3. Platz bei „Jugend forscht“: Vereinsgeförderter Heckenschneideroboter überzeugt die Jury

Ein von unserem Förderverein unterstütztes Schülerprojekt hat beim Regionalwettbewerb Halle den 3. Platz im Fachbereich Technik belegt.

Theo Glase und Moritz Kramer (beide 17, Gymnasium Wernigerode) haben sich eine Frage gestellt, die viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer kennen: Warum gibt es für den Rasen längst Mähroboter, für die drei Meter hohe Hecke aber nur die wacklige Leiter und die schwere Heckenschere? Technische Lösungen für den Heckenschnitt existieren bislang fast ausschließlich als industrielle Großgeräte – etwa Mulchköpfe am Unimog, deren Anschaffung sechsstellige Beträge verschlingt.

Unter dem Titel „Hilfeleistungen beim Schneiden von Hecken im Privatgebrauch“ entwickelten die beiden deshalb das Konzept und ein funktionsfähiges Modell eines Heckenschneideroboters für den privaten Garten. Das Ergebnis ist ein kompakter Rover auf vier einzeln angetriebenen Mecanum-Omnirädern, der sich in jede Richtung manövrieren lässt. Ein Schrittmotor hebt als Schraubenlift – vom Prinzip her wie bei einem 3D-Drucker – die Plattform mit dem Sägeblatt auf die gewünschte Höhe, ein Servo stellt dessen Neigung ein. Gesteuert wird alles über ein M5Stack Dial und einen Raspberry Pi; ein Not-Aus-Schalter und abgesicherte Stromkreise sorgen für die nötige Sicherheit. Sämtliche Sonderteile konstruierten die beiden selbst in Blender und druckten sie auf ihrem eigenen 3D-Drucker.

Begleitet wurde das Projekt von Cathleen Rackwitz vom Gymnasium Wernigerode sowie fachlich von der Hochschule Harz, unter anderem durch Laboringenieur Peter Kußmann bei Machbarkeitsfragen und Bauteilauswahl. Unser Verein hat die Beschaffung der nicht druckbaren Komponenten – von Schrittmotor und Treibern über Netzteil und Sicherungen bis zum Rover-Chassis – ermöglicht; die Bestellung wickelte unsere zweite Vorsitzende Justina Ehlert ab.

Beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ am 17. Februar 2026 in Halle wurde die Arbeit mit dem 3. Platz im Fachbereich Technik ausgezeichnet. Auch der MDR berichtete über den Wettbewerb und zeigte das Projekt in seinem Beitrag.

Für Theo Glase und Moritz Kramer ist das Modell ausdrücklich ein Anfang: Automatisierungsgrad, Arbeitshöhe, Hebetechnik und Stabilisierung lassen sich in weiteren Versionen ausbauen. Genau dafür haben die beiden auch alternative Ansätze – von schienengeführten bis hin zu fliegende Lösungen – theoretisch durchgespielt und dokumentiert.

Wir gratulieren herzlich zu diesem Erfolg und freuen uns, dass unsere Förderung aus einer guten Idee ein greifbares Modell gemacht hat.

MDR-Beitrag zum Wettbewerb (Projekt bei ca. 1:15 min): zum Video