit dem jeweiligen Erstprüfer bzw. Erstprüferin auf der Basis der Abschlussarbeit gemeinsam verfasst worden sind. Der Band beinhaltet insgesamt 17 in den jeweiligen Hochschulen bereits vorgeschlagene Abschlussarbeiten in einer ca. 20seitigen Zusammenfassung. Darin enthalten sind auch die drei bundesweit prämierten Arbeiten, die den Preis des dbb im Oktober 2019 im Rahmen der Rektorenkonferenz der Hochschulen für den öffentlichen Dienst an der Hochschule der Deutschen Bundesbank in Hachenburg bekommen haben.

Der Sammelband ist über den NOMOS-Verlag erhältlich:
www.nomos-elibrary.de/10.5771/9783748902850/zwischen-innovativer-polizeiarbeit-und-neuem-management

19.03.2020 | Start der Online-Befragung zum Thema „Kooperation in Netzwerken für die Integration von Migrant*innen und Geflüchteten“


Unsere Online-Befragung zum Thema „Kooperation in Netzwerken für die Integration von Migrant*innen und Geflüchteten“ ist Anfang März gestartet. Der dazugehörige Fragebogen ist hier abrufbar: https://unipark.de/uc/ERASMI/. Die Befragung richtet sich an die Koordinator*innen und Schlüsselakteure von Integrationsnetzwerken und vergleichbaren Formen netzwerkbasierter Kooperation. Eine Teilnahme an der Befragung ist bis 31. Mai 2020 möglich. Das Good-Practice-Kompendium wird spätestens im Dezember 2020 veröffentlicht.

Projektinformationen

Hintergrund

An der sozialen Integration von Geflüchteten und Migrant*innen ist eine Vielzahl staatlicher und nichtstaatlicher Akteure und Stakeholder beteiligt. Zur Bündelung von Ressourcen und Kompetenzen gilt auf Grund der Komplexität des Handlungsfeldes eine intensive und zielorientierte Kooperation in heterogenen Netzwerkstrukturen als vielversprechender strategischer Ansatz. So haben sich in den letzten Jahren in ganz Europa zahlreiche innovative und erfolgreiche formelle und informelle Formen netzwerkbasierter Kooperation etabliert, die wesentlich zur Stärkung der Integration von Geflüchteten und Migrant*innen auf lokaler und regionaler Ebene beitragen können. Für die jeweils beteiligten staatlichen Akteure, Wohlfahrtsverbände, Bildungsträger, Migrantenselbstorganisationen, Unternehmen bis hin zu ehrenamtlich Engagierten haben Fragen der Koordination, Steuerung und (Konflikt-)Moderation, der internen und externen Kommunikation, aber auch der Transparenz und Nachhaltigkeit ihrer Arbeit besondere Relevanz. Im Vorgängerprojekt IntegriF II (2018/2019) hat sich die Hochschule Harz bereits intensiv mit der Etablierung und Stärkung von Netzwerkstrukturen und –kompetenzen im Handlungsfeld Integration beschäftigt und auf diese Weise selbst zur Bildung eines informellen regionalen Netzwerks in Sachsen-Anhalt (sogenanntes IntegriF-Netzwerk) beigetragen. Die im Kontext dieses Projekts gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse werden nun in Zusammenarbeit mit Partnern aus Deutschland, Dänemark, Italien, Irland und der Türkei vertieft, um die Gelingensbedingungen für erfolgreiche Kooperation zur Förderung der Integration von Geflüchteten und Migrant*innen im europäischen Kontext verstärkt in den Blickpunkt von Forschung und Öffentlichkeit zu rücken und zum Kompetenzaufbau kooperationswilliger Akteure beizutragen.

Projektziel

Ziel von ERASMI ist ein Beitrag zur Stärkung heterogener Akteursgruppen im Handlungsfeld der Integration von Geflüchteten und Migrant*innen durch

  • Professionalisierung von Organisationen und ihren Mitarbeiter*innen und
     
  • Entwicklung von Kompetenzen zur Bildung und Konsolidierung von netzwerkbasierten Kooperationen.

Ab Frühjahr 2020 werden zunächst Beispiele guter Praxis in allen Partnerländern und weiteren europäischen Staaten gesammelt, um eine gesamteuropäische Perspektive auf erfolgreiche und innovative Netzwerkarbeit zu eröffnen. ERASMI möchte durch die Zusammenstellung eines Good-Practice-Kompendiums und die Entwicklung interaktiver Lerntools zur Professionalisierung, Stärkung der Handlungsfähigkeit und erhöhten Sichtbarkeit bestehender Netzwerke beitragen. Darüber hinaus werden die ERASMI-Projektpartner in den Partnerländern selbst als Initiatoren neuer Kooperationen und Netzwerke fungieren.

Zentrale Fragestellungen

  • Wie lässt sich die netzwerkbasierte Zusammenarbeit im Handlungsfeld der Integration von Geflüchteten und Migrant*innen optimieren?
     
  • Was sind Erfolgsfaktoren der netzwerkbasierten Zusammenarbeit im Handlungsfeld der Integration von Geflüchteten und Migrant*innen?
     
  • Welche innovativen Methoden und Lerntools sind geeignet, um Kompetenzen für die netzwerkbasierte Kooperation zu verbessern?
     
  • Welche Tools und Maßnahmen sind geeignet, um regionale Netzwerke zu etablieren?

Arbeitspakete und Intellectual Outputs (IOs)

Auftakt Dezember 2019

Es ist für viele nach wie vor eine tägliche Herausforderung: Die Arbeit mit geflüchteten Menschen. Um ihre Erfahrungen zu teilen, haben sich am 11. und 12. Dezember 2019 Integrationsakteure aus ganz Europa auf dem Halberstädter Campus der Hochschule Harz getroffen. Es war die erste gemeinsame Veranstaltung des neuen Projekts "Empowering Regional Actors & Stakeholders for Migrant and Refugee Inclusion" (ERASMI), das von der Hochschule Harz koordiniert wird. Weiter zur Pressemitteilung vom 2. Januar 2020.

Projektdaten

Laufzeit

01.09.2019 – 31.08.2022


Förderung

Erasmus+, im Bereich „Strategische Partnerschaften“


Projektwebsite

www.erasmi.info


Dokumente zum Download

Projektpräsentation Februar 2020

Prof. Dr. Birgit Apfelbaum

Projektleiterin

Professorin für Kommunikations- und Sozialwissenschaften
Tel +49 3943 659 435 Fax +49 3943 659 5435 -5435 Raum D213, Haus D, Halberstadt
Sprechzeiten nach Vereinbarung per E-Mail

Robin Radom

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

FB Verwaltungswissenschaften
Tel +49 3943 659 449 Fax +49 3943 659 5449 -5449 Raum D222, Haus D, Halberstadt

Stefan Apitz

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Projektmitarbeiter
Tel +49 3943 659 448 Fax +49 3943 659 5448 -5448 Raum D222, Haus D, Halberstadt