Berufswege von Absolventen

Kathleen Lumma, Landesgeschäftsführerin des ADFC Baden-Württemberg, Abschluss 2012

Wie beurteilen Sie den Masterstudiengang „Tourism and Destination Development“ rückblickend?

Der Master hat mir viele wichtige Arbeitsweisen und Inhalte in zahlreichen Hausarbeiten, Projektarbeiten und Workshops vermittelt, welche ich bis heute regelmäßig anwende. Darüber hinaus war das Studium inhaltlich sehr praxisnah und liefert damit eine gute Basis für einen Berufseinstieg.

Was ist Ihr derzeitiger Beruf und welche Aufgaben sind damit verbunden?

Ich bin Landesgeschäftsführerin des ADFC Baden-Württemberg (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club). Vorher war ich Referentin für Radtourismus in demselben Verband und als die Stelle der Geschäftsführung vakant war, habe ich es einfach mit einer internen Bewerbung versucht. Mein Aufgabenfeld ist sehr vielfältig: Typische Aufgaben sind die Organisationsentwicklung, das Personalmanagement und das Controlling, aber auch die Repräsentanz des Verbandes oder das Projektmanagement gehören zu meinen Tätigkeiten. Denn in einem gemeinnützigen Verband ist der Geschäftsführer selten nur der Steuermann, sondern meist zugleich am Steuer und am Ruder!

Wie können Sie das Wissen, das Sie während Ihres Studiums erworben haben, in Ihrem Beruf anwenden?

Ich wende derzeit weniger die fachlichen Inhalte als die erlernten Techniken und Grundlagen, wie z.B. Analyse- oder Bewertungsmethoden an.

Sie haben nach dem Studium schnell einen Job gefunden. Welche Ratschläge haben Sie an zukünftige Absolventen für den Berufseinstieg?

Sei open-minded bei der Jobsuche! Ein zu enges Suchfeld schränkt auch die Möglichkeiten ein. Letztlich ist Tourismusmanagement eine BWL-Ausbildung und in der Tourismusbranche (und auch in anderen Branchen) warten tolle Jobs (Controlling, Finanzierung, Personalmanagement etc.), die nicht immer in den Vorstellungen der Absolventen existieren. Wenn man sich aber verdeutlicht, welche „Werkzeuge“ einem das Studium an die Hand gegeben hat, wird das Suchfeld sehr viel größer und man kann wirklich interessante Jobs abseits des umkämpften Tourismus-Mainstreams in den Produktmanagement-Abteilungen der Reiseveranstalter finden.

Dorothea Schneider, Geschäftsführerin DümmerWeserLand Touristik und Regionalmanagerin Diepholzer-Land, Abschluss 2012

Wie beurteilen Sie den Masterstudiengang „Tourism and Destination Development“ rückblickend?

Ich konnte im Master genau die für mich relevanten Wissenslücken schließen. Wichtige Studienelemente waren für mich vor allem die wirtschaftswissenschaftlichen und sozialbezogenen Fächer, wie „Führung“ und „Konfliktmanagement“. Durch viele Projekt- und Gruppenarbeiten sowie Präsentationen waren Kommunikationskompetenz, Organisation im Team und die Auseinandersetzung mit praktischen Themen stets gegeben.

Was ist Ihr derzeitiger Beruf und welche Aufgaben sind damit verbunden?

Ich habe eine zweigeteilte Stelle. Ich bin zum einen Geschäftsführerin für einen touristischen Regionalverband. Meine Tätigkeiten sind sehr vielfältig und reichen von der finanziellen und personellen Verantwortung für mein kleines Team sowie für die Geschäfte des Vereins, über die Entwicklung und Umsetzung von Marketingstrategien- und -maßnahmen über Gremienarbeit bis hin zur Unterstützung und Beratung von Gastgebern. Mit dem zweiten Teil meiner Stelle bin ich für die Förderung der Regionalentwicklung in einem Verbund aus fünf Kommunen tätig. Wir verfolgen eine gemeinsame Entwicklungsstrategie. Ich unterstütze und berate öffentliche und private Akteure über Fördermöglichkeiten, bearbeite Förderanträge und setze viele tolle regionale Projekte mit um.

Wie können Sie das Wissen, das Sie während Ihres Studiums erworben haben, in Ihrem Beruf anwenden?

Das Studium hat mich insofern gut auf die Arbeitswelt vorbereitet, dass es mir das richtige Handwerkszeug (Herangehensweise, Soft Skills etc.) und einen breiten Einblick in unterschiedliche Themenbereiche mit an die Hand gegeben hat, um mich in unterschiedliche Themen einzuarbeiten. Für mich ist der Master vor allem aufgrund der erlernten strategisch-analytischen Herangehensweise an Themen relevant, z.B. wenn es um die Entwicklung neuer Produkte und Angebote geht. Außerdem benötige ich für Präsentationen häufig Zahlen und Branchentrends und da ist es gut zu wissen, auf welche gängigen Studien/Branchenreporte ich zurückgreifen kann. Konkret ist für mich zum Beispiel der Bereich „Qualitätsmanagement“ aus dem Studium relevant, da ich mich unter anderem um das Thema „Klassifizierungen/Zertifizierungen“ kümmere. Außerdem stellt auch die Gestaltung von Marketingmaterialien einen wichtigen Schwerpunkt dar. Hierfür sind z.B. die erlernten Kenntnisse im Rahmen des Seminars „Touristische Medienkonzepte“ wichtig.

Sie haben nach dem Studium schnell einen Job gefunden. Welche Ratschläge haben Sie an zukünftige Absolventen für den Berufseinstieg?

Praktische Erfahrungen entweder durch Nebenjobs und Praktika im und nach dem Studium oder im Rahmen der Masterarbeit halte ich für absolut wertvoll, um erste Kontakte für den Berufseinstieg zu knüpfen. Etwas Geduld bei den Bewerbungen und auch das notwendige Quäntchen Glück, gehören bei der Jobsuche natürlich immer dazu. Ist der Einstieg erst einmal geglückt, zeigt die Praxis häufig, in Inhaltliches kann man sich hineinarbeiten. Das „A“ und „O“ sind nach meiner Einschätzung die sozialen Kompetenzen, wenn es darum geht, wie man sich im Berufsalltag bewährt.

Erik Franke, Projektmanager bei PiNCAMP, Abschluss 2017

Wie beurteilen Sie den Masterstudiengang „Tourism and Destination Development“ rückblickend?

Um sich von der großen Anzahl an potenziellen Mitarbeitern abzuheben, ist eine fundierte akademische Ausbildung ein großer Vorteil. Die Hochschule Harz verfügt über einen prominent besetzten Lehrstuhl im Tourismusbereich, um genau das zu gewährleisten. Darüber hinaus genießt der Studiengang einen sehr guten Ruf.

Die Exkursionen und Kooperationen mit touristischen Unternehmen sowie die Unterstützung im Praxissemester ermöglichen einen erfolgreichen Transfer des Wissens in die Praxis, wodurch der Lerneffekt sehr groß ist. Auch der hohe Anteil an Prüfungen in Form von Vorträgen und Hausarbeiten erlauben eine selbstständige und vertiefte Einarbeitung in selbst ausgewählte Themen.

Der grüne Campus, das Miteinander von Studierenden und Hochschulmitarbeitern, kurze Wege und die Modernität der gesamten Hochschule bieten beste Grundvoraussetzungen zum Studieren.

Was ist Ihr derzeitiger Beruf und welche Aufgaben sind damit verbunden?

Ich bin Projektmanager bei PiNCAMP, einem Vergleichsportal für Campingplätze. Mein Aufgabengebiet umfasst zunächst die abteilungsübergreifende Koordination von Projekten sowie die Erstellung und Verbesserung von Prozessen und Workflows innerhalb des Unternehmens. Darüber hinaus unterstütze ich die Führungsebene bei der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Dabei übernehme ich analytische Aufgaben und unterstütze bei Verhandlungen mit potenziellen Kooperationspartnern.

Wie können Sie das Wissen, das Sie während Ihres Studiums erworben haben, in Ihrem Beruf anwenden?

Die Hochschule Harz gewährleistet Dank ihres hohen Praxisbezuges sehr gute Voraussetzungen für die Vorbereitung auf die Arbeitswelt. Für eine Managementposition ist natürlich insbesondere das Verständnis für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und die damit verbundenen Entscheidungsprozesse eine Grundvoraussetzung. Wichtiger als das Wissen sind jedoch die erworbenen Sozial- und Problemlösungskompetenzen – die bringen mich in meinem Berufsalltag voran.

Sie haben nach dem Studium schnell einen Job gefunden. Welche Ratschläge haben Sie an zukünftige Absolventen für den Berufseinstieg?

Viele Studierende stellen im Rahmen der ersten Bewerbung Ihre Studieninhalte und die Themen von Projekten und Abschlussarbeiten in den Vordergrund Ihres Kenntnisprofils. In den meisten Fällen sind diese Inhalte für den Arbeitgeber irrelevant; daher rate ich jedem Absolventen ohne relevante Arbeitserfahrung, den Schwerpunkt stattdessen auf persönliche Stärken zu legen. Insbesondere für Trainee und Junior Positionen, aber auch für andere Positionen zählen die Persönlichkeit und das Mindset umso mehr als die vermeintlichen thematischen Erfahrungen.

Der richtige Einstiegsjobs ist übrigens nicht der mit dem besten Gehalt oder gar der im größten Unternehmen, sondern derjenige, welcher die steilste Lernkurve ermöglichst und die meiste Verantwortung gibt.

Svenja Berkhoff, Projektassistenz bei PROJECT M, Abschluss 2018

Wie beurteilen Sie den Masterstudiengang „Tourism and Destination Development“ rückblickend?

Für mich war das Masterstudium auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Wie im Vorfeld erhofft, haben mir die Projektarbeiten und vor allem das Praxissemester sehr weitergeholfen. Auch die Veranstaltungen mit externen Dozenten aus der Praxis waren spannend. Darüber hinaus war die Arbeit mit unterschiedlichen Programmen (z.B. SPSS Statistics, RegioGraph) sehr hilfreich.

Was ist Ihr derzeitiger Beruf und welche Aufgaben sind damit verbunden?

Ich arbeite als Projektassistenz bei einer Tourismusberatung und bin dort in verschiedenen Beratungsprojekten mit dem Schwerpunkt Destinationsmanagement und -entwicklung sowie Marktforschung tätig.

Wie können Sie das Wissen, das Sie während Ihres Studiums erworben haben, in Ihrem Beruf anwenden?

Da ich nun im Projektmanagement mit Schwerpunkt Destinationsmanagement tätig bin, kann ich das Wissen des Masterstudiums – sowohl das fachliche Wissen als auch die erlernten Analysemethoden – sehr gut anwenden.

Sie haben nach dem Studium schnell einen Job gefunden. Welche Ratschläge haben Sie an zukünftige Absolventen für den Berufseinstieg?

Möglichst während des Studiums bereits praktische Erfahrungen sammeln und Kontakte zu Unternehmen knüpfen. Vielleicht ergeben sich dadurch erste Möglichkeiten…