Erfahrungsberichte Kurzzeitaufenthalte von Studierenden

„A Culture of Sustainability“ in den USA: Sarina Lindau

"Einmal US-Campus-Luft schnuppern und wertvolle Auslandserfahrungen sammeln: Über das Fulbright Summer School Stipendium durfte ich in diesem Jahr an einem mehrwöchigen Intensivkurs in den USA teilnehmen. Im Mittelpunkt des Programms „A Culture of Sustainability“ standen für mich neben spannenden Einblicken in die amerikanische Kultur und das Hochschulsystem vor allem der interdisziplinäre Austausch sowie der Aufbau eines globalen Netzwerks.

Schon die Vorbereitung auf die Reise war eine wertvolle Erfahrung: Vor dem Austausch hatte ich die Möglichkeit, an dem Kurs „Developing Cultural Competence“ teilzunehmen. Dieser Kurs
ermöglichte es mir, Kultur tiefer zu verstehen, meine eigene kulturelle Prägung zu reflektieren und andere Perspektiven schätzen zu lernen.
Das Stipendium hat mir anschließend ermöglicht, das US-amerikanische Campusleben und Kurssystem hautnah mitzuerleben. Besonders beeindruckt hat mich die Vielfalt des Programms: Unser Auftakt erfolgte in Washington D.C., wo wir neben dem Besuch des Kapitols im Hauptsitz der Weltbank spannende Einblicke in deren soziales und klimapolitisches Engagement erhielten. Nach vier Tagen und einer sechs-stündigen Zugfahrt ging es weiter nach Raleigh an die NC State University. Dort besuchten wir unterschiedliche Fachvorlesungen.
Mein persönliches Highlight war das Thema Blue Economy als Gegenstück zur Green Economy.
Zum Abschluss der Reise durften wir schließlich unser eigenes Research Poster zum Thema Green Gentrification präsentieren.

Mit unzähligen neuen Eindrücken und einem wertvollen internationalen Netzwerk bin ich wieder zurück nach Deutschland gekehrt. Das Fulbright-Stipendium war eine enorme persönliche und akademische Bereicherung. Ich kann allen Studierenden nur ans Herz legen, diese Chance zu nutzen und sich zu bewerben."

Summer School „Challenges for Sustainable Management“ in Rennes: Lena Müller

Vom 1. bis zum 10. Juli hatte ich die Möglichkeit, an der Summer School „Challenges for Sustainable Management“ in Rennes in der Bretagne teilzunehmen. Während meines Bachelors wollte ich immer gerne eine Summer School besuchen, allerdings hat es zeitlich aufgrund der Prüfungsphasen bisher nie richtig gepasst. Als ich dann die Möglichkeit entdeckt hatte, eine Summer School zu besuchen, die gleichzeitig thematisch genau zu meinem Studium Nachhaltiges Management passt, war für mich schnell klar, dass ich diese Chance nutzen möchte.

Mit der Erwartung, neue internationale Menschen kennenzulernen und mein Wissen rund um das Thema Nachhaltigkeit zu vertiefen, bin ich nach Rennes gereist. Und genauso war es dann auch, besonders spannend war der internationale Austausch, denn wir kamen aus ganz unterschiedlichen Ländern (Kolumbien, Norwegen, Italien, Deutschland, Lettland, Slowakei) und brachten dadurch verschiedene Erfahrungen, Sichtweisen und kulturelle Hintergründe mit.
      
Genau diese Mischung hat die zehn Tage für mich so unvergesslich gemacht.

Unser Alltag bestand hauptsächlich aus verschiedenen Lehrveranstaltungen, die sowohl vormittags als auch nachmittags stattfanden. Dabei waren die Vorlesungen keineswegs nur klassischer Frontalunterricht. Vielmehr wurden wir immer wieder aktiv einbezogen, konnten unsere eigenen Meinungen einbringen und gemeinsam diskutieren. Inhaltlich drehte sich alles um unterschiedliche Aspekte nachhaltigen Wirtschaftens, von Digital and Sustainable Marketing Strategy über Sustainable Development und Financial and Sustainability Reporting bis hin zu Sustainable Entrepreneurial Ecosystems, Green Supply Chain Management und Intercultural Management. Besonders interessant fand ich persönlich den Bereich der Entrepreneurial Ecosystems, da mir die Veranstaltung einen neuen Blick darauf gegeben hat, wie Unternehmen, Start-ups, Politik, Hochschulen und weitere Akteure gemeinsam nachhaltige Veränderung voranbringen können.

Neben dem fachlichen Programm kam natürlich das gemeinsame Erleben nicht zu kurz. Nach den Veranstaltungen haben wir regelmäßig zusammen in Rennes gegessen, die Stadt erkundet und den Abend gemeinsam verbracht. Besonders schön war, dass zu dieser Zeit auch die Fußball-Weltmeisterschaft stattfand. Durch die vielen unterschiedlichen Nationalitäten in unserer Gruppe hatte jeder sein eigenes Team, dem er die Daumen gedrückt hat. Genau solche Momente haben dafür gesorgt, dass aus einer Gruppe von Fremden schnell Freunde worden.
Auch außerhalb von Rennes konnten wir viele Eindrücke von der Bretagne sammeln. Ein besonderes Highlight war für mich der Besuch des Gezeitenkraftwerks La Rance zwischen Saint-
Malo und Dinard. Dort wird die Kraft der Gezeiten genutzt, um erneuerbare Energie zu erzeugen. Besonders beeindruckend fand ich zu sehen, wie eine natürliche Ressource wie die Kraft der Gezeiten technisch genutzt werden kann, um Strom zu erzeugen.
Ein weiteres absolutes Highlight war unser Ausflug zum Mont-Saint-Michel. Die historische Insel mit ihrem mittelalterlichen Ortskern und der beeindruckenden Abtei, die hoch über der Bucht thront, war schon für sich ein außergewöhnliches Erlebnis. Besonders spannend war anschließend unsere geführte Tour durch die Bucht. Dabei konnten wir die Landschaft rund um den Mont-Saint-Michel kennenlernen und erfuhren viel über die extremen Gezeiten und den dort vorkommenden Treibsand.

Rückblickend habe ich aus den zehn Tagen in Rennes nicht nur fachlich viel mitgenommen. Vor allem der Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen hat mir gezeigt, wie wertvoll es ist, die eigene Perspektive immer wieder zu hinterfragen. Nachhaltigkeit ist ein globales Thema und genau deshalb ist es wichtig, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen und voneinander zu lernen. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass man keine Angst davor haben sollte, wenn das eigene Englisch nicht perfekt ist. Gerade der internationale Austausch lebt davon, dass nicht jeder dieselbe Sprache perfekt beherrscht, sondern dass man offen aufeinander zugeht und bereit ist, sich zu verstehen.

Ich kann einen solchen Kurzzeitaufenthalt daher auf jeden Fall weiterempfehlen. Wer die Möglichkeit hat, an einer Summer School teilzunehmen, sollte diese Chance meiner Meinung
nach unbedingt nutzen. Vor allem dann, wenn die Inhalte zum eigenen Studium passen. Die zehn Tage in Rennes waren für mich eine wertvolle Mischung aus fachlicher Weiterentwicklung, kulturellen Erfahrungen, neuen Freundschaften und vielen besonderen Erlebnissen. Ich würde mich jederzeit wieder für einen solchen Aufenthalt entscheiden und bin mir sicher, dass ich einige der Menschen, die ich dort kennengelernt habe, nicht zum letzten Mal gesehen habe.

„Summer School EUR ELMI 2026“ der Université Côte d'Azur in Nizza: Jolina Lindner

Die „Summer School EUR ELMI 2026“ der Université Côte d'Azur in Nizza (Frankreich) vom 05.07.2026 bis zum 28.07.2026 war eine unglaublich wertvolle internationale, akademische und kulturelle
Erfahrung! Die Kommunikation mit dem Service Team der Universität und die gesamte Organisation sind absolut problemlos und schnell abgelaufen.

Ich wollte schon immer die Welt bereisen und so viele internationale Aufenthalte wie möglich machen. Von daher war mir klar, dass ich auch im Rahmen meines Masterstudiums Business Consulting an der Hochschule Harz entweder an einer Summer/Winter School teilnehmen oder ein Auslandssemester absolvieren möchte. Da ich mir allerdings nicht sicher war, ob ein akademischer Langzeitaufenthalt
direkt das Richtige für mich ist, wollte ich zuerst einen Kurzzeitaufenthalt probieren. Die Bewerbung verlief super schnell und unkompliziert!

Schon bei meinem Anflug am 05.07.2026 habe ich die wunderschöne und einzigartige Landschaft der Côte d'Azur gesehen. Ich wurde sehr freundlich und hilfsbereit empfangen und zur Unterkunft gebracht. Mir wurde das Programm der Summer School bereits im Voraus zugeschickt. Alle weiteren Schritte und Tätigkeiten, die zu erledigen waren, wurden mir zeitnah und von einer studentischen
Hilfskraft erklärt. Das Programm der „Summer School EUR ELMI 2026“ war sehr abwechslungsreich. Wir haben viele unvergessliche kulturelle Ausflüge an der Côte d'Azur gemacht und im Rahmen von
Lehrveranstaltungen mehr über die Wirtschaft und den Tourismus von Frankreich erfahren. Am Vormittag des ersten Tages wurden alle Teilnehmenden im Rahmen einer Eröffnungszeremonie empfangen und das Service Team hat sich vorgestellt. Ich konnte alle anderen Teilnehmenden kennenlernen, habe alle wichtigen Informationen erhalten und konnte auch meine Fragen stellen. Am Nachmittag haben wir einen Ausflug in die Altstadt von Nizza gemacht und dabei mehr über die französische Kultur, Kulinarik und den Alltag in Frankreich erfahren.
Am zweiten Tag haben die Lehrveranstaltungen begonnen. Alle Teilnehmenden mussten an Wirtschaftsvorlesungen und an einem Sprachkurs auf Englisch oder Französisch teilnehmen. Die
Wirtschaftsvorlesungen fokussierten sich auf die französische Wirtschaft und den Tourismus, Sport und Tourismus sowie auf Digitalen Tourismus. Ich habe mich für den Sprachkurs Englisch entschieden und in einer kleinen Gruppe sehr individuell gelernt.
Es gab absolut keinen typischen Alltag, da ich neben den klassischen Lehrveranstaltungen und den kulturellen Ausflügen im Rahmen der Summer School auch persönliche Freizeit hatte. Somit konnte ich beispielsweise an den Wochenenden im Juli die Städte/Gegenden an der Côte d'Azur entdecken, die nicht Teil der Ausflüge der Summer School waren. Insbesondere die Tagesausflüge nach Cannes,
Monaco und Grasse waren einzigartig, wunderschön und einfach jeden Aufwand im Voraus wert!

Mein persönliches Highlight war ein Besuch in Grasse, der Welthauptstadt des Parfüms. Dort konnte ich bei der französischen Parfümmanufaktur Galimard mein eigenes Parfüm herstellen und benennen.
Egal welcher Ausflug es war, ich habe immer die Freiheit, das Lebensgefühl und den Glanz der Côte d'Azur gespürt. Einer meiner schönsten Sommer ging mit der offiziellen Abschlusszeremonie und der
Verleihung der Zertifikate zu Ende.

Ich empfehle die „Summer School EUR ELMI“ der Université Côte d'Azur auf jeden Fall weiter! Für mich sind es nicht nur die fachlich bereichernden Vorlesungen und tollen Ausflüge, es sind vor allem die
wertvollen Erinnerungen und Erfahrungen, die ich nie vergesse. Zudem konnte ich in einem Monat sogar meine englische Sprache verbessern. Und das nicht nur, weil ich den ganzen Tag über Englisch
sprechen musste, sondern weil ich meine Aussprache, Grammatik und mein Vokabular im Sprachkurs Englisch gezielt verbessern und trainieren konnte.

Hier meine Tipps für zukünftige Teilnehmende: Vor dem geplanten Kurzzeitaufenthalt habe ich mir eine To-do-Liste erstellt, die alle anstehenden Aufgaben sammelt. Dabei bin ich so vorgegangen, dass ich mir den Ablauf der Summer School von der Bewerbung, über den eigentlichen Aufenthalt bis hin zur Abreise vorgestellt und danach die Aufgaben notiert habe. Zudem empfehle ich, sich auch rechtzeitig über die Einreisebestimmungen des Ziellandes zu informieren, die finanzielle Absicherung vor,
während und nach dem Kurzzeitaufenthalt zu garantieren und sich vor allem die Entscheidung für oder gegen einen Kurzzeitaufenthalt gut zu überlegen!

Ich hatte mir erhofft, möglichst viele neue Kulturen und Menschen kennenzulernen. Diese Erwartung hat sich für mich mehr als erfüllt, da das Summer School EUR ELMI Team und auch die Teilnehmenden international sehr breit aufgestellt waren! Ich durfte viele bereichernde Menschen aus China, Amerika, Frankreich, Algerien, Ungarn, Italien und Montenegro kennenlernen. Aus Bekanntschaften haben sich auch schnell Freundschaften entwickelt, die ich nicht mehr missen möchte. Ich bin sehr dankbar für Alles, was ich in dieser Zeit erleben durfte und würde es immer wieder machen!