Dem Waldwandel im Harz nachspüren – das können Interessierte in der neuen Ausstellung auf dem Wernigeröder Campus: „Geformt von Sturm und Käfer – Der Harzwald wandelt sich“. Der Goslarer Künstler und mehrfach ausgezeichnete Fotograf Bertram Kösler zeigt in der Rektoratsvilla berührend ästhetische Fotos und Waldtexte aus drei Jahrhunderten. Die Vernissage findet am Mittwoch, dem 3. Juni, um 19 Uhr, statt. Die Ausstellung ist bis Ende August zu sehen und kann montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist wie immer frei.
Der Harz ist mystisch, dunkel, von Nebelschwaden durchzogen, geheimnisvoll und von Sagen umwoben. Hexentanzplatz, Walpurgisnacht und Teufelsmauer passen in dieses Bild. So war es früher. Dann schwand die Mystik: Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer kamen. Kösler, der schon seit seiner Jugend fotografiert und später Fotografie studiert hat, besuchte dieselben Orte mehrfach, immer auf der Suche nach neuem Licht und nach Veränderungen im Landschaftsbild. „Licht, Schatten, Regen, Schnee, Sturm, Jahreszeiten, Mondphasen sind dynamische Prozesse, die den Charakter eines Ortes ständig verändern“, so der Künstler. Er betont: „Ich will den Blick schärfen für die große, dynamische Transformation, den Wandel im Harz. Die alten Fichtenplantagen verschwinden, etwas Neues wächst heran. Der Wunsch ist groß, dass es ein Wald wird.“