Katharina Böhme und Magdalena Werner

Mehr Nachhaltigkeit im Tourismus

Studierende der HS Harz vertreten Deutschland bei der UNWTO Students' League

Die Welttourismusorganisation UNWTO hat auch in diesem Jahr dazu aufgerufen, sich an der Global UNWTO Students' League zu beteiligen. Dieses Programm bietet Studierenden eine internationale Plattform, um der Branche innovative Ideen für mehr Nachhaltigkeit im Tourismus zu präsentieren.

Das Team

Im Mai 2021 wurden die Studentinnen Katharina Böhme, Franziska Hollas, Neele Sophie Ludwig, Jara-Lea Mallwitz und Magdalena Werner des Master-Studiengangs Tourism and Destination Management ausgewählt, an der Challenge teilzunehmen. Vorausgegangen ist dem Ganzen eine Bewerbung bei der UNWTO im Rahmen eines Studienkurses mit Prof. Dr. Harald Zeiss. Das Team der Hochschule Harz ist das einzige Team aus Deutschland in der Kategorie „Master‘s Level Global – Rural Development“ und muss sich nun gegen 17 weitere Teams durchsetzen. Die Freude über die Teilnahme an der Challenge ist den Studentinnen förmlich ins Gesicht geschrieben. „Als wir realisiert haben, dass wir das einzige Team für Deutschland in dieser Kategorie sind, stieg in uns ein enormer Druck auf“, beschreibt Magdalena Werner die Gefühlslage.

Die Challenge

Die UNWTO hat allen Teams das gleiche Thema gegeben und sechs Wochen Zeit, die Challenge zu bearbeiten. Es galt die Herausforderung anzunehmen und eine nachhaltige, inklusive und zugleich realisierbare Strategie für die ländliche Region Tabant in Marokko zu erarbeiten. Die 17 Sustainable Development Goals dienten als Orientierung.

Ende Juni wurden die Ergebnisse eingereicht und von einer Jury der UNWTO begutachtet. Die vier besten Konzepte schaffen es in die Finalrunde und erhalten die Möglichkeit, dieses auf internationaler Bühne zu präsentieren.

Ein solides Konzept für das „Happy Valley“

Die Destination wurde vorgegeben. „Damit haben wir nicht gerechnet. Wir hätten auch gern ein Konzept für den ländlichen Raum in Sachsen-Anhalt entwickelt“, so Katharina Böhme. Tabant und die Region Happy Valley waren für die Studentinnen komplettes Neuland. Aber dafür ermöglichte es die UNWTO über digitale Fragerunden und Online-Meetings mit mehreren Guides aus der Region in den Austausch zu treten.

Das Team hat zuerst alle Ideen gesammelt, zusammengetragen und manches wieder verworfen, um nach der Datenanalyse nochmal neu anzufangen. „Es war schwierig, an Informationen zu gelangen oder touristische Daten zu erhalten, um unsere Strategie zu untermauern“, beschreibt Magdalena Werner die Höhen und Tiefen. „Wir mussten uns auch erstmal in die anderen kulturellen Gegebenheiten hineinfühlen“, fügt Katharina Böhme hinzu.

Am Ende wollen sie eine Reiseagentur hervorbringen, die die vorhandenen touristischen Angebote bündelt und die Region in der Kommunikation stärkt, um mehr Gäste für die Destination zu begeistern. Zudem soll Tabant als Ort entwickelt werden, in dem sich internationale Tourismus-Studierende treffen und über Strategien für den ländlichen Raum austauschen können. In Zusammenarbeit mit den Einwohnern und im Einklang mit den 17 SDGs.

Die Master-Studentinnen haben ihr Konzept abgegeben und erwarten nun gespannt die Entscheidung der Jury.

08.07.2021
Autor/Autorin: Claudia Kepke
Fotograf/Fotografin: © C. Kepke / Video: J. Borkowski
Bildrechte: © Hochschule Harz

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Prof. Dr. Harald Zeiss

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