Konzeptkunst eines Fußballstadiums mitten im Wald umgeben von Bergen

Sport, Nachhaltigkeit und Verwaltungswissenschaften finden zusammen

Studierende zu Gast bei RB Leipzig

Während in den deutschen Fußballstadien der Ball rollt und die Suche nach dem neuen Europameister läuft, werden in den Gremien von Verbänden und Vereinen auch übergreifende gesellschaftliche Aufgaben des Sports diskutiert. Nachhaltigkeit ist eines der Themen, die in den Vorstandsetagen der Bundesligaclubs eine immer zentralere Rolle einnehmen.

Um diese Strategien genauer kennenzulernen und kritisch zu beleuchten, hatten Studierende der Hochschule Harz im Rahmen der Projektwoche die Möglichkeit, sich mit dem Sustainability Team von RB Leipzig vor Ort auszutauschen. Ulrich Wolter (Chief Relationship Officer), Melanie Becker (Head of Sustainability) und Jan Kühn (Team Sustainability) gaben Einblicke in die Unternehmens- sowie Nachhaltigkeitsstrukturen des Vereins. Intensiv gingen sie auf das EU-Recht basierte Reporting, auf nachhaltigkeitsbezogene Lizensierungsaspekte der Deutschen Fußball Liga (DFL) sowie auf Handlungsfelder und Ziele im Bereich Nachhaltigkeit ein. Auch konkrete Projekte wie das „Zero-Waste-Stadion“ und die Verwendung von „Hybridrasen“, der sich energieeffizienter pflegen lässt, wurden vorgestellt.

Durch Synergieeffekte neue Perspektiven entdecken

Justus Stahl, Bachelor-Student der Öffentlichen Verwaltung, betont: „Obwohl ich persönlich RB Leipzig kritisch gegenüberstehe, habe ich an diesem Projekt gerne teilgenommen. Die Verbindung von Sport und Nachhaltigkeit gestaltet sich nicht immer einfach, vor allem weil Proficlubs auch Wirtschaftsunternehmen sind. Perspektiven kennenzulernen, wie sich diese beiden Welten begegnen können, ist äußerst spannend und höchst relevant für die Zukunft.“

Die Verbindung von Verwaltungswissenschaften und Bundesligaverein mag sich nicht auf den ersten Blick erschließen, doch existieren zahlreiche Chancen für Synergieeffekte, wie Prof. Dr. Roman Götze, Honorarprofessor für Öffentliches Bau- und Umweltrecht an der Hochschule Harz, hervorhebt: „Unternehmen wie RB Leipzig mögen zum Teil den Zwängen des Marktes unterworfen sein, doch bietet sich auch die Chance, viel freier und dynamischer zu agieren als in Öffentlichen Verwaltungen. Maßnahmen können schneller umgesetzt werden. Für die Studierenden sind das wichtige Impulse für ihre spätere Tätigkeit. Ich bin froh, dass wir die Vermittlung von anwendungsbezogenem Wissen durch Projekte wie diese fördern können.“  

Interdisziplinärer Austausch und gesellschaftliche Herausforderungen

Neben Studierenden des Fachbereichs Verwaltungswissenschaften waren auch angehende Akademikerinnen und Akademiker der Studiengänge Nachhaltiges Management und Tourismusmanagement am Projekt beteiligt. „Durch den Austausch mit Studierenden anderer Fächer ergaben sich neue Denkansätze, Gespräche und Diskussionen. Dieser interdisziplinäre Ansatz ist auch für die Zukunft der Verwaltung der einzige Weg, die drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen anzugehen“, so das positive Fazit von Prof. Dr. Roman Götze.

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Weitere Informationen und das Online-Bewerbungsformular findest du hier!

 

02.07.2024
Autor/Autorin: Prof. Dr. Roman Götze, Tim Bruns
Fotograf/Fotografin: © Hochschule Harz, Prof. Dr. Roman Götze, Titelbild generiert von Adobe Firefly.
Bildrechte: © Prof. Dr. Roman Götze

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Prof. Dr. Roman Götze

Honorarprofessor für Öffentliches Bau- und Umweltrecht

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