148 Absolventen der Verwaltungswissenschaften starten in ihre berufliche Zukunft
Kurz vor Ende der Lehrveranstaltungen im aktuellen Sommersemester wurden auf dem Halberstädter Campus der Hochschule Harz 148 Studierende des Fachbereichs Verwaltungswissenschaften feierlich ins Berufsleben verabschiedet. Gemeinsam mit Familien, Freunden und Hochschulangehörigen feierten die frischgebackenen Alumni ihren erfolgreichen Studienabschluss.
Neben Rektor Prof. Dr. Folker Roland und Dekan Prof. Dr. Jens Weiß gratulierte auch Halberstadts Oberbürgermeister Daniel Szarata. Letzterer hob in seiner Ansprache sowohl die Bedeutung des öffentlichen Dienstes für das Funktionieren des Gemeinwesens als auch die der Hochschule Harz als wichtigen Bildungs- und Innovationsort für die Region hervor.
Die Festrede hielt Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender der Dataport AöR. Als Informations- und Kommunikationsdienstleister für den öffentlichen Dienst ist Dataport langjähriger Praxispartner des Studiengangs IT-Management – Verwaltungsinformatik. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen standen die tiefgreifenden Veränderungen, die der Einsatz künstlicher Intelligenz für die öffentliche Verwaltung mit sich bringt. Er zeichnete dabei ein differenziertes Bild: Technologischer Wandel bedeute nicht allein Effizienzgewinn, sondern verlange ein hohes Maß an Urteilsvermögen und Reflexion sowie demokratisches Verantwortungsbewusstsein. Gerade in einer Zeit, in der algorithmische Systeme zunehmend Einzug in Verwaltungshandeln halten, komme es auf Menschen an, die sowohl die Fähigkeiten als auch das Ethos mitbrächten, diese Werkzeuge im Dienst des Gemeinwohls einzusetzen. Die Absolventinnen und Absolventen träten ihre Stellen in einem Moment an, in dem die öffentliche Verwaltung vor einer grundlegenden Neuausrichtung steht, sie können diesen Prozess von Beginn an mitprägen.
Janine Röder blickte in ihrem Grußwort zurück: „Ein Studium besteht nicht nur aus Lehrveranstaltungen und Prüfungen. Es ist eine Zeit des Ausprobierens, des Lernens und manchmal auch des Scheiterns,“ resümierte die Absolventin des Studiengangs Öffentliche Verwaltung. Sie dankte den Lehrenden und betonte, dass die zurückliegende Zeit weit mehr hinterlasse als fachliches Wissen – nämlich Freundschaften, Haltungen und ein Bewusstsein für die Verantwortung, die mit einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst verbunden ist.
Für herausragende wissenschaftliche Leistungen wurden mehrere Absolventinnen und Absolventen ausgezeichnet. Michel Volles erhielt den Preis für die beste Bachelorarbeit. Unter dem Titel „Zwischen Transparenz und Sicherheit: Risiken OSINT-basierter Social-Engineering-Angriffe auf öffentliche Organisationen“ untersuchte er aktuelle Herausforderungen an der Schnittstelle von Informationsfreiheit und Cybersicherheit. Eileen Bong wurde für ihre Masterarbeit „Fachkräftemangel: Vom Migrationshintergrund in den Verwaltungsvordergrund. Der öffentliche Dienst zwischen demografischem Wandel und kultureller Vielfalt“ gewürdigt. Der Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt zeichnete zudem Denys Leluk für seine Bachelorarbeit „Über die (Ir-)Rationalität der öffentlichen Verwaltung. Eine experimentelle Untersuchung der Framing-Effekte im Kontext des Entscheidungsverhaltens von Führungskräften in der Stadtverwaltung Halle (Saale)“ aus. Er widmete sich der Frage, welche Faktoren Verwaltungsentscheidungen beeinflussen und wie sich psychologische Effekte auf Führungsprozesse auswirken können.
Für den künstlerischen Rahmen sorgte die Tanzkompanie TanzHarz des Harztheaters unter der Leitung von Tarek Assam. Mit Ausschnitten aus den Produktionen „Caesars Love“ und „Macbeth“ setzten die Tänzerinnen und Tänzer Alessia Ricci, Aurora Falsetti und Mirco Carnimeo eindrucksvolle Akzente und verliehen der Veranstaltung eine besondere Atmosphäre.
02.07.2026
Autor/Autorin: Tim Bruns
Fotograf/Fotografin: © Hochschule Hochschule Harz
Bildrechte: © Hochschule Hochschule Harz