
Das Ziel des Nationalparks „Natur Natur sein lassen“ schützt die einzigartige Naturlandschaft des Harzes, ohne dabei den Menschen auszusperren. Klar, dass viele Gäste, aber auch Bewohner der Region, Erholung in der sagenumwobenen Bergwildnis suchen. Dabei ist die Nationalparkverwaltung besonders an einem nachhaltigen Tourismus interessiert und findet hier vielerlei Fürsprecher und Unterstützer – wie die Nationalpark-Partner.
Nationalpark-Partner sind touristische Betriebe, Vereine und Institutionen der Nationalparkregion, die umweltfreundlich agieren, um aktiv die Natur zu schützen und die Region nachhaltig zu entwickeln.
Für uns als Hochschule mit einem Studienschwerpunkt im Tourismus bedeutet es, MultiplikatorInnen auszubilden, die ein Verständnis für natürliche Prozesse haben und die touristische schonende Einbettung in die Natur erlernen . Alle Studierenden können von den Bildungsangeboten profitieren und die Idee eines Nationalparks, der um die Ecke liegt, mit in ihre zukünftigen Wirkungsbereiche tragen.
Der Grundstein für eine gelebte Partnerschaft wurde bereits vor der Fusion 2024 gelegt. Zahlreichen Kooperationsprojekte haben seitdem mit der Hochschule Harz stattgefunden, ob Studierendenprojekte oder Forschungsvorhaben. Die enge und langjährige Partnerschaft ist 2025 endlich auch ganz offiziell besiegelt worden.
Das Institut für Tourismusforschung (ITF) im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der HS Harz begleitet unter Betreuung von Dr. Matilde S. Groß und Prof. Dr. Natalie Stors die systematische Erfassung der wirtschaftlichen Effekte des Tourismus im Nationalpark Harz.
Das sozioökonomische Monitoring (SÖM) stellt hierfür das zentrale Forschungsinstrument dar. Es macht die Wechselwirkungen zwischen Natur, Mensch und regionaler Wirtschaft sichtbar und messbar. Mit dem Fokus auf die touristische Wertschöpfung übersetzt das SÖM-Forschungsprojekt die immateriellen Werte des Naturschutzes in nachvollziehbare ökonomische Kennzahlen. Kernstück ist ein modulares Studiendesign, das quantitative Erhebungen (Zählungen, Befragungen) mit strukturellen Analysen der Tourismusinfrastruktur kombiniert. So lassen sich die touristische Nutzung und ihre sozioökonomischen Effekte differenziert nach Besuchstyp, Nationalpark-Affinität und Ausgabenkategorie belastbar berechnen.