
Das Projekt "Theresa" will das Potenzial sog. thermoelektrischer Generatoren (TEG) zur Unterstützung der Energiewende erforschen. Insbesondere soll deren Anwendung auf mittlere und kleine Temperaturdifferenzen untersucht werden, die in der natürlichen Umwelt sowie auch in verschiedenen technischen Anwendungen vorkommen. TEGs nutzen den Seebeck-Effekt, um aus Temperaturdifferenzen zwischen ihrer Ober- und Unterseite elektrische Energie zu erzeugen. Während sie bisher vor allem für energieautarke Sensoren im Milliwattbereich eingesetzt werden, eröffnet eine Adaption dieser Technologie auf größere Flächen und höhere Temperaturdifferenzen neue Möglichkeiten in der passiven Energieerzeugung. "Theresa" verfolgt das Ziel, die kontinuierliche Stromerzeugung von TEGs bei Temperaturdifferenzen von bis zu 40 K zu nutzen, wo bereits Leistungen von 250 W/m² möglich sind – das ist mehr als bei konventionellen Solarmodulen. Die Integration der TEG-Technologie auf Dächern, Fassaden, in geothermischen Quellen, Tunneln, Bergwerksschächten und an Prozessanlagen bietet im Erfolgsfall neue Potentiale für die ganzjährige, wartungsarme und nachhaltige Erzeugung von Energie - und damit für eine ganz neue Form von passivem Energiefarming.
Publikationen zum Vorhaben
Rudolf Mecke, & Peter Kußmann. (2024). Thermoelectric generator for energy production from renewable sources. Renewable Energy and Power Quality Journal, 70–75. https://doi.org/10.52152/3932 (Poster)
Foto im Header: Mike Brückmann
Laufzeit: 01.09.2026 – 31.05.2029
Mittelgeber: Land Sachsen-Anhalt /
Europäische Union (EFRE)
Förderprogramm: Sachsen-Anhalt
WISSENSCHAFT STEP (Strategic
Technologies Europe Platform)
Gesamtbudget: 732.256,17 Euro
Förderkennzeichen: ZS/2025/09/205821
Projektteam:
Prof. Dr. Rudolf Mecke
Prof. Dr. Christian Aden
Dr. Ute Urban (Fraunhofer)
Peter Kußmann, Dipl.-Ing.(FH)