„Award Innovative Wirtschaftsförderung“ erstmals verliehen

Professor der Hochschule Harz initiiert bundesweiten Wettbewerb

 

Im Rahmen des Forums deutscher Wirtschaftsförderer wurden am 22. November 2019 erstmals 13 Wirtschaftsfördereinrichtungen für ihre innovativen Projekte ausgezeichnet. Der Preis wurde von den Organisatoren des Forums, darunter der Deutsche Städte- und Gemeindebund, sowie der Hochschule Harz ausgeschrieben. Insgesamt hatten sich 86 Einrichtungen beworben.

Wirtschaftsförderungen arbeiten häufig im Verborgenen, wo sie innovative Unternehmen an ihrem Standort unterstützen. Sie selbst werden aber selten in ihrer Arbeit und ihren Erfolgen wahrgenommen und schon gar nicht für ihre konzeptionellen Ansätze oder operativen Aktivitäten gewürdigt. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Verband der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaften e.V. und das Deutsche Institut für Urbanistik wollen als Organisatoren des „Forums deutscher Wirtschaftsförderer“ gemeinsam mit der Hochschule Harz diesem vielfältigen Engagement der kommunalen Wirtschaftsförderungen Rechnung tragen. Der auf Initiative von Prof. Dr. Jürgen Stember, Hochschullehrer am Halberstädter Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz, ausgelobte Preis würdigte nun erstmals innovative Ansätze im Rahmen des jährlich in Berlin stattfindenden Kongresses.

Die Preisträger in der Kategorie Städte/Gemeinden bis 100.000 Einwohner sind:

  • 1. Preis: Markt Murnau mit dem Projekt „Vom Krankenhaus zum InnovationsQuartier. Digitalwirtschaft & Co-Working & Makerspace – Fördermaßnahme im ländlichen Raum im Zeitalter der Digitalisierung“
  •  2. Preis: Stadt Meckenheim mit dem Projekt „bio innovation park Rheinland - Gewerbeflächenprofilierung durch Klimaschutzmaßnahmen“
  •  3. Preis: Stadt Konstanz mit dem Projekt „Konstanzer Synergie-Diamant: Entwicklung des städtischen Transformationsthemen im Rahmen des Handlungsprogramm Wirtschaft 2030“

Die Preisträger in der Kategorie Städte ab 100.000 Einwohner sind:

  •  1. Preis: Stadt Dortmund mit dem Projekt „Wirtschaftsförderung 4.0“
  •  2. Preis: Stadt Karlsruhe mit dem Projekt „Kreativgründerzentrum Perfekt Futur, Ganzheitlicher Ansatz rund um die Gründungsförderung im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft“
  •  3. Preis: Stadt Düsseldorf mit dem Projekt „Startup-Woche“

Die Preisträger in der Kategorie Regionen und kommunale Zusammenschlüsse sind:

  •  1. Preis: Stadt Düsseldorf, Landkreis Mettmann und IHK Düsseldorf mit dem Projekt „Expat Service Desk ME & DUS (Servicestelle für internationale Fach- und Führungskräfte Stadt Düsseldorf – Kreis Mettmann)“
  •  2. Preis: KielRegion GmbH mit dem Projekt „Gewerbeportal Kiel - Ihr Standort mitten im echten Norden“
  •  3. Preis: Wirtschaftsförderung Deltaland GmbH mit dem Projekt „Organisation der regionalen Wirtschaftsförderung gleichzeitig sowohl als PPP als auch als interkommunale Kooperation“

Die Preisträger in der Kategorie Kreise/Landkreise sind:

  •  1. Preis: gfw-Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf mbH (und WFG Ahlen mbH) mit dem Projekt „HOKO.LAB _ ROBOTIK + PROGRAMMIEREN! Im Gründer- und Dienstleistungszentrum Ahlen“
  •  2. Preis: Landratsamt Böblingen mit dem Projekt „Zentrum Digitalisierung Landkreis Böblingen Begleiter von KMU der Region Stuttgart auf dem Weg zur Digitalisierung“
  •  3. Preis: Landkreis Osterholz mit dem Projekt „Innovationsförderung für kleine und mittlere Unternehmen im Landkreis Osterholz“

Ein Sonderpreis ging an die Wirtschaftsförderungs- und Standortmarketinggesellschaft Landkreis Sigmaringen mbH mit dem Projekt „Das Azubi-Taxi - Mit der Geschäftsführung auf Tour“.

Aufgrund der hohen Bewerberzahl und vieler positiver Rückmeldungen ist eine Neuauflage des Awards in den kommenden Jahren vorgesehen. Aktuell wird seitens der Hochschule Harz an einer Publikation mit dem Titel „Innovative Wirtschaftsförderungen in Deutschland“ gearbeitet, die fast 60 Projekte aus dem Bewerberkreis veröffentlichen und somit anderen Wirtschaftsfördereinrichtungen zugänglich machen wird. Das von Prof. Dr. Jürgen Stember herausgegebene Buch soll im Februar 2020 erscheinen.

 

Prof. Dr. Jürgen Stember

FB Verwaltungswissenschaften
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