Die Hochschule Harz und die Stiftung Moses Mendelssohn Akademie in Halberstadt arbeiten bereits seit über vier Jahren zusammen; die zunächst auf fünf Jahre befristete Kooperationsvereinbarung wurde nun verstetigt.
Seit dem Sommersemester 2022 werden verschiedene Lehrveranstaltungen angeboten, die insbesondere die Studierenden des Fachbereichs Verwaltungswissenschaften gegen Antisemitismus sensibilisieren. Damit wird ein Punkt aus dem Landesprogramm für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus mit Leben gefüllt, der eine „Blickfeldschärfung für die öffentliche Verwaltung“ fordert. Durch die Einbindung des Berend Lehmann Museums für jüdische Geschichte und Kultur (in Trägerschaft der Moses Mendelssohn Akademie) werden inhaltliche Schnittstellen genutzt und die Themen jüdisches Leben und jüdische Kultur, Toleranz und die daraus resultierenden Anforderungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltungen in Studieninhalte integriert. Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen, Direktorin der Akademie und Hochschullehrerin am Halberstädter Fachbereich Verwaltungswissenschaften, erklärt: „Die Studierenden haben unter anderem in einem semesterübergreifenden Projekt einen Leitfaden zum Thema Antisemitismus für Mitarbeitende der öffentlichen Verwaltung entwickelt, der auf der Webseite der Landeszentrale für politische Bildung abrufbar ist.“
Beide Institutionen dokumentieren das Interesse an der Vermittlung interkultureller Kompetenzen sowie grundlegender Kenntnisse über die kulturelle und religiöse Pluralität in Deutschland. „Damit werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Studierenden in der späteren Tätigkeit vorurteilsfrei gegen jede Form von Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus agieren können“, betont Prof. Dr. Folker Roland, Rektor der Hochschule Harz.
Bildunterschrift: Rektor Prof. Dr. Folker Roland (2. v.l.), Jutta Dick sowie Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen von der Moses Mendelssohn Akademie haben am 30. August die unbefristete Kooperationsvereinbarung im Rahmen des Tages der offenen Jüdischen Häuser in Halberstadt im Beisein von Minister Prof. Dr. Armin Willingmann unterschrieben.