
Mein Name ist Mats und ich arbeite als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fahrsimulator der Hochschule Harz. Dort verfasste ich zuletzt auch meine Masterarbeit zum Thema Motion Sickness. Um den Fahrsimulator an der Hochschule weiter entwickeln und meine Forschung in diesem Bereich weiter vorantrieben zu können, war für mich die Promotion der nächste sinnvolle Schritt.
Meine Arbeit untersucht den Einfluss moderner Fahrzeugschnittstellen wie Touchscreens, Head-up-Displays sowie Sprachsteuerungen auf die kognitive Ablenkung von Fahrenden. Im Mittelpunkt steht ein systematischer, datengetriebener Vergleich zwischen Fahrsimulator- und Realfahrstudien. Dabei wird untersucht, in welchem Maße Ergebnisse aus Simulatoren auf reale Fahrsituationen übertragbar sind. Dazu werden objektive Fahrdaten, Blickverhalten, physiologische Messungen und subjektive Belastungsmaße erfasst und statistisch sowie modellbasiert ausgewertet.
Die Relevanz der Arbeit ergibt sich aus der hohen sicherheitskritischen Bedeutung von Ablenkung im Straßenverkehr, die einen erheblichen Anteil an schweren Verkehrsunfällen hat und durch die Nutzung moderner Infotainmentsysteme deutlich verstärkt wird. Da bisherige Studien überwiegend entweder Simulator- oder On-Road-Ansätze verfolgen, fehlt eine fundierte Validierung ihrer Vergleichbarkeit. Die Arbeit schließt diese Forschungslücke und liefert wichtige Erkenntnisse für Verkehrspsychologie, Simulatorvalidität und die evidenzbasierte Gestaltung ablenkungsarmer Fahrzeugschnittstellen.
Forschungsschwerpunkte:
Akademische Ausbildung: