Der Campus in Wernigerode

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Berufsbegleitend studieren an der Hochschule Harz

Judith Müller, Global Category Managerin bei der Avacon Netz GmbH in Salzgitter, hat sich für das berufsbegleitende Bachelorstudium Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Harz entschieden. Wie es dazu kam und warum insbesondere Frauen nicht davor zurückschrecken sollten, einen technischen Studiengang zu wählen, erklärt uns die 24-Jährige – übrigens die einzige Frau in ihrem Jahrgang – im Interview.

Sie haben direkt im Anschluss an Ihre Ausbildung das berufsbegleitende Studium Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Harz aufgenommen. Was waren Ihre Beweggründe?

Nach dem Abitur war es für mich zu früh, mich sofort für ein Studium zu entscheiden. Während meiner Ausbildung zur Industriekauffrau kam dann diese Sicherheit und nach dem Abschluss dachte ich: Wenn ich nicht jetzt noch studiere, wann dann? Aufgrund meiner Affinität zu den Naturwissenschaften und Mathematik habe ich mich für Wirtschaftsingenieurwesen entschieden.

Inwiefern konnten Ihre Erwartungen an das Studium bereits erfüllt werden?

Die Inhalte des Studiums helfen mir in meiner täglichen Arbeit bereits jetzt weiter. Und auch von Seiten meines Unternehmens bekomme ich viel Zuspruch und Unterstützung.  Das ist natürlich eine zusätzliche Motivation.  

Warum haben Sie sich für die Hochschule Harz entschieden?

Bei meiner Recherche habe ich festgestellt, dass ein reines Fernstudium aufgrund des fehlenden persönlichen Kontaktes für mich nicht in Frage kommt. Das Wochenendmodell der Hochschule Harz – ein Wochenende im Monat an der Hochschule zu sein – hat mich überzeugt.

Welche Herausforderungen bringt das berufsbegleitende Studieren mit sich?

Sich zu disziplinieren und sich die Zeit zum Lernen zu nehmen. Man kennt das ja – gern schiebt man etwas vor sich her, bis es am Ende schon einmal knapp wird. Bisher habe ich diese Herausforderung jedoch gut gemeistert. Sollte man aufgrund von anderweitigen Verpflichtungen jedoch einmal gar nicht in der Lage sein, das Pensum zu schaffen, kommt die Hochschule Harz den Studierenden sehr entgegen.

Wie fühlen Sie sich als Frau in einer vermeintlichen Männerdomäne? Was würden Sie anderen Frauen raten, die bisher davor zurückschrecken, einen technischen Studiengang zu belegen?

Ich fühle mich nicht so, als wäre ich in einer Männerdomäne, auch wenn ich tatsächlich die einzige Frau bei mir im Jahrgang bin. Für mich sind es einfach nur meine Kommilitonen – ich komme aus dem kaufmännischen Bereich, da habe ich manchmal einen Vorteil, sie haben einen technischen Hintergrund, da ergänzen wir uns ganz gut. Es ist überhaupt kein Thema, ob jemand Mann oder Frau ist. Ich würde Frauen raten, auf keinen Fall vor einem technischen Studiengang zurückzuschrecken.

Was macht Ihr Studium an der Hochschule Harz aus?

Man fühlt sich nicht so verpflichtet. Es gibt ja auch berufsbegleitende Studiengänge, für die man dreimal wöchentlich zur Uni muss. Hier habe ich viele Freiheiten, habe Freizeit und kann meine Wochenenden gestalten, wie ich möchte. Natürlich muss ich mich hinsetzen und lernen und zum Präsenzwochenende vor Ort sein, habe aber nicht das Gefühl, dass ich neben der Arbeit keine Freizeit mehr habe.

Das vollständige Interview und weitere Erfahrungsberichte zum berufsbegleitenden Studium finden Sie hier.

09.11.2020
Autor/Autorin: Juliette Weiß
Fotograf/Fotografin: © Judith Müller
Bildrechte: © Hochschule Harz

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