Projekttreffen in Litauen: Zwischen Datenwissenschaft und Sightseeing

Internationales Team macht Wissen rund um das Themenfeld Data Science für gemeinnützige Organisationen zugänglich

Daten sind heutzutage ein begehrtes Gut. Mithilfe von Zahlen und Statistiken können Trends und Entwicklungen abgeleitet und Prozesse optimiert werden. Damit nicht nur finanzstarke Unternehmen, sondern auch gemeinnützige Organisationen von der Datenwissenschaft profitieren, stellen Data Scientists als Experten auf diesem Gebiet eben jener Zielgruppe ihr Fachwissen kostenfrei zur Verfügung. Um das Engagement von Einzelpersonen und Data-for-Good-Initiativen zu unterstützen, erarbeitet das transnationale Projekt EPSILON unter Leitung der Hochschule Harz eine Wissensplattform rund um die Wissenschaft mit Daten. Bei einem Treffen in Litauen haben die Partner aus Deutschland, Portugal, Zypern und Litauen über bisher Erreichtes Bilanz gezogen und anstehende Aufgaben besprochen.

Die in EPSILON erzielten Projektergebnissen zielen auf die Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen ab: Unterstützt wird die Arbeit von europäischen Data-for-Good-Initiativen, Nichtregierungsorganisation und Freiwilligen. Zudem können Hochschuleinrichtungen, die einen Abschluss im Bereich Data Science anbieten, die Ergebnisse in der Lehre nutzen. Seit Beginn des Projektes im Februar 2022 entwickelte das internationale Team Arbeitsabläufe und Werkzeuge, die den Anforderungen der Zielgruppen entsprechen und richtete eine europäischen Onlineplattform ein, auf welcher das gesammelte Wissen u.a. in Form von Lehr- und Lernmaterialien abrufbar sein wird. Darüber hinaus wird in den kommenden Monaten eine neue Data-for-Good-Initiative in Litauen gegründet.

Vor-Ort-Treffen mit regem Austausch

Das Projektteam trifft sich einmal im Monat zu einem virtuellen Austausch. „Diese Zeit reicht jedoch nicht immer aus, um Arbeitsergebnisse genauer vorzustellen und zu besprechen“, ordnet Projektkoordinatorin Grit Lehmann von der Hochschule Harz ein. Während des zweitägigen Treffens in Litauen hatten alle Beteiligten jedoch ausgiebig Gelegenheit, den aktuellen Stand ihrer Arbeit sowie aufgetretene Herausforderungen zu präsentieren.

„Die litauischen Kolleginnen und Kollegen stehen zum Beispiel vor der Aufgabe, Freiwillige zu finden, die mit ihrem Wissen und ihrer Kompetenz gemeinnützige Organisationen unterstützen. Erst das Treffen vor Ort ermöglichte es uns, diese Problematik vollumfänglich zu verstehen“, erklärt Grit Lehmann. Zudem sei sich das Projektteam unsicher gewesen, wie tiefgehend das Thema Data Science in den zu erstellenden Lern- und Lehrmaterialien behandelt werden soll, die auf einer Wissensplattform öffentlich zugänglich gemacht werden sollen. „Wir sind unendlich dankbar für die gemeinsame Zeit. Ohne dieses Treffen hätten wir die Thematik nicht so schnell klären können.“ 

Neben dem fachlichen Austausch standen auch ein Stadtrundgang, eine Museumsführung und der Besuch der Universität in der Hauptstadt Vilnius auf dem Programm, um die Kultur des Gastgeberlandes zu erleben.  „Das Treffen wurde von allen Beteiligten als sehr angenehm, produktiv und erfolgreich beschrieben“, freut sich die Projektkoordinatorin. „Es gab sogar den Wunsch, noch vor dem Projektende im Januar 2025 ein weiteres Vor-Ort-Treffen zu realisieren. Dann bei uns im Harz.“

Weitere Veranstaltungen geplant

Für das Projektteam an der Hochschule Harz, das seit Anfang des Jahres von Prof. Dr. Philipp Schaller geleitet wird, stehen vorher jedoch zwei weitere Veranstaltungen auf der To-Do-Liste. So wird es Ende September eine Lehr- und Schulungsveranstaltung geben, bei der neun internationale Studierende am Campus in Wernigerode zu Gast sein werden, um gemeinsam mit Studierenden der Hochschule Harz ein Thema aus dem Bereich Data Science for Social Good (Datenwissenschaft für das Gemeinwohl) zu bearbeiten. „Die Teilnehmenden können hier also erste Erfahrungen in der internationalen Zusammenarbeit sammeln sowie Einblicke in die Arbeitsweise verschiedener Kulturen und das Thema Data Science erhalten“, erklärt Grit Lehmann. „Studierende, die sich für eine Teilnahme an der Veranstaltung interessieren, können sich gerne bei mir melden.“

Am Ende des Jahres ist zudem eine Informationsveranstaltung geplant, bei der die Projektergebnisse einem breiten Publikum vorgestellt werden. Bis zum Abschluss steht dabei Prof. Dr. Theo Berger, der die Leitung in den ersten zwei Jahren innehatte, dem Projektteam mit Rat und Tat zur Seite. Auch beim Treffen in Litauen habe der ehemalige Leiter deshalb gern teilgenommen.

 


Das Projekt EPSILON wird im Rahmen des Förderprogramms Erasmus+ von der EU finanziert. Neben der Hochschule Harz sind die Nova School of Business and Economics der Universität Nova de Lisboa in Portugal, das Software Engineering and Internet Technologies Laboratory (SEIT) der Fakultät für Informatik der Universität Zypern sowie das Institut for Social Sciences and Applied Informatics an der Fakultät Kaunas der Universität Vilnius beteiligt.


 

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13.06.2024
Autor/Autorin: Karoline Klimek
Fotograf/Fotografin: © Projekt EPSILON
Bildrechte: © Hochschule Harz

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Prof. Dr. Philipp David Schaller

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